Technik Glossar

Erkennen Sie Ihren Akkumulator an Ihrer Zener-Diode? Kennen Sie den Unterschied zwischen einem EPROM und einem EEPROM? Ganz egal, ob Sie neu in der Welt der Elektronik sind oder Ihre Terminologiekenntnisse ausbauen möchten: Farnell stellt Ihnen ein umfangreiches Elektronik-Glossar zur Verfügung.

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A

A/D-Wandler
Auch „A/D-Umsetzer“. Ein elektronisches Gerät oder Bauteil, das eine am Eingang anliegende kontinuierliche physikalische Größe (z. B. eine elektrische Spannung) in einen am Ausgang anliegenden digitalen Datenstrom umsetzt.
Abbruch
Unterbrechung eines kontinuierlich oder in Schleifen verlaufenden Vorgangs oder Prozesses aufgrund von erwarteten/unerwarteten Fehlern, Problemen oder Ursachen.
Abfallzeit
Die Zeit, bis die Amplitude eines Impulses von (üblicherweise) 90 % auf 10 % ihres Spitzenwertes abgefallen ist.
Abgeglichene Brücke
Eine Wheatstone-Brückenschaltung im Ruhezustand mit einer Ausgangsspannung von null.
ABS
Siehe „Acrylnitril-Butadien-Styrol“.
Abschluss
Das Abschließen von etwas, z. B. das Abschließen eines Kabels mit einem geeigneten Anschluss oder das Abschließen einer Schaltung mit einer geeigneten Last.
Absolute Adresse
Eine explizit definierte oder unveränderbar festgelegte Adresse des Speichers.
Absoluter Gewinn
Das Verhältnis aus Ausgangssignal zu Eingangssignal eines Geräts bei vorgegebenen absoluten Bedingungen.
Absoluter Grenzwert
Ein absoluter Grenzwert für eine Betriebsbedingung eines Geräts. Ein langes Vorliegen dieses Grenzwertes oder das Über- bzw. Unterschreiten dieses Grenzwertes kann zu irreversiblen Beschädigungen am Gerät führen.
Absorptionsfrequenzmesser
Ein einfaches Gerät für das Messen der Energie einer gegebenen Funkfrequenz.
Absorptionsgesetz
Eine algebraische mathematische Gleichheitsbeziehung, die ein Paar binärer Operationen verknüpft.
Abtasten
Vorgang, bei dem ein Teil eines Eingangssignals in eine Reihe von diskreten elektrischen Werten umgewandelt wird, damit diese gespeichert, verarbeitet und/oder dargestellt werden können.
Abtastrate
Die Abtastrate gibt die Anzahl der in einer bestimmten Zeiteinheit von einem kontinuierlichen Signal erfassten Abtastungen an, durch die das kontinuierliche Signal als diskretes Signal dargestellt wird.
Abtastrate
Die Häufigkeit, mit der ein digitales Oszilloskop eine Abtastung des Signals durchführt. Die Abtastrate wird in Sample pro Sekunde (S/s) angegeben.
Abzweig
Ein fester Punkt in einem Stromkreis, an dem Anschlüsse vorgenommen werden können.
Abzweigdose
Normgerecht: Installationsdose. Eine Abzweigdose ist ein Gehäuse, in dem sich Abzweigungen von elektrischen Leitungen oder Kabeln befinden. Abzweigdosen schützen die Anschlüsse und erleichtern gleichzeitig den Zugang zu den Anschlüssen.
Abzweigfilter
Eine Bauart von passiven Filtern, bestehend aus leiterförmig in Reihe und parallel geschalteten Blindelementen.
AC
Steht für engl. „Alternating Current“ und bedeutet „Wechselstrom“. Ein Strom, der seine Polung in regelmäßiger Wiederholung ändert. Im Deutschen wird häufiger der Begriff „Wechselspannung“ verwendet, eine elektrische Spannung, auf der u. a. auch die Stromversorgung von Wohnhäusern beruht.
ACCESS.bus
Ein Peripheriebus zur Kommunikation mit und zwischen Geräten, vergleichbar mit USB. Aufgrund seiner relativ niedrigen Übertragungsraten erlangte dieser Bus jedoch nie eine nennenswerte Bedeutung.
AC-gekoppelter Verstärker
Eine Verstärker-/Mehrstufenverstärkerschaltung, in der mit Hilfe einer AC-Kopplung die Übertragung von Gleichspannung zwischen einer Stufe zur anderen verhindert wird.
AC-Kopplung
Auch als „kapazitive Kopplung“ bezeichnet. Eine Methode für die Übertragung von Energie innerhalb einer Schaltung über in Reihe geschaltete Kondensatoren.
ACK-Zeichen
Ein ACK-Zeichen (für engl. „Acknowledgement“ = Bestätigung, Zustimmung) ist ein Zeichen (oder ein Datenpaket), das von einer empfangenden Station als Bestätigung des Empfangs eines Datenblocks und der Gültigkeit des Datenblocks gesendet wird.
Acrylnitril-Butadien-Styrol
Auch als „ABS“ bezeichnet. Ein Terpolymer, das typischerweise für Spritzgießen oder für das 3D-Drucken verwendet wird.
Active High
Auch „High-aktiv“. Die binäre 1 wird durch einen hohen Spannungspegel und die binäre 0 durch einen niedrigen Spannungspegel dargestellt.
Active Low
Auch „Low-aktiv“. Die binäre 1 wird durch einen niedrigen Spannungspegel und die binäre 0 durch einen hohen Spannungspegel dargestellt.
ADU
Analog-Digital-Umsetzer, siehe „A/D-Wandler“.
Advanced Very Large Scale Integration
Der Prozess des Erzeugens integrierter Schaltungen durch Kombinieren von Tausenden von Transistoren auf einem einzigen Chip.
Akkumulator
Ein wieder aufladbarer Speicher für Elektroenergie (meist als „Akku“ bezeichnet) oder ein Speicherregister, in das Ergebnisse arithmetischer oder logischer Operationen abgelegt werden.
Aktives Bauteil
Ein Bauteil das zum Ausführen seiner Funktion ein Eingangssignal benötigt und das Eingangssignal möglicherweise verändert.
Aktives Pull-Up
Eine Methode, um eine Leitung mit Hilfe eines aktiven Bauelements (wie z. B. einem Transistor oder FET) anstatt über einen passiven Widerstand auf hohes Potenzial zu ziehen („pull-up“).
Aktivfilter
Eine simple Analogschaltung, die durch den Einsatz aktiver Bauteile das Filterverhalten verbessert.
Akustik
Ein interdisziplinäres Wissenschaftsgebiet, das sich mit den Phänomenen von Schall, Vibrationen usw. befasst, insbesondere mit Erzeugung, Übertragung und Wahrnehmung von Schall.
Akustische Welle
Eine sich (meist) longitudinal ausbreitende Welle, die aufgrund der Vibration einer Quelle (z. B. einer Maschine) entsteht. Akustische Wellen, die vom gewöhnlichen menschlichen Gehör wahrgenommen werden kann, werden als „Schallwellen“ bezeichnet.
Akzeptorstörelement
Ein physikalisches Material, das in Form von Fremdatomen in einen Halbleiter eingebracht wird und dort P-Gebiete bildet, indem diese Fremdatome positive Ladungen bzw. „Löcher“ in einem Halbleitermaterial wie z. B. Silizium oder Germanium erzeugen.
ALU
Arithmetic Logic Unit, siehe „Arithmetisch-logische Einheit“.
American Standard Code for Information Interchange
Ein für die Datenübertragung genutzter Code, für die Darstellung von Buchstaben, Ziffern und Zeichen auf Computern verwendet und von nahezu allen Computern verstanden wird. Der Standard-ASCII nutzt einen 7-Bit Code(2^7 = 128 Zeichen), der erweiterte (extended) ASCII nutzt einen 8-Bit-Code(2^8 = 256 Zeichen).
Analog
Ein System, in dem alle Informationen und Signale nur durch eine sich über der Zeit kontinuierlich verändernde physikalische Größe (wie z. B. eine elektrische Spannung) dargestellt werden.
Analog-DI
„Analogue Dielectric Isolation“ ist eine Methode in analogen integrierten Schaltungen, bei der eine Technik der Dielektrikum-Isolierung verwendet wird. Dielectric Isolation hat sich speziell für die Herstellung von Hochleistungs-Analog-ICs als vorteilhaft herausgestellt.
Analoge Signalverarbeitung
Verarbeitung eines Signals, das mathematisch als Menge kontinuierlicher Werte anstatt durch eine Menge diskreter Größen dargestellt wird.
Analoges Oszilloskop
Ein analoges Oszilloskop ist ein Messgerät, mit dem ständig stattfindende Änderungen bei einem elektrischen Vorgang wie z. B. bei einem elektrischen Strom oder bei einem elektrischen Signal für das menschliche Auge sichtbar gemacht werden können. Die sich ergebenden Größen werden als eine Wellenform in einem zweiachsigen Diagramm dargestellt. Die X-Achse stellt die Zeit dar, und die Y-Achse die elektrische Spannung. Außerdem wird die Helligkeit der Wellenform selbst häufig als „Z-Achse“ bezeichnet. Diese „Z-Achse“ ist ein Maß für die Intensität des gemessenen Vorgangs.
Analog-Semi-Custom
Entwicklung einer analogen Schaltung oder eines Analog-ICs, angepasst an die Anforderungen des konkreten Projekts.
Angezapfte Verzögerungsleitung
Eine Verzögerungsleitung, die über mindestens 1 Anzapfung verfügt. Bei Vorhandensein mehrerer Anzapfungen besteht die Möglichkeit, die erforderliche Verzögerung auszuwählen.
Anlaufkondensator
Ein Kondensator, der bei einem Einphasenmotor lediglich für das Anlaufdrehmoment sorgt. Wenn der Motor die notwendige Drehzahl erreicht hat, wird der Kondensator automatisch vom Stromkreis getrennt.
Anpassung
Das Abgleichen der Impedanz einer Schaltung auf ein bestimmtes Ziel.
Anpassungstransformator
Auch: Anpassungsübertrager. Ein Transformator für die Impedanzanpassung.
Anreicherungs-MOSFET
Schalt-MOSFET, der sich im Status „GESPERRT“ befindet, wenn die anliegende Gate-Spannung null ist und der in den Status „LEITEND“ gebracht werden kann, indem die Gate-Spannung auf Drain-Spannung (VDD) gezogen wird. VDD ist bei NMOS-FETs positiv und bei PMOS-FET negativ.
Anschluss
Der Teil eines elektronischen Bauteils, an den der elektrische Kontakt zum Bauteil hergestellt und/oder das Bauteil auf die Leiterplatte montiert wird.
Anschlussblock
Ein typischerweise in eine Metallschiene gerastetes oder mit Schrauben auf ein Paneel befestigtes Bauteil für das Anschließen von Drähten und Kabeln mittels Schraubverbindungen.
Anschlussdose
Ein elektrisches Steckverbinderteil (meist Buchsenteil), in das das Gegenstück der Steckverbindung eingeführt werden kann, um eine elektrische Verbindung zu erzeugen. Eine Anschlussdose wird auch „Sockel“ oder „Steckdose“ genannt.
Anstiegszeit 
Die Zeit, in der die Vorderflanke eines Impulses von ihrem niedrigsten bis auf ihrem höchsten Wert ansteigt. Gemessen wird üblicherweise die Zeit von 10 % bis zu 90 % des Höchstwertes.
Antennendiagramm
Auch: Strahlungsdiagramm. Die grafische Darstellung der Stärke und der Winkelausrichtung einer von einer Antenne oder einer anderen Oberfläche abgestrahlten elektromagnetischen Strahlung.
Anwendungsspezifische integrierte Schaltung
Eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (engl. Application Specific Integrated Circuit, ASIC) ist eine für eine bestimmte/spezielle Anwendung entworfene elektronische Schaltung in Form einer IC. Im Gegensatz dazu stehen die Universal-ICs wie z. B. die Mikrocontroller. Beispiele für eine ASIC sind Bitcoin-Miner oder digitale Diktiergeräte.
Anwendungsspezifisches Standardprodukt
Ein anwendungsspezifisches Standardprodukt (engl. Application-Specific Standard Product, ASSP) ist eine Halbleiter-IC, der eine spezielle Funktion realisiert, für die es (im Gegensatz zu einer ASIC für ein konkretes Einsatzgebiet) einen breiten Markt gibt.
Anzapfwicklung
Eine Wicklung, z. B. eine Transformatorwicklung, mit einem oder mehreren zusätzlichen Anschlüssen zwischen den Anschlüssen an beiden Enden.
Anzapfwiderstand
Im Gegensatz zu einem Drahtwiderstand verfügt ein Anzapfwiderstand über ein oder mehrere Anschlüsse über seine Länge hinweg.
Aperiodische Leitung
Auch: Wanderwellenleitung. Eine Leitung, auf der keine stehenden Wellen auftreten. Die Lastimpedanz einer solchen Leitung ist gleich Z0. Es sind keine speziellen Anpassungsmaßnahmen erforderlich, um eine maximale Leistungsübertragung zu erreichen. Daher wird eine solche Leitung auch „unangepasste Leitung“ genannt.
Arbeitspunkt
Der (statische) Arbeitspunkt eines Systems ist ein bestimmter Punkt auf der Kennlinie des Systems, der aufgrund der Systemeigenschaften und anderer Parameter eingenommen wird.
Arithmetisch-logische Einheit
Engl. Arithmetic Logic Unit, ALU. Ein Ganzzahl-arithmetische und logische Operationen ausführender digitaler Schaltkreis als Bestandteil eines Prozessors.
ASCII
Siehe „American Standard Code for Information Interchange“.
ASIC
Siehe „Anwendungsspezifische integrierte Schaltung“.
ASSP
Siehe „Anwendungsspezifisches Standardprodukt“.
Aufwärts-Abwärts-Zähler
Die Kombination aus einem Aufwärtszähler und einem Abwärtszähler, der seinen Zustand durch Inkrementieren/Dekrementieren der Werte um 1 in beide Richtungen ändern kann.
Aufwärtsumsetzer
Eine elektrische Schaltung, die die Frequenz des Eingangssignals erhöht.
Aufzeichnungslänge 
Die Anzahl der Signalpunkte, die vom Oszilloskop zum Erstellen einer Signalaufzeichnung verwendet werden.
Ausfallrate
Anzahl der Vorkommnisse in einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Anzahl von Zyklen oder in Bezug auf eine sonstige geeignete Größe das gewünschte Ergebnis nicht erreicht.
Ausfallsicher
Auch engl. „Fail-Safe“. Jede Eigenschaft eines Systems, die dafür sorgt, dass im Fall einer Störung alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, sodass die Störung zu keinem oder möglichst geringem Schaden führt.
Ausgangsimpedanz
Die an den Ausgangsklemmen des Übertragungssystems im lastfreien Zustand gemessene Impedanz.
AVLSI
Siehe „Advanced Very Large Scale Integration“.

B

Backbone
Das digitale Kernnetz eines WANs (Wide Area Network), das sich typischerweise durch hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und hohe Datenraten auszeichnet.
Backplane
Eine Gruppe von Steckverbindern, die so miteinander verbunden sind, dass sie einen Computer-Bus bilden. Der Bus kann aktiv oder passiv sein.
Balun
Kurz für engl. Balanced/Unbalanced. Ein Typ eines elektrischen Wandlers zur Verkopplung von symmetrischen mit asymmetrischen Stromkreisen.
Bananenbuchse
Eine Buchse mit einem Leiter für das Anschließen von Leiters an elektronische Geräte.
Bananenstecker
Stecker für einen Leiter. Der Stecker hat an der Spitze einen bananenförmigen Metallstreifen, der eine Feder bildet.
Bandabstandsreferenz
Schaltung, die eine von der Temperatur und von Schwankungen der Eingangsspannung unabhängige, fest vorgegebene Ausgangsspannung erzeugt. Typischerweise beträgt die Ausgangsspannung 1,25 V.
Bandantrieb
Der Bandantrieb führt das Magnetband am Schreib-/Lesekopf des Bandlaufwerks vorbei. Bandlaufwerke werden hauptsächlich für Archivierung und Datensicherung verwendet.
Bandbreite
Ein Frequenzspektrum innerhalb eines vorgegebenen Bandes oder die Datenübertragungsrate eines Computernetzwerks.
Bandbreitenbegrenzung
Die Bandbreitenbegrenzung bezeichnet die Begrenzungen für das Frequenzspektrum einer Wellenform, um die Darstellung der Wellenform ohne Rauschen oder mit vernachlässigbaren Rauschanteilen darstellen zu können.
Bandpass
Auch „Bandfilter“. Ein Filter, der nur Frequenzen innerhalb eines durch eine obere Frequenz und eine untere Frequenz vorgegebenen Frequenzbandes passieren lässt. Alle Frequenzen oberhalb und unterhalb des Frequenzbandes werden gesperrt oder deutlich abgeschwächt.
Bandpassverstärker
Ein Bandpass, auch „Bandfilter“ genannt, ist eine Verstärkerstufe, die nur einen bestimmten Frequenzbereich durchlässt. Frequenzen oberhalb und unterhalb des Durchlassbandes werden blockiert. Derartige Filter können durch eine Kombination eines Hochpassfilters und eines Tiefpassfilters erster Ordnung realisiert werden.
Bandsperre
Auch „Sperrfilter“ oder „Bandsperrfilter“. Ein Filter, der nur Frequenzen außerhalb eines durch eine obere Frequenz und eine untere Frequenz vorgegebenen Frequenzbandes passieren lässt.
Bandsperrfilter
Siehe „Bandsperre“.
Bank
Eine Anzahl von Bauelementen desselben Typs.
Barretter
Ein in eine Schaltung eingefügter Widerstand zum Kompensieren von Schwankungen.
Base-Injection-Modulator
Eine Modulationsschaltung, in der die Verstärkung des Transistors durch Veränderung des Basisstroms verändert wird.
Basis
In Zahlensystemen (Stellenwertsystemen) ist die Basis die Zahl, aus deren Potenzen der Zahlenwert berechnet wird. Die Basis entspricht der Anzahl der Ziffern im entsprechenden Zahlensystem. Bei einem Transistor ist die Basis der Anschluss, über den der Transistor gesteuert wird. Über einen niedrigen Strom an der Basis kann ein hoher Strom vom Kollektor zum Emitter gesteuert werden.
Basis
Grundlage, Ausgangspunkt.
Bass
Schall mit sehr tiefer Frequenz.
Bassregler
Auch „Tiefenregler“. Eine Klangregelungsschaltung, von der die höheren Frequenzen eines Audiosignals gedämpft werden.
Bauteil
Eine Einzelkomponente / ein Bauelement oder eine nicht trennbare Baugruppe mehrerer Teile, vorgesehen als Bestandteil eines anderen Objekts.
Bauteilbeschriftung
Eine Methode, die ein Erkennen und Benennen des Bauteils ermöglicht, z. B. die Farbcodemarkierung von Widerständen.
BB
Siehe „Bandbreite“.
Belegte Bandbreite
Das Frequenzintervall zwischen der unteren und der oberen Grenzfrequenz. Der Effektivwert der außerhalb der belegten Bandbreite abgestrahlten Leistung beträgt jeweils 0,5 % des Effektivwerts der insgesamt abgestrahlten Leistung.
Beschleunigungsanode
Eine Elektrode in einer Elektronenröhre, an die (typischerweise) ein positives Potenzial angelegt wird, durch das die Geschwindigkeit der aus der Kathode austretenden Elektronen erhöht wird.
Beschleunigungsmesser
Ein Instrument, mit dem typische nicht-gravitationsbedingte Beschleunigungen wie z. B. die Beschleunigungen eines schwingenden oder sich bewegenden Körpers gemessen werden.
Beschleunigungs-Servosystem
Ein Servosystem, das die Beschleunigung (eine Änderung der Geschwindigkeit als Funktion der Zeit) einer Last regelt.
Betätigungselement
Eine durch eine Energiequelle gespeiste Art von Antrieb für das Zusammenspiel mit einem Mechanismus oder einem System.
Betätigungskraft
Die Kraft, die auf ein Betätigungselement aufgebracht werden muss, um den vorgesehenen Vorgang vollständig auszuführen.
BiCMOS
Siehe „Bipolar Complementary Metal Oxide Semiconductor“.
Bildbearbeitung
Analysieren, Vergrößern und Qualitätsverbesserung von digitalisierten Bildern mit Hilfe eines Computers und einer hochentwickelten Software.
Bimetall
Eine Kombination aus zwei verschiedenen Metallen.
Binärzahlensystem
Eine Zahlendarstellung in Computern und digitalen Systemen. Dieses System verfügt lediglich über die Ziffern „0“ und „1“. Zahlenwerte werden anhand von Potenzen der Basis „2“ dargestellt. Beispiel: 10011 entspricht der dezimalen 19. ((1 × 24) + (0 × 23) + (0 × 22) + (1 × 21) + (1 × 20))
Bipolar Complementary Metal Oxide Semiconductor
BiCMOS: eine Halbleitertechnik aus der Kombination von Bipolartransistoren und CMOS-Transistoren, bei der die Vorteile beider Techniken übernommen werden, so z. B. die hohe Geschwindigkeit, die hohe Verstärkung und der niedrige Ausgangswiderstand der Bipolartransistoren und die niedrige Stromaufnahme und der hohe Eingangswiderstand der CMOS-Transistoren. Die logischen Gatter werden hauptsächlich durch CMOS-Transistoren realisiert, die Ausgangsstufe hingegen durch Bipolartransistoren.
Bipolartransistor
Ein aktives Bauelement mit drei Anschlüssen/Schichten, das durch das Einlegen einer Schicht der einen Halbleiterart (P-Schicht oder N-Schicht) zwischen zwei Schichten der anderen Halbleiterart. Ein Bipolartransistor kann den Strom in beide Richtungen leiten und wird hauptsächlich als Verstärkerelement oder Schalterelement oder als Funktionselement in Oszillatoren eingesetzt.
Bipolartransistor mit isoliertem Gate
Engl. Insulated-Gate Bipolar Transistor, IGBT. Ein Vierschicht-Halbleiterbauelement mit drei Anschlüssen, das in der Leistungselektronik verwendet wird. Genau genommen, stellt ein IGBT eine Kombination eines MOS-Leistungstransistors und eines Thyristors dar und vereint dadurch die Vorteile dieser beiden Bauelemente, d. h. hohe Effizienz und schnelle Ansteuerung. Diese Bauelemente werden hauptsächlich im Hochspannungsbereich eingesetzt, da sie im Vergleich zu einem MOSFET der gleichen Größe mit deutlich kleineren Werten für RDS(on) realisiert werden können.
BIR
Siehe „Building In Reliability“.
Blanker Leiter
Ein Leiter ohne Umhüllung.
Blechkern
Auch: Schichtkern. Ein Eisenkern einer Spule, eines Transformators, eines Läufers usw. Derartige Kerne sind aus Einzelblechen zusammengesetzt, um den Wirbelstromeffekt zu erhöhen.
Blindleistungsmesser
Auch: Varmeter. Ein Messgerät zum Messen der Blindleistung einer elektrischen Schaltung.
BNC-Steckverbinder
Der BNC-Steckverbinder (Bayonet Neill-Concelman) ist ein Miniatur-HF-Steckverbinder für Koaxialkabel. Diese Steckverbinder können schnell und problemlos an ihr Gegenstück angeschlossen und von diesem getrennt werden.
Bondinsel
Für das Kontaktieren von mikroelektronischen Schaltkreisen verwendete Bondstellen.
Buchse
Eine Art Kontakt, in das das entsprechende Gegenstück eingeführt wird und so eine elektrische Verbindung zwischen zwei verschiedenen Objekten herstellt.
Building In Reliability
Gestaltung eines Produkts derart, dass das Produkt sämtliche negativen Umwelteinflüsse und elektrische Störungen für eine bestimmte Zeitspanne seiner Lebensdauer übersteht.
Bus
Eine Gruppe / ein Bündel von parallel verlaufenden Drähten oder Übertragungspfaden für das Übertragen von Daten zwischen dem Mikrocontroller und seiner Peripherie.
Bus-Treiber
Eine IC zur Unterstützung der Datenübertragung an die CPU, wenn mehrere Peripheriegeräte an einen Bus angeschlossen sind, wodurch sich die kapazitive Last erhöht und dadurch wiederum die Datenrate sinkt. Ein Bustreiber sorgt außerdem für die zeitliche Ablaufsteuerung.

C

C
Siehe „C (Programmiersprache)“.
C (Programmiersprache)
Eine zwischen 1969 und 1973 von Dennis Ritchie bei AT&T Bell Labs entwickelte Hochsprache. Aufgrund ihrer neuen Vorteile wie Effizienz und Maschinenunabhängigkeit wurde „C“ zur beliebtesten und äußerst nützlichen Programmiersprache für die Softwareentwicklung.
Cache
Ein Cache-Speicher ist ein kleiner, sehr schneller Speicher, die in eine Computer-CPU integriert ist oder sich direkt neben der CPU auf einem separaten Chip befindet. Der Cache dient zur Verkürzung der durchschnittlichen Zugriffszeit auf den Speicher.
CAD
Siehe „Computer-Aided Design“.
CAE
Siehe „Computer-Aided Engineering“.
CAGE-Code
Ein „Commercial and Government Entity Code“ oder CAGE-Code ist eine aus fünf Zeichen bestehende, weltweit eindeutige Kennung, die oft bei staatlichen Stellen Verwendung findet. Bei dem ersten und dem fünften Zeichen muss es sich um eine Ziffer handeln. Die übrigen Zeichen können Ziffern oder Buchstaben sein.
CAM
Siehe „Computer-Aided Manufacturing“.
CAN
Siehe „Controller Area Network“.
Capture Ratio
Ein Maß für die Fähigkeit eines Frequenzmodulations-Tuners, das schwächere von zwei auf der gleichen Frequenz empfangenen Signalen zu unterdrücken.
CardBus
Der Handelsname einer modernen PC-Karte. Diese Karten stellen die 32-Bit-Version des PC-Kartenstandards PCMCIA dar. Zusätzlich zur Unterstützung eines breiteren Busses (32 Bit statt 16 Bits) unterstützt CardBus auch Busmastering und Taktrate bis zu 33 MHz.
CdsSPICE
Die Version von Cadence Design System des bekannten Schaltungssimulators SPICE (Simulation Program with Integrated Circuit Emphasis) ist ein universeller, auf Open Source basierender Simulator für analoge Schaltungen. Dieses leistungsstarke Programm wird für die Simulation von Designs auf der Ebene von integrieren Schaltungen und auf der Ebene von Leiterplatinen zum Testen der Richtigkeit des Schaltungsentwurfs und zum Vorhersagen des Verhaltens von Schaltungen genutzt. Das Simulieren der Schaltung mit Hilfe von SPICE ist das branchenübliche Vorgehen zum Bestätigen der Funktionstüchtigkeit von Schaltungen auf Transistorebene bevor eine integrierte Schaltung an die Fertigung übergeben wird.
Central Processing Unit
Die CPU (Central Processing Unit), auch als „das Gehirn des Computers“ bezeichnet, ist Bestandteil der Computerhardware und besteht aus Datenregistern, Rechenschaltungen, Steuereinheit und E/A-Einheiten. Die CPU sorgt für das Ausführen aller an den Computer erteilten Programmbefehle.
Chip Carrier
Eine IC-Gehäuseform mit SMD-Anschlüssen (Surface-Mounted Device, deutsch: oberflächenmontiertes Bauelement), wobei sich die Anschlüsse an allen vier Seiten des quadratischen Gehäuses befinden können.
Chip/Die
Ein winzig kleines Stück Halbleitermaterials, in das Millionen von diskreten elektronischen Bauelementen eingebettet und miteinander verbunden sind.
Chipgehäuse
Eine hermetisch dichte oder nicht hermetisch dichte Kunststoffummantelung des Chips als Gehäuse für integrierte Schaltungen, mit Herausführungen für alle benötigten Anschlüsse wie Signaleingänge, Signalausgänge, Stromversorgung usw.
Chip-On-Board
Deutsch: Nacktchiptechnologie. Eine Technologie für das Montieren von Bauelementen auf die Leiterplatte, bei der die ICs direkt auf die Leiterplatte gebondet oder durch Drahtbonden, Tape-automatic Bonding (TAB) oder Flip-Chip-Montage angeschlossen werden.
CIM
Siehe „Computer-Integrated Manufacturing“.
CISC
Siehe „Complex Instruction Set Computer“.
Class „B“
Ein Prüfverfahren für Schaltkreise, die für die Verwendung in landgestützten militärischen Systemen vorgesehen sind. Ein solches Verfahren muss den Prüfstandards MIL-STD 883-C und MIL-M-38510 genügen.
Class „S“'
Ein Prüfverfahren für Schaltkreise, die für die Verwendung in militärisch genutzten Satellitensystemen vorgesehen sind. Ein solches Verfahren muss den Prüfstandards MIL-STD 883-C und MIL-M-38510 genügen.
CLC-Filter
Ein Kondensatorfilter mit nachfolgendem LC-Filter. Die Anordnung der drei Bauelemente bildet die Form des griechischen Buchstabens Pi. Daher wird dieses Filter auch als Pi-Filter bezeichnet. Dieses Filter wird in Geräten mit niedrigen Stromstärken eingesetzt.
Closed Architecture
Deutsch: Geschlossene Architektur. Ein System, von dem Designmerkmale und technische Daten nicht offengelegt werden oder nicht für andere Hersteller zugänglich sind. Das System ist außerdem so ausgelegt, dass es inkompatibel mit anderen Werkzeugen und anderer Software ist.
CMOS
Siehe „Complementary Metal-Oxide Semiconductor“.
CMOS2, CMOS3, CMOS35
Weiterentwicklungen der CMOS-Technologie, werden in einer breiten Palette von Anwendungen der Digitaltechnik genutzt.
COB
Siehe „Chip-On-Board“.
Communication Triggering
Ein Element im Menü „A-Event“ des Triggersystems „Pinpoint“. Maskentest Das Triggern der Wellenform auf eine Weise, die einen Vergleich der Wellenform mit einer Maskenvorlage nach Industriestandard ermöglicht. Auswahlmöglichkeiten für das Triggern sind nach AMI, HDB3, BnZS, CMI, MLT3 und NRZ codierte Kommunikationssignale bis zu 1,5 Gbit/s und nach 8b/10b codierte serielle Daten bis zu 6,25 Gbit/s.
Compiler
Ein Softwareprogramm, das in Softwareprogrammen nach Fehlern sucht, die in der für den Compiler vorgesehenen Hochsprache (C, C++ usw.) geschrieben wurden, und das am Ende des Prozesses das entsprechende Softwareprogramm in Maschinencode übersetzt.
Complementary Metal-Oxide Semiconductor
Meist „CMOS“: eine weit verbreitete Halbleitertechnologie für die Herstellung integrierter Schaltungen. CMOS zeichnet sich durch eine im Vergleich zu anderen Technologien deutlich niedrigere Verlustleistung aus. Der n-Kanal als auch der p-Kanal werden auf einem gemeinsamen Substrat realisiert. Durch die sehr geringe Stromaufnahme sind CMOS-Bauelemente besonders für batteriebetriebene Produkte geeignet.
Complex Instruction Set Computer
CISC (engl. für „Rechner mit komplexem Befehlssatz“) ist eine Art von Prozessorarchitektur, bei der ein einzelner Befehl in der Lage ist, aus mehreren Schritten bestehende Operationen auszuführen.
Computer-Aided Design
Deutsch: rechnergestützte Konstruktion. Die Nutzung von Computern mit hochentwickelter, interaktiver Grafiksoftware für Entwicklung, Zeichnen, Überprüfung und Optimierung von technischen Entwürfen aller Art.
Computer-Aided Engineering
Deutsch: rechnergestützte Entwicklung. Die Nutzung von Computern mit hochentwickelter, interaktiver Grafiksoftware für Entwicklung/Zeichnen, Überprüfung und Optimierung von Entwürfen von elektrischen Schaltungen anstatt von Entwürfen physischer Objekte.
Computer-Aided Manufacturing
Deutsch: rechnerunterstützte Fertigung. Die Nutzung von Computern mit hochentwickelter, interaktiver Grafiksoftware für die Abwicklung eines Entwicklungsprozesses durch Planen, Nachvollziehen, Analysieren und Realisieren der Fertigung eines entworfenen Objekts.
Computer-Integrated Manufacturing
Deutsch: computerintegrierte Produktion. Ein Produktions- bzw. Fertigungsprozess, der durchgängig automatisiert ist oder von einem Computer gesteuert wird. Dieser Prozess stellt eine Kombination aus CAD und CAM mit anschließender automatisierter Lagerung und automatisierter Verteilung dar.
Controller Area Network
(CAN): ein auf digitalen seriellen Meldungen basierendes Kommunikationsprotokoll, das die Kommunikation zwischen Mikrocontroller und anderen Peripheriegeräten untereinander ermöglicht. Anfänglich war CAN als Bussystem in Kraftfahrzeugen vorgesehen.
CPU
Siehe „Central Processing Unit“.
Custom Integrated Circuit
Deutsch: kundenspezifische integrierte Schaltung. Eine Schaltkreis oder eine IC, der nach den Anforderungen gemäß den konkreten Vorgaben eines Kunden konzipiert und entwickelt wurde.

D

D/A-Wandler
Eine Schaltung, die digitale Abtastwerte am Eingang empfängt und in ein kontinuierliches analoges Signal am Ausgang umwandelt.
Daisy Chain
Eine Verbindungsarchitektur, bei der die Baugruppen in Reihe miteinander verbunden sind.
Dämpfung
Ein Vorgang, bei dem sich die Amplitude der Welle allmählich verringert und letztendlich null erreicht.
Dämpfungsgrad
Ein Maß dafür, wie schnell ein System die Amplitude (Stärke) der Schwingung in einer bestimmten Zeit verringern kann. Auch als Verhältnis von Dämpfungskonstante zur kritischen Dämpfungskonstante definiert.
Darlington-Schaltung
Eine Schaltung, in der der von einem Bipolartransistor verstärkte Strom nochmals durch einen zweiten Bipolartransistor verstärkt wird.
D'Arsonval-Bewegung
Eine durch die elektromagnetische Auslenkung verursachte Bewegung, bei der die Nadel des Messgeräts ausgelenkt wird, wenn ein Strom durch die Spule geleitet wird.
Data Encryption Standard
Eine 1975 entwickelte und 1981 vom ANSI genormte Form der Secret-Key-Kryptographie (Secret Key Cryptography, SKC), bei der sowohl Verschlüsselung als auch Entschlüsselung anhand ein und desselben Schlüssels erfolgen.
Data/Delay Flip Flop
Auch „D-Flipflop“: ein bistabiler 1-Bit-Speicher, bei dem der Ausgang bei Eingang des Taktsignals den Zustand des Eingangs annimmt.
Datenblock
Ein Datenblock ist eine Anzahl von Daten aus Bits oder Bytes, die normalerweise als Transporteinheit behandelt wird.
Datenbus
Eine Gruppe von Leitern oder Übertragungspfaden auf einer Leiterplatte oder in einem elektronischen System, über die Daten zwischen einer Baugruppe zur anderen übertragen werden.
Datenerfassung
Ein Prozess, bei dem in der Realität vorkommende physikalische oder elektrische Signale wie z. B. eine elektrische Spannung, ein elektrischer Strom, eine Temperatur gemessen und zwecks Weiterverarbeitung in diskrete Werte konvertiert werden.
Datenframe
Eine Reihenfolge von Bits, die aus den zu übertragenden Daten und anderen erforderlichen Informationen wie z. B. Quell- und Zieladresse usw. besteht. Ein Datenframe ist in einem bestimmten Format aufgebaut, das vom vorgesehenen Empfänger verstanden und dekodiert werden kann.
Datenintegrität
Unter Datenintegrität wird die Aufrechterhaltung von Konsistenz und absoluter Korrektheit der Daten über ihre gesamte Lebenszeit und durch alle Phasen wie Speicherung, Abruf, Übertragung usw. hinweg verstanden.
Datenkommunikation
Der Austausch von Daten in analoger oder digitaler Form zwischen Sender und Empfänger über ein entsprechendes Kommunikationsmedium.
Datenkomprimierung
Die Wissenschaft von der Verkleinerung der Datenmenge mit dem Ziel, größere Datenmengen auf kleinem Raum (oder in kürzerer Zeit oder Häufigkeit) redundanzfrei speichern zu können. Durch eine Datenkomprimierung können Daten effizienter und unter Verwendung minimaler Ressourcen übertragen werden.
Datenkonvertierung
Die Umwandlung von Daten von einem Format in ein anderes.
Datenlink
Verbindung zwischen Quell- und Zielort zwecks des Sendens und Empfangens von Daten.
Daten-Multiplexing
Ein Verfahren zum Kombinieren und Senden mehrerer Signale über eine einzige Einrichtung, wobei die Signale anschließend wieder in die einzelnen Signale aufgeteilt werden.
Datenstrom
Eine Datensequenz, die in einem einzigen Vorgang über einen Kommunikationskanal von der Quelle zum Ziel übertragen wird.
Datentransferrate
Die Geschwindigkeit, mit der eine bestimmte Datenmenge von der Quelle zum Ziel übertragen wird.
Datenübertragung
Die Übertragung einer bestimmten Menge an Informationen (Daten über einen dafür vorgesehenen Kanal an das erforderliche Ziel bzw. die erforderlichen Ziele.
Datenübertragungsgeschwindigkeit
Die durchschnittliche Datenübertragungsrate, mit der die Daten eine bestimmte Stelle im Übertragungskanal innerhalb des Systems passieren.
Datenübertragungsrate
Die Menge an digitalen Daten, die in einer bestimmten Zeit über einen Kommunikationskanal übertragen wurde. Die Datenübertragungsrate wird üblicherweise in Bit pro Sekunde oder in Byte pro Sekunde angegeben.
Datenverarbeitung
Durch ein Gerät, meist durch einen Prozessor, an Daten ausgeführte Berechnung oder sonstige erforderliche Aufgabe.
Datenverdichtung
Die Datenverdichtung ist ein Verfahren zur Verringerung der Anzahl von Bits, die für die Abbildung einer Information benötigt werden. Eine Datenverdichtung ermöglicht höhere Kommunikationsgeschwindigkeiten, ohne dass es zu einem Verlust von Informationen kommt.
DAU
Digital-Analog-Umsetzer, siehe „D/A-Wandler“.
Demodulator
Eine Schaltung zum Trennen der eigentlichen Nachrichten/Informationen vom Trägersignal.
Deposition
Ein Phänomen, bei dem die Ionen (+Ve bzw. -Ve) auf der Oberfläche eines Metalls/Substrats angelagert werden.
DES
Siehe „Data Encryption Standard“.
Design Rule Check
DRC, deutsch: Entwurfsregelprüfung. Ein dem Fertigungsprozess vorgelagerter Automatisierungsprozess im Elektronikdesign, der ermittelt, ob das Layout, die Leiterplatte und die Schaltung einer Reihe von als Designregeln bekannten Befehlen genügen.
D-Flipflop
Siehe „Data/Delay Flip Flop“.
Dichtung
Ein mechanisch abdichtendes Material, das zwischen Paarungen von Maschinenelementen oder Rohrleitungen eingebracht wird und dadurch Leckagen verhindert.
Dielektrikum
Ein polarisierbares nichtleitendes Material oder ein polarisierbarer elektrischer Isolator, das bzw. der jedoch selbst keinen Fluss von Ladungsträgern durch es bzw. ihn hindurch zulässt. Wenn ein Dielektrikum jedoch in ein elektrisches Feld eingebracht wird, bewegen sich die Löcher aufgrund der Polarisationswirkung in Richtung der Feldlinien und die Elektronen in die entgegengesetzte Richtung.
Differentieller Tastkopf
Differentielle Tastköpfe sind auf das Erfassen von Signalen optimiert, dessen Bezugspotenzial nicht 0 V ist. Mit Hilfe eines differentiellen Tastkopfs werden Signale gemessen, die sich aufeinander beziehen und nicht gegen Masse/Erde.
Digitale integrierte Schaltung
Eine Art von ICs, die ausschließlich Signale mit Extremwerten wie z. B EIN/AUS verarbeitet und auch binärarithmetische und binärlogische Operationen ausführt.
Digitaler Signalprozessor
Ein digitaler Signalprozessor (engl. Digital Signal Processor, DSP) ist ein Schaltkreis für die mathematische Manipulation von analogen Signalen wie z. B. Schall, mit dem Ziel, das Signal zu verändern oder die Qualität des Signals zu verbessern.
Digitales Oszilloskop
Ein Messinstrument, das über einen A/D-Wandler verfügt, der regelmäßige Änderungen eines elektrischen Vorgangs wie z. B. ein elektrischer Strom oder ein elektrisches Signal in digitaler Form darstellen kann. Ein digitales Oszilloskop tastet die Eingangsspannung in einer voreingestellten Frequenz ab. Auf der X-Achse werden die Abtastungen entlang einer Zeitlinie dargestellt, und auf der Y-Achse die Spannungswerte der einzelnen Abtastungen. Es gibt drei Arten von digitalen Oszilloskopen: das Digital-Phosphor-Oszilloskop (DPO), das Digital-Sampling-Oszilloskop und das Digital-Storage-Oszilloskop (DSO)
Digitales System
Ein System, in dem sämtliche Informationen und Signale entweder durch Binärzahlen oder durch diskrete Werte dargestellt werden.
Digital-Sampling-Oszilloskop
Eine Art von digitalen Oszilloskopen, die Signalabtastungen mit Hilfe der Abtastmethode „Äquivalentzeit-Abtastung“ erfasst und darstellt. Diese Oszilloskopenart wird verwendet, wenn die Genauigkeit von hoher Bedeutung ist, da ein solches Oszilloskop auch dann mit hoher Genauigkeit erfasst, wenn die Frequenzanteile des Signals viel höher als die Abtastrate des Oszilloskops sind.
Digital-Storage-Oszilloskop
Eine Art von digitalen Oszilloskopen, die das Signal durch digitale Abtastung mit Hilfe eines A/D-Wandlers erfasst und außerdem über eine serielle Verarbeitungsarchitektur für die Steuerung von Erfassung, Benutzeroberfläche und Rasterbildschirm verfügt.
Diode
Ein spezielles elektronisches Bauelement, das aus zwei verschiedenen Halbleitersubstanzen, einem p-dotierten Gebiet und einem n-dotierten Gebiet, besteht und einen Stromfluss im Allgemeinen nur in einer einzigen Richtung zulässt.
DIP
Siehe „Dual In-line Package“.
Drain
Einer der drei Anschlüsse des MOSFETs.
DRAM
Siehe „Dynamic Random Access Memory“.
DRC
Siehe „Design Rule Check“.
Drehknopf
Ein Knopf ist ein rundes, mit der Hand erfassbares Bauteil, das auf das Ende einer Welle aufgesteckt ist und das Drehen der Welle ermöglicht. Die Welle schaltet einen Schalter oder betätigt ein Einstellrad.
Drehzahlmesser
Ein Gerät zum Messen der Drehzahl, speziell der Drehzahl von Wellen. Beispiel: Drehzahl der Räder eines Motorrads in min-1.
Dreieckwelle
Eine nicht-sinusförmige Welle, benannt nach ihrer Funktion als lineare, kontinuierliche reelle Funktion mit konstantem Anstieg.
DSO
Siehe „Digital-Storage-Oszilloskop“.
DSP
Siehe „Digitaler Signalprozessor“.
DSR
Siehe „Datenübertragungsgeschwindigkeit“.
Dual In-line Package
Deutsch: zweireihiges Gehäuse. Ein rechteckiger Gehäusetyp für Halbleiter-ICs, bei dem sich zwei Reihen von Anschlussstiften (Pins) parallel zueinander an zwei gegenüberliegenden Seiten befinden.
Durchführungskondensator
Ein Durchführungsisolator liefert den gewünschten Kapazitätswert zwischen dem Durchführungsleiter und dem Metallgehäuse bzw. der Wandung, durch das bzw. die der Leiter durchgeführt ist. Wird in der UHF-Technik als Bypass verwendet.
Durchlassband
Ein Frequenzbereich, der von einem Filter problemlos und ohne Dämpfung durchgelassen wird.
Dynamic Random Access Memory
Ein Typ eines flüchtigen Halbleiterspeichers – eine Matrix aus elektrisch geladenen Positionen, aufgebaut aus Transistoren und Kondensatoren (ein Transistor und ein Kondensator pro Speicherbit). Wird in Computern für den beständigen Zugriff auf und das temporäre Speichern von Daten genutzt.

E

E/A
Siehe „Eingang/Ausgang“.
EBCDIC
Siehe „Extended Binary Coded Decimal Interchange Code“.
Echo
Die Reflexion von Schallwellen nach dem Auftreffen/Zurückprallen von einer Oberfläche.
Echobox
Ein qualitativ hochwertiger Schwingkreis, der zum Messen des Leistungsvermögens von Radaranlagen verwendet wird.
Echtzeit-Abtastung
Ein Abtastmodus, bei dem das Oszilloskop in einer einzigen getriggerten Erfassung so viele Abtastpunkte wie möglich zur Darstellung des Signals erfasst.
ECL
Siehe „Emittergekoppelte Logik“.
Eclipse
Auf dem Gebiet der Computerprogrammierung ist Eclipse eine IDE (Integrierte Entwicklungsumgebung) für mehrere Programmiersprachen. Eclipse besteht aus einem grundlegenden Workspace und einem erweiterbaren Plug-In-System, mit dem die Umgebung angepasst werden kann. Eclipse wurde von Grund auf neu für den Aufbau eines integrierten Werkzeugs für Web- und Anwendungsentwicklung gestaltet.
ECL-Schaltkreis
Siehe „Emittergekoppelter Logikschaltkreis“.
Edison-Akkumulator
Üblicher: „Nickel-Eisen-Akkumulator“. Ein Akkumulator aus Nickel und Eisen. In einem solchen Akkumulator werden Nickeloxid als Kathode, Eisen als Anode und Kaliumhydroxid als Elektrolyt verwendet.
Edison-Effekt
Auch: „Glühemission“. Ein Phänomen, bei dem die Elektronen von einer heißen Oberfläche oder über eine Potenzial-Energie-Barriere durch eine Elektronenröhre zu einem zweiten Element fliegen.
Edison-Sockel
Ein Edison-Sockel ist eine Art Lampensockel; häufig an Glühlampen und Leuchtstofflampen zu finden.
eDRAM
Siehe „Embedded Dynamic Random Access Memory“.
EEPROM
Siehe „Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory“.
Eigenfrequenz
Die niedrigste Resonanzfrequenz einer Antenne, einer elektrischen Schaltung oder eines elektrischen Bauelements wird „Eigenfrequenz“ genannt.
Einbaumessgerät
Ein fest in ein Elektronikgerät eingebautes Messgerät. Solche Messgeräte dienen zur Überwachung des Betriebs des Geräts bzw. der Anlage (z. B. Spannungsmesser für die Batteriespannung in Kraftfahrzeugen).
Einerkomplement
Das Einerkomplement einer Dualzahl wird gebildet, indem alle Nullen zu Einsen und alle Einsen zu Null geändert werden, d. h. alle Bits werden invertiert.
Einfallende Welle
Eine einfallende Welle ist eine Strom- oder Spannungswelle, die sich durch eine Übertragungsleitung von der Quelle zur Last bewegt.
Eingang/Ausgang
Ein Anschluss oder ein Pin an einem Gerät oder Bauelement, der als Schnittstelle zu seiner Außenwelt dient, entweder durch Übernahme von Echtzeitsignalen von außen in das Gerät oder durch Abgabe verarbeiteter Daten nach außen.
Einheit
Eine einzelne Baugruppe oder eine Gruppe von Baugruppen, die selbständig betrieben oder auch für das Ausführen komplexerer Operationen zu Gruppen zusammengebaut werden kann.
Einheitsimpuls
Auch: Dirac-Impuls. Ein Impuls mit einer Amplitude von null, außer an der Stelle der zeitlichen Null. Ein Impuls mit unendlicher Amplitude und einer Breite von null.
Einschubsteckverbinder
Ein meist quadratischer oder rechteckiger Steckverbinder, der hauptsächlich für das elektrische Anschließen von Geräten im Baugruppenträger (Rack) verwendet wird.
Einstellbares Dämpfungsglied
Ein Dämpfungsglied, das die Stärke des Eingangssignals kontinuierlich oder schrittweise und ohne nennenswerte Verzerrungen abschwächt und dabei beständig die Impedanz anpasst.
Einzelbaustein
Ein Halbleiterbaustein, der über wenigstens ein aktives Bauelement verfügt.
E-Kern
Ein aus gestapelten Blechen aufgebauter Kern in der Form des Großbuchstabens „E“. Er wird in Transformatoren und induktiven Wandlern verwendet.
Electrical Rule Check
Ein Schaltkreis wird anhand einer Software analysiert, um sicherzustellen, dass alle elektrischen Verbindungen im Schaltkreis zulässig sind und dass der Schaltkreis keinen potenziellen Gefahren ausgesetzt ist. Dieser Check erkennt ob offene/nicht angeschlossene Signalleitungen vorhanden sind, ob Logikgatter direkt an die Quelle angeschlossen sind usw. und weist den Designer durch entsprechende Fehler- und Warnmeldungen auf Probleme hin.
Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory
Ein spezieller Typ von PROM, dessen gespeicherte Informationen byteweise elektrisch gelöscht werden können. Ein EEPROM ist ein nichtflüchtiger Speicher, der die gespeicherten Daten auch nach Ausschalten der Stromversorgung beibehält.
Elektrische Überlastung
Ein Zustand, in dem ein elektronisches Bauteil oder eine elektronische Schaltung einer höheren Stromstärke oder einer höheren Spannung als zulässig ausgesetzt ist.
Elektrometer
Ein Spannungsmessgerät, das den elektrischen Potenzialunterschied zwischen zwei elektrisch geladenen Körpern misst, ohne dass es zu einem Stromfluss aus der Quelle oder der Schaltung kommt.
Elektron
Ein Elektron ist ein negativ geladenes Elementarteilchen, das sich um einen Atomkern bewegt. eine elektrische Ladung von ca. 1,602 × 10^-19 Coulomb trägt und eine Masse von 9,1066 × 10^-28 Gramm besitzt. Elektronen werden als Primärladungsträger eines elektrischen Stroms angesehen.
Elektrostatische Entladung
Ein unerwartetes, plötzliches Freiwerden/Fließen statischer Elektrizität zwischen zwei elektrisch geladenen Körpern, wenn diese in Kontakt kommen. Es handelt sich hierbei um einen kurzen Impuls unterschiedlichster Stärke, der zum Versagen von Übergangsschichten, Beschädigungen von Kontakten und Durchbrennen von Verbindungsleitungen usw. und dadurch zur Zerstörung des Schaltkreises führen kann.
Embedded Dynamic Random Access Memory
Ein auf Kondensatoren basierender eingebetteter DRAM, der in die ASIC-IC oder den Prozessor integriert ist und im Inneren des großen DRAMs über einen kleinen SRAM verfügt. eDRAMS sind nicht als separate Speicherbausteine verfügbar.
Emitter
Der negative Anschluss eines Transistors. Über einen niedrigen Strom an der Basis kann ein hoher Strom vom Kollektor zum Emitter gesteuert werden.
Emittergekoppelte Logik
Engl. Emitter Coupled Logic, ECL. Eine Familie von schnellen Logikbausteinen, basierend auf Bipolartransistoren im Strombetrieb. Bei ECL wird der Emitter anstatt des Kollektors als Ausgang genutzt. ECL-Bausteine sind schneller als TTL-Logikbausteine, verbrauchen jedoch mehr Strom als TTL.
Emittergekoppelter Logikschaltkreis
eine Art von Schaltstromlogik, mit der hauptsächlich Logikgatter realisiert werden, in denen die Emitter von zwei Transistoren an einen stromführenden Widerstand angeschlossen sind. Daher ist immer nur einer der Transistoren aktiv. Bei dieser Art von Schaltlogik wird das Ausgangssignal vom Emitter des Transistors anstatt vom Kollektor abgegriffen.
Endgehäuse
Eine Kappe/Abdeckung zum Schutz von Kabelanschlüssen an einem Steckverbinder.
EOS
Kurz für engl. Electrical Over-Stress, siehe „Elektrische Überlastung“.
Epitaxie
Das kontrollierte Aufwachsen von Kristallen auf der Oberfläche kristalliner Substrate, bei dem beide Mineralien dieselbe kristallographische Orientierung aufweisen.
EPROM
Siehe „Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory“.
Equivalent-Time-Sampling
Die Äquivalentzeit-Abtastung ist eine Abtastmethode, bei der das Oszilloskop ein Bild eines repetitiven Signals erstellt, indem bei jeder Wiederholung ein kleiner Teil der Informationen erfasst wird. Der Vorteil der Äquivalentzeit-Abtastung besteht in einer effektiveren Abtastrate.
Erasable Programmable Read-Only Memory
Ein spezieller Typ von PROM, dessen gespeicherte Informationen byteweise elektrisch gelöscht werden können, indem der Speicherbaustein ca. 20 Minuten lang einer Ultraviolett-Strahlung ausgesetzt wird. Ein EPROM ist ein nichtflüchtiger Speicher, der die gespeicherten Daten auch nach Ausschalten der Stromversorgung beibehält.
ERC
Siehe „Electrical Rule Check“.
Erdkabel
Ein Kabel für Kommunikation, Stromversorgung oder andere Zwecke, das direkt unter die Erdoberfläche oder in einen Kabelkanal verlegt werden kann. Diese Kabel sind gegen Feuchtigkeit, Nagetiere, Baggerschaufeln und andere Tiefbaumaschinen geschützt.
Erfassungszeit
Die Zeitdauer bis zum Erhalt des Erforderlichen, z. B. die Zeitdauer, bis ein GPS-Empfänger die Position aus den empfangenen Satellitensignalen bestimmt.
Erwerb
Erhalt eines Wirtschaftsguts oder Gegenstand oder Erlernen einer Fähigkeit oder Fertigkeit.
ESD
Kurz für engl. Electrostatic Discharge, siehe „Elektrostatische Entladung“.
Extended Binary Coded Decimal Interchange Code
Zeichencode für alphabetische und numerische Zeichen mit 8 Bit pro Zeichen, hauptsächlich in Betriebssystemen für Mainframes und mittlere Datentechnik von IBM genutzt.

F

Fading
Fading ist die Schwankung der Dämpfung eines Signals bei der Übertragung über das Verbreitungsmedium bei der drahtlosen Kommunikation.
Faktor
Eine Einflussgröße auf das Geschehen, ein Operand einer Multiplikation.
False Clock
Ein Taktsignal, das durch einen Phasenregelkreis gesteuert wird.
False Lock
Ein Zustand, in dem der Phasenregelkreis einer falschen oder nicht korrekten Frequenz folgt.
Fan-out
Ein übliches Vorgehen im Designprozess besteht darin, den Ausgang eines Logikbausteins an mehrere Bausteine anzuschließen. Das Fan-out des Ausgangs eines Logikgatters gibt die Anzahl der Gattereingänge an, an die der Ausgang angeschlossen werden kann.
Farad
Farad ist die SI-Einheit für die Kapazität eines Kondensators. Ein Kondensator hat eine Kapazität von 1 Farad, wenn eine Ladung von 1 Coulomb zu einem Potenzialunterschied von 1 Volt führt.
Faraday-Abschirmung
Eine aus einem leitfähigen Material bestehend Umhüllung, die das elektrostatische Feld abschirmt, ohne dadurch einen Einfluss auf elektromagnetische Wellen auszuüben.
Faraday-Effekt
Der Faraday-Effekt beschreibt die Drehung der Polarisationsebene einer linear polarisierten elektromagnetischen Welle in einem Medium, wenn darin ein magnetischer Fluss parallel zur Ausbreitungsrichtung der Welle herrscht.
Faraday-Konstante
Gibt die Summe der elektrischen Ladung in einer Avogardo-Konstanten entsprechenden Anzahl von Elektronen (1 Mol) an. Die Faraday-Konstante kann durch Dividieren der Avogardo-Konstante durch die Anzahl von Elektronen pro Coulomb berechnet werden, also: F = (6,02 x 10^23) / (6,24 x 10^18) = 96.485,3365 C mol-1.
Faraday'scher Käfig
Eine geschlossene metallische Hülle, die den Innenraum des Käfigs vor elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen abschirmt, indem er das Eintreten bzw. Austreten derartiger Felder und Wellen verhindert.
Fast Time Constant
Auch: Short Time Constant. In einem Radargerät eine Baugruppe zur Unterdrückung von Störsignalen. Die Baugruppe differenziert Echoimpulse, wodurch nur die Vorderflanken der Impulse ausgewertet werden.
FASTBUS
Ein Computerbus-Standard (IEEE 960), der ursprünglich CAMAC bei der Hochgeschwindigkeitserfassung großer Datenmengen ablösen sollte. FASTBUS wurde auf die Beibehaltung von Eigenschaften früherer bedeutender Standards bei gleichzeitiger Erweiterung des Funktionsumfangs von Datenerfassungssystemen ausgelegt.
Fast-Synchron-Orbit
Ein Fast-Synchron-Orbit (engl. Near Synchronous Orbit) ist eine räumliche Beziehung, bei der ein Objekt einen deutlich größeren Körper umkreist, jedoch nicht exakt mit der Geschwindigkeit, die der Rotationsgeschwindigkeit des umkreisten Körpers entspricht. d. h. das Objekt befindet sich nicht ständig über demselben Ort des umkreisten Körpers.
FDDI
Siehe „Fiber Distributed Data Interface“.
Fehler
Ein Defekt in einer Schaltung oder in einem Bauelement, das zu einer Fehlfunktion der Schaltung bzw. des Bauelements führt.
Fehlertoleranz
Die Eigenschaft eines Systems, seine Funktionsweise auch aufrechtzuerhalten, wenn Fehler in der Hard- oder Software auftreten.
Feldeffekttransistor
Eine Gruppe von Transistoren, bei dem der Stromfluss durch einen Kanal erfolgt. Der elektrische Widerstand des Kanals kann durch ein querlaufendes elektrisches Feld gesteuert werden. Feldeffekttransistoren werden meist für die Verstärkung schwacher Signale genutzt.
Feldeffekttransistor mit isoliertem Gate
Engl. Insulated-Gate Field-Effect Transistor, IGFET. Eine Bauform des FETs, dessen Gate durch eine dünne Schicht, meist aus einem Metalloxid, vom Kanal isoliert ist. Alle MOSFETs sind IGFETs.
FEP
Siehe „Fluoriertes Ethylenpropylen“.
Fernübersprechen
Ein Phänomen, bei dem sich das Übersprechen entlang des gestörten Signalkanals in derselben Richtung wie die Nutzsignale bewegt.
Ferrite
Eine Gruppe nichtmetallischer Werkstoffgemische aus Eisenoxid und anderen Oxiden; zeichnen sich durch einen hohen spezifischen elektrischen Widerstand aus.
Ferritperle
Ein passives Bauelement oder eine Art Drossel für die Unterdrückung von Hochfrequenzrauschen.
Ferritschaltkern
Ein Schalter, der das elektrische Feld um 90 Grad dreht und dadurch den Energiefluss durch einen Wellenleiter blockiert.
Ferromagnetisches Material
Eine Art hochmagnetischen Materials, das dauerhaft magnetisiert werden kann. Beispiele: Eisen, Nickel usw.
Festplatte/Festplattenlaufwerk
Ein physisches Speichergerät für das Speichern großer Datenmengen auf einer oder mehreren elektromagnetisch veränderbaren Oberfläche, ermöglicht einen relativ schnellen Zugriff auf die Daten.
Festplatten-Controller
Der Festplatten-Controller ist ein Schaltkreis/Chip in der Festplattenbaugruppe, der die Festplatte anhand der vom Prozessor gesendeten Befehle steuert. Anders gesagt, dieser Controller ermöglicht der CPU die Kommunikation mit der Festplatte.
FET
Siehe „Feldeffekttransistor“.
Fiber Distributed Data Interface
Ein ANSI- und ISO-Standardprotokoll für die Übertragung digitaler Daten über Lichtwellenleiter in LAN-Netzwerken über eine Entfernung von bis zu200 km. FDDI ist in ISO 9314-1/2/3 definiert.
Fibre Channel
Fibre Channel ist ein, meist aus Leitwellenleitern, aufgebautes Netz für die Übertragung von Daten zwischen Computern.
Flächendiode
Ein Halbleiter mit p-dotierten und n-dotierten Materialien, die chemisch verbunden sind. Eine Flächendiode bildet einen p-n-Übergang, der nur in eine Richtung einen Stromfluss zulässt.
Flächenwiderstand
Die Einheit des Flächenwiderstands ist identisch mit der Einheit des elektrischen Widerstands (Ohm). Der Flächenwiderstand ist ein Maß für den elektrischen Widerstand zwischen parallelen Kanten eines Dünnschicht-Widerstands aus Metall oder Halbleitermaterial.
Flankengesteuertes Flipflop
Ein Flipflop, das seinen Zustand zum Zeitpunkt einer positiven (steigenden) Flanke oder zum Zeitpunkt einer negativen (fallenden) Flanke des anliegenden Taktsignals ändert (engl. edge triggered).
Flankensteuerung
Eine Methode für das Aktivieren eines Geräts oder eines Schaltkreises über eine positive oder negative Impulsflanke oder durch einen Taktpuls.
Flankenversatz
Der Flankenversatz (engl. edge skew) ist die Differenz zwischen den Ankunftszeiten zweier gleichzeitig von der gleichen Quelle ausgesendeten Flanken.
Flüchtiger Speicher
Ein Halbleiterspeicherbaustein, bei dem die in ihm gespeicherten Daten bei Ausschalten der Stromversorgung verloren gehen. Das bekannteste Beispiel ist der RAM.
Fluoriertes Ethylen-Propylen
Ein synthetisches Isoliermaterial, eigentlich ein Copolymer aus Hexafluorpropylen und Tetrafluorethylen.
Fotolack
In einem Prozessschritt bei der Herstellung von ICs wird eine dünne Schicht eines lichtempfindlichen Fluids auf den Wafer aufgebracht. Wenn dieses Fluid mit Licht bestrahlt wird, verliert es sein Beständigkeit gegen chemisches Ätzen. Mit diesem Prozess wird die Schaltkreisstruktur (Pattern) auf einen Halbleiterchip übertragen.
Frei liegend
Ein Objekt ohne schützendes Material/Gehäuse, das direkt der Atmosphäre ausgesetzt ist.
Frequenzgang
Der Zusammenhang zwischen Eingangs- und Ausgangssignal eines Verstärkers oder eines sonstigen Systems als Funktion der Frequenz über einen bestimmten Frequenzbereich.
Fresnel-Zonenplatte
Eine aus aufgrund von Beugung und Interferenz wechselweise durchsichtigen und undurchsichtigen Ringen bestehende Glasplatte.
Funkanlagensteuerung
Ein Gerät zum Steuern von Funksendern/-empfängern.
Funkfrequenz
Der für die Funkkommunikation geeignete Frequenzbereich von elektromagnetischen Wellen von 30 kHz bis 300 GHz.
Funkfrequenzspektrum
Ein Frequenzbereich des elektromagnetischen Spektrums, der für TV, Radio und Radar genutzt wird.
Funkgerät
Ein Gerät, das Signale in Form von elektromagnetischen Wellen in einem Frequenzbereich von (näherungsweise) 30 kHz bis 300.000 MHz empfangen kann.
Funkkommunikation
Ein Begriff für ein drahtloses Kommunikationssystem, bei dem die Kommunikation durch elektromagnetische Wellen von 20 kHz bis 300.000 MHz als Übertragungsmedium erfolgt.
Funknetz
Ein Netz von Funkstationen, die untereinander über eine gleiche Frequenz kommunizieren.
Funktelefon
Ein kabelloses Telefonsystem, in dem die Kommunikation über Funksender und Funkempfänger erfolgt.
Funkwellen
Eine Art elektromagnetischer Strahlung, die für die Funkkommunikation geeignet ist. Die Frequenzen dieser Wellen liegen zwischen 3 kHz und 300 GHz, die Wellenlängen sind länger als die der Infrarotstrahlung.

G

GaAs
Siehe „Galliumarsenid“.
GaAs-FET
Siehe „Galliumarsenid-Feldeffekttransistor“.
Galliumarsenid
Eine als Halbleiterwerkstoff fungierende chemische Verbindung aus Gallium [Ga] und Arsen [As]. GaAs wird normalerweise für Hochleistungs- oder Hochfrequenzbauelemente wie z. B. Infrarot-LEDs, Laserdioden, Solarzellen und optische Fenster genutzt.
Galliumarsenid-Feldeffekttransistor
Ein spannungsgesteuertes Halbleiterbauelement aus dem Halbleiterwerkstoff Galliumarsenid (GaAs). GaAs wird speziell für Bauelemente für VHF, UHF und Mikrowellenfrequenzen hergestellt.
Galvanische Trennung
Die galvanische Trennung ist ein Designprinzip zum Isolieren des Funktionsbereichs einer elektrischen Schaltung zwecks Eliminierens von Streuströmen.
Galvanometer
Ein Instrument zum Messen/Erkennen schwacher elektrischen Ströme. Basiert auf einer mechanischen Bewegung, die durch die durch den Strom induzierten elektromagnetischen Kräfte herrührt.
Gamma
Eine veraltete Einheit der magnetischen Feldstärke, entspricht 10-5 Oersted.
Gasentladungsröhre
Eine gasgefüllte Glasröhre, die bei angelegter Spannung einen Strom leitet.
Gasentladungsröhre
Eine Anordnung von Elektroden in einem Gas im Inneren einer isolierenden, temperaturbeständigen Hülle. Eine Entladungsröhre ist ein geschlossenes Gefäß, das ein Gas bei niedrigem Druck enthält. Wenn eine ausreichend hohe Spannung an den Elektroden anliegt, fließt ein elektrischer Strom.
Gate
Der Gate-Anschluss ist einer der drei Anschlüsse an einem FET. Über diesen Anschluss wird der FET gesteuert. Bei Anliegen einer Spannung am Gate-Anschluss wird ein elektrisches Feld aufgebaut, das die Leitfähigkeit des Kanals verändert. Dadurch kann der FET auf LEITEND oder GESPERRT geschaltet werden.
Gate-Anschluss
Ein Anschluss an einem FET, über den der FET gesteuert wird.
Gate-Array
Gate-Arrays sind Semi-Custom-Schaltkreise, die aus einer Anordnung von standardisierten Logikgattern bestehen. Diese Gatter werden durch eine oder mehrere Metallschichten miteinander verschaltet. Auf diese Weise können die vom Kunden gewünschten Funktionen und somit auch kleinere Serien realisiert werden. Grundsätzlich werden Gate-Arrays bis zur ersten Verschaltungsschicht kundenunabhängig vorgefertigt. Diese vorgefertigten Schaltkreise können kostengünstig mit Metallschichten versehen werden, um die vom Kunden vorgegebenen Funktionen zu realisieren.
Gated AGC
Die Gated AGC (AGC = Automatic Gain Control, automatische Verstärkungsregelung) hält den Pegel der Wiedergabe von Audiogeräten „in etwa“ konstant, sodass der Zuhörer den Eindruck einer gleichmäßigen Lautstärke hat. Dieser Schaltkreis lässt die automatische Verstärkungsregelung nur kurzzeitig zu.
Gated-Beam-Detektor
Ein Gated-Beam-Detektor, auch als „Quadraturdetektor“ bezeichnet, erkennt, trennt und verstärkt das empfangene FM-Signal mit Hilfe einer Gated-Beam-Röhre (Doppelstromtorstrahlsteuerungsröhre).
Gauge
Eine (vornehmlich in Nordamerika benutzte) Größenangabe für die Dicke von Blechen und den Durchmesser von Drähten.
Gaußsches Rauschen
Eine Art von Rauschen, bei der die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion der Frequenz gleich der Normalverteilung (Gauß-Verteilung) ist.
Gedämpfte Eigenfrequenz
Die Frequenz eines Messelements bei freier Schwingung und vorhandener Dämpfung.
Gedämpfte Schwingung
Eine Schwingung, die mit der Zeit abklingt.
Gedämpfte Welle
Eine Welle, deren Amplitude sich mit der Zeit verringert, möglicherweise bis auf null.
Geflechtummantelung
Eine nichtmetallische Außenhülle zum Schutz von Leiter und Isoliermaterial.
Gegenmutter
Auch: Kontermutter. Als Gegenmutter werden häufig Muttern mit der halben Dicke der Standardmutter verwendet. Die Gegenmutter wird flächig gegen die zu sichernde Mutter geschraubt. Wenn für eine Standardmutter kein ausreichender Platz vorhanden ist, werden Muttern halber Dicke als Gegenmutter verwendet.
Gegentaktverstärker
Ein Verstärker mit zwei gleichen aktiven Verstärkerkreisen, die das Eingangssignal gegenphasig verstärken und das Ausgangssignal gleichphasig und beide symmetrisch zu Masse abgeben.
Gegentaktverstärker
Ein Verstärker, der anhand einer Phasenumkehrschaltung aus einem Eingangssignal Gegentakt-Ausgangssignale erzeugt.
Gehäusetemperatur
Temperatur des Gehäuses eines Halbleiter-Bauelements unter normalen Betriebsbedingungen.
Gekoppelte Abstimmung
Das gleichzeitige (mechanische) Abstimmen mehrerer Schaltungen.
Generator
Eine Maschine, die mechanische in elektrische Energie umwandelt.
Geräusch
Absichtlich oder unabsichtlich erzeugtes Schallereignis in einer Lautsphäre.
Germanium
Ein sprödes, grauweißes Element der Serie der Halbmetalle, verfügt über Halbleitereigenschaften. Im Periodensystem mit dem Elementesymbol „Ge“ aufgeführt.
Germanium-Fotodiode
Eine Diode, die an einem p-n-Übergang Licht in einen elektrischen Strom bzw. eine elektrische Spannung umwandeln kann.
Geschalteter Kondensator
Ein in der Signalverarbeitung verwendetes elektronisches Bauelement. Ein Kondensator, der über einen Schalter aufgeladen und über einen anderen Schalter entladen wird. Geschaltete Kondensatoren werden für Filter und für Schaltungen für die Signalverarbeitung verwendet.
Gierung
Die Schwingung oder Verdrehung um die vertikale Achse der Bewegung bei einem Schiff oder einem Flugzeug.
Gleichrichter
Ein Gleichrichter ist ein Bauelement / eine Schaltung, die eine am Eingang anliegende Wechselspannung zu einem pulsierenden Gleichspannungssignal am Ausgang umrichtet.
Gleichspannungswandler
Eine elektrische Schaltung, die eine verfügbare Gleichspannung in die benötigte Gleichspannung umwandelt. Am häufigsten in batteriebetriebenen Geräten anzutreffen.
Glühen
Das Phänomen der Lichtemission durch Erhitzen des Glühkörpers.
Glühlampe
In einer Glühlampe wird ein elektrischer Leiter durch elektrischen Strom aufgeheizt und dadurch zum Leuchten angeregt.
Größen-Komparator (Digitaltechnik)
Ein Komparator ist ein digitaler Schaltkreis mit zwei Eingängen und drei Einzelbit-Ausgängen. Derartige Komparatoren vergleichen einzelne Bits. Es können Multibit-Komparatoren für den Vergleich ganzer BCD-Wörter realisiert werden, die außer für „gleich/ungleich“ auch Ausgänge für „größer als“ und „kleiner als“ haben. Solche Komparatoren werden als „Größen-Komparatoren“ bezeichnet.
Grundrauschen
Unerwünschte erfasste Geräusche oder Signale, die das zu beobachtende Ereignis überlagern.
GTO
Siehe „GTO-Thyristor“.
GTO-Thyristor
Ein GTO (engl. Gate Turn-off) ist ein aus vier Halbleiterschichten (PNPN) bestehendes Schaltelement, das in der Leistungselektronik zur Anwendung kommt. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Thyristor kann ein GTO durch Anlegen eines kurzen positiven/negativen Gate-Impulses ein- bzw. ausgeschaltet werden.

H

Halb-Addierer
Auch: Halbadder. Ein Schaltungslogikbaustein, der zwei Bits addiert und das Ergebnis als Summe (engl. sum) und Übertrag (engl. carry) ausgibt.
Halbduplex
Eine Betriebsart der Datenübertragung, bei der die Daten abwechselnd, aber nicht gleichzeitig, gesendet bzw. empfangen werden.
Halbleiter
Ein fester Stoff mit Kristallstruktur, dessen elektrischen Eigenschaften zwischen denen der elektrischen Leiter und der Isolatoren liegen.
Halbleiterbauelement
Ein elektronisches Bauelement, dessen Funktionsweise auf den elektrischen Eigenschaften eines Halbleiters beruht.
Halbwellendipol
Ein Sonderfall der Dipolantenne, bei dem die Länge der Dipolantenne gleich der halben Wellenlänge der Betriebsfrequenz ist.
Halbwellengleichrichter
Auch: Einweggleichrichter. Eine Gleichrichterschaltung, der nur eine Halbwelle der Wechselspannung am Eingang in eine pulsierenden Gleichspannung umwandelt und die andere Halbwelle ignoriert.
Halbwellen-Spannungsverdoppler
Eine transformatorlose Halbwellen-Gleichrichterschaltung, bei der am Ausgang in etwa die doppelte Eingangsspannung anliegt.
Halbwertspunkt
Ein Punkt auf der Leistungskennlinie eines Geräts oder Bauelements, an dem das Gerät oder Bauelement die Hälfte des Maximalwerts erreicht hat..
Hall-Effekt
Das Phänomen des Auftretens eines elektrischen Feldes in einem stromdurchflossener Leiter, der sich in ein Magnetfeld befindet. Die Spannung fällt sowohl senkrecht zur Stromfluss- als auch senkrecht zur Magnetfeldrichtung ab. Halleffektsensoren
Halleffekt-Bauelement
Ein Bauelement, das den Hall-Effekt nutzt. Beispiel: Halleffektsensoren sind eine Art von Näherungssensoren, die bei Annäherung an ein Magnetfeld eine elektrische Spannung erzeugen.
Halt
Ein Befehl zum dauerhaften oder vorübergehenden Stoppen eines Vorgangs.
Hamming-Code
Ein linearer fehlererkennender und fehlerkorrigierender Code für die Telekommunikation, der bis zu zwei gleichzeitig auftretende Bitfehler erkennen und Einzelbitfehler sogar korrigieren kann.
Hamming-Gewicht
Das Hamming-Gewicht einer Zeichenkette ist definiert als die Anzahl der vom Nullzeichen des verwendeten Alphabets verschiedenen Zeichen.
Handshake
Ein Verfahren in der Kommunikationstechnik, bei dem zwei Geräte vor dem Senden der eigentlichen Daten mehrere Signale miteinander austauschen. Anhand dieser Signale vereinbaren die Geräte das Kommunikationsprotokoll und andere Parameter. Die beim Handshake ausgetauschten Signale werden „Handshake-Signale“ genannt. Beispiel: Wenn ein (mittlerweile veraltetes) Telefonmodem mit Schallwandler einen vom Computer gewünschten „Anruf“ einleitet, war das Handshaking deutlich zu hören.
Handshaking
Als Handshaking wird der Austausch von zuvor festgelegten Steuer- und Kontrollsignalen während des Aufbaus einer Verbindung zwischen zwei Modems bezeichnet.
Hardcopy
Eine physische Kopie eines Objekts.
Hard-Tube
Eine Hochvakuum-Elektronenstrahlröhre.
Hardware
Hardware ist, im Gegensatz zu Software, eine physische Komponente oder ein physisches System, das der Ausführung einer bestimmten Funktion dient.
Hardware-Interrupt
Ein von einer Hardwarekomponente wie z. B. einer Tastatur, einem Drucker usw. gesendetes physikalisches Signal, das der Software mitteilt, dass der Prozessor die zurzeit ausgeführte Operation unterbrechen und Operationen höherer Priorität ausführen muss.
Harmonische
Eine Sinusschwingung (oder auch Sinuswelle), deren Frequenz ein ganzzahliges Vielfaches einer Grundfrequenz ist.
Harmonische Verzerrung
Auch: Klirrverzerrung. Wenn am Eingang eines Übertragungssystems eine Sinusspannung angelegt wird, entstehen am Ausgang aufgrund der Nichtlinearität des Übertragungssystems Verzerrungen der harmonischen Schwingungen dieses Eingangssignals.
Hartley-Oszillator
Ein aus zwei Induktivitäten und einem Kondensator bestehender Parallelschwingkreis.
Hauptkeule
Die Hauptkeule ist diejenige Keule im Richtdiagramm einer Richtantenne in Richtung mit der maximalen Energieabstrahlung. Sie weist die höchste Feldstärke auf. Die Hauptkeule wird (selten) auch als „Hauptlappen“ bezeichnet.
Hay-Brücke
Eine Wechselspannungsbrücke aus Kondensatoren und Widerständen zum Bestimmen einer unbekannten Induktivität und eines hohen Gütefaktors (Q > 10) einer Schaltung.
HD/HDD
Siehe „Festplatte/Festplattenlaufwerk“.
HDLC
Siehe „High-level Data Link Control“.
HDX
Siehe „Halbduplex“.
HF
Siehe „Funkfrequenz“.
High-level Data Link Control
Ein Übertragungsprotokoll auf Schicht 2 des OSI-Modells. Dieses HDLC-Protokoll bettet Informationen für Datenflusssteuerung und Fehlerkorrektur in die Datenframes ein.
Hochfrequenzdrossel
Eine Drosselspule, die die Impedanz der Schaltung erhöht und dadurch Hochfrequenzsignale dämpft.
Höchstwerte
Maximal zulässige Werte für Betriebsparameter, unter denen ein Bauelement oder Gerät bei einer bestimmten Betriebstemperatur ohne Zustandsverschlechterung oder Beschädigung betrieben werden kann.
Höhere Programmiersprache
Eine maschinenunabhängige Programmiersprache zum Abfassen von Computerprogrammen, die einer menschlichen Sprache (meist Englisch) sehr entfernt ähnelt.
Hohlleiter
Auch: Wellenleiter. Eine leitfähige hohle Metallröhre beliebiger Form, die speziell auf den Transport elektromagnetischer/hochfrequenter Wellen ausgelegt ist.
Hohlleiter-Betriebsmodus
Ein Hohlleiter kann in zwei grundsätzlichen Modi betrieben werden: „transvers-elektrisch“ (TE) und „transvers-magnetisch“ (TM).
Hohlleiter-Duplexer
Ein Hohlleiter-Duplexer besteht aus TR-Röhren (Transmit-Receive-Röhren) und ATR-Röhren (Anti-Transmit-Receive-Röhren) in einer Resonanzkavität und ist auf bestimmte Weise in ein Hohlleitersystem eingebunden. Um einen Schaltvorgang zu erreichen, können Resonanzkavitäten-TR-Röhren, direkt oder indirekt, in Hohlleiter eingebaut werden.
Hohlleiter-Schraube
Ein schraubenförmiges leitfähiges Material, das zur Impedanzanpassung verwendet wird.
Hohlleiter-Stiftblende
Ein leitfähiges Material, das zur Impedanzanpassung verwendet wird.
Homogene Übertragungsleitung
Eine Übertragungsleitung mit einem konstanten Verhältnis V/I über die gesamte Länge und bei der sich die elektrischen Eigenschaften (wie R, C und L) konstant über die gesamte Länge erstrecken.
Hülse
Ein kurzer Metallring / eine kurze Metallhülse für Crimp-Verbindungen an abgeschirmten und Koaxialkabeln; dient zur Sicherung der mechanischen Verbindung.
Hybridschaltung
Eine miniaturisierte elektronische Schaltung, die aus mehreren Arten von Bauelementen, z. B. aktiven Bauelementen, passiven Bauelementen usw. auf einer Leiterplatte oder auf einem IC besteht.

I

I2C
Ein Bus-Protokoll für einen aus 2 Leitungen bestehenden seriellen Bus. Mit diesem Protokoll können Peripherie-ICs über eine simple Kommunikationshardware miteinander kommunizieren.
I2L
Siehe „Integrierte Injektionslogik“.
IC
Siehe „Integrierte Schaltung“.
IC Synchros
Der Begriff „IC Synchros“ (IC = Interior Communikation) bezieht sich auf Synchros (Drehmelder) mit interner Kommunikation. Synchros mit Möglichkeit der Umkehr der Drehrichtung und mit Begrenzung des Drehmoments
IDC
Siehe „Schneidklemmentechnik“.
IDE
Siehe „Integrated Drive Electronics“.
Idempotenzgesetz
In der Booleschen Algebra besagt das Idempotenzgesetz, dass eine Verknüpfung eines Objekts durch logische Addition oder logische Multiplikation mit sich selbst eine logische Summe bzw. ein logisches Produkt ergibt, das dem Objekt entspricht (also: A + A = A, A x A = A).
Identitätskomparator
Ein Schaltkreis, der zwei Binärzahlen vergleicht. Ein Größenkomparator kann zusätzlich auch auf „Größer als“ und „Kleiner als“ testen.
Idle-Channel Noise
Rauschen in einem Kommunikationskanal, wenn kein Signal am Kanal anliegt.
IEEE 1284
Ein Standard für die bidirektionale, parallele Hochgeschwindigkeitskommunikation zwischen einem PC und externen Peripheriegeräten. IEEE 1284 definiert fünf unterschiedliche Funktionsmodi für die Übertragung von Daten in den folgenden Richtungen: vorwärts (Computer zu Peripherie), rückwärts (Peripherie zu Computer) oder bidirektional (nur eine Richtung gleichzeitig).
IGBT
Siehe „Bipolartransistor mit isoliertem Gate“.
IGFET
Siehe „Feldeffekttransistor mit isoliertem Gate“.
Impedanz
Die Impedanz (Z) (auch: Wechselstromwiderstand) ist der Scheinwiderstand einer elektrischen Schaltung oder eines elektrischen Bauelements gegenüber einem Wechselstrom. Dieser Scheinwiderstand Z setzt sich aus dem ohmschen Widerstand R (auch: Wirkwiderstand, Resistanz) und dem Blindwiderstand X (Reaktanz) der kapazitiven (Xc) und der induktiven  (Xl) Komponenten zusammen: Z = R + jX
Impedanzanpassung
Durch Impedanzanpassung (auch: Leistungsanpassung) wird die Quelle (Ausgangswiderstand) eines Signals optimal an die Last (Eingangswiderstand) angepasst.
Impedanzmessbrücke
Mit einer Impedanzmessbrücke (auch: Universalmessbrücke) können Widerstandswerte von ohmschen Widerständen, Kapazitätswerte von Kondensatoren, Induktivitätswerte von Induktionsspulen und Verlustfaktoren und Gütefaktoren von Schwingkreisen gemessen werden.
Implosion
Der Gegensatz zur Explosion. Eine Implosion ist der plötzliche Zusammenbruch eines Objekts in sich selbst.
Impuls
Eine Wellenform mit einer steigenden und einer fallenden Flanke und einer gewissen Breite zwischen den Flanken wird „Impuls“ genannt. Ein Impuls stellt eine plötzliche Änderung der Spannung dar, ähnlich der Spannungsänderung bei Ein- und Wiederausschalten eines Leistungsschalters.
Impulsstörung
Zufällig verteilt auftretende Energiespitzen, unregelmäßige Impulse oder Rauschspitzen kurzer Dauer mit hoher Spektraldichte und relative großer Amplitude.
IM-Verzerrung
IM-Verzerrung steht für „Intermodulationsverzerrung“ (auch: Zwischenmodulationsverzerrung) und ist eine (unerwünschte) Amplitudenmodulation durch nichtlineare Überlagerung zweier oder mehrerer unterschiedlicher Frequenzen.
Inkohärenz
Inkohärenz liegt vor, wenn Wellen die gleiche Frequenz, jedoch unterschiedliche Phasen haben. So ist z. B. das von der Sonne ausgehende Tageslicht oder elektrisch erzeugtes Licht inkohärent, da dieses Licht von einzelnen, zusammenhangslosen Atomen ausgeht.
Integrated Drive Electronics
Eine standardisierte elektronische Schnittstelle zwischen dem Datenbus der Hauptplatine eines Computers und den Festplattenlaufwerken eines Computers. Die IDE-Schnittstelle wird auch als „ATA-Schnittstelle“ bezeichnet.
Integration auf Chip-Niveau
Integrieren der Funktionen und / oder Techniken mehrerer Chips auf einen einzigen Chip. Der neu entworfene Chip verfügt über die Eigenschaften aller Vorgängerchips. Dadurch wird das Design noch kompakter und kostengünstiger.
Integrierte Injektionslogik
Die Logikfamilie „Integrierte Injektionslogik“ (IIL) ist eine Schaltungstechnik für integrierte digitale logische Gatter, bei der mehrere Bipolartransistoren pro Schaltstufe eingesetzt werden, um den Integrations LSI (Large Scale Integration) realisieren zu können.
Integrierte Schaltung
Auch: integrierter Schaltkreis (engl. Integrated Circuit, IC). Ein winzig kleines Stück Halbleitermaterials, in das Millionen von diskreten elektronischen Bauelementen eingebettet und miteinander verbunden sind. Beispiele für integrierte Schaltungen sind Verstärker, Oszillatoren, Timer, Mikroprozessoren und Computerspeicher.
Intelligent DiscreteTM
Ein moderner Leistungs-MOSFET, der mehrere aktive Elemente enthält und dadurch zusätzlich zu den Funktionen eines herkömmlichen MOSFETs Überwachungsfunktionen (Stromstärke, Temperatur usw.) realisieren kann.
Intelligent Power ICTM
Eine integrierte Schaltung, in die eine Vielzahl von Funktionen wie z. B. Leistungselektronik, Analogfunktionen und Logikfunktionen integriert sind.
Invertieradapter
Ein Hardwareadapter, der an beiden Enden über die gleichen Steckverbinder-Partner (Stecker auf Stecker bzw. Buchse auf Buchse) verfügt.
Invertierender Ringzähler
Siehe „Johnson-Zähler“.
Isolator
Ein Material bzw. ein Gegenstand der den elektrischen Strom nicht leitet.

J

J1850
J1850, gültig für alle Landkraftfahrzeuge für Straßen und Geländeeinsatz, ist ein SAE-Standard, der ein serielles Datenprotokoll für ein Datenübertragungsnetz Klasse B definiert.
Jabber
Jabber ist eine offene, abgesicherte, auf dem „Extensible Messaging and Presence Protocol“ (XMPP) basierende Technologie für das Instant Messaging.
JBOD
Siehe „Just-a-Bunch-Of-Disks“.
JEDEC
Siehe „Joint Electron Device Engineering Council“.
Jitter
Als „Jitter“ wird eine Schwankung der Taktperiode von Flanke zu Flanke oder eine leichte Genauigkeitsschwankung eines Signals gegenüber seiner Idealposition auf der Zeitachse bezeichnet.
Jitter-Toleranz
Die Jitter-Toleranz ist ein Maß dafür, welches Ausmaß an Jitter ein System tolerieren kann, bevor ein Fehler auftritt.
JK-Flipflop
Ein JK-Flipflop wird durch das Vorschalten einiger Logikgatter vor ein D-Flipflop realisiert. Es wird auch als „Universal-Flipflop“ bezeichnet, da es auf die Funktion eines SR-Flipflops, eines D-Flipflops oder eines T-Flipflops konfiguriert werden kann.
Johnson-Rauschen
Eine Bezeichnung für „thermisches Rauschen“ oder „weißes Rauschen“ aufgrund der freien Bewegung der Elektronen.
Johnson-Zähler
Ein Johnson-Zähler ist eine Art von Ringzählern, bei dem der Ausgang des letzten Flipflops invertiert und auf den Eingang des ersten Flipflops übertragen wird. Dieser Zähler wird auch als „Invertierender Ringzähler“, „Möbius-Zähler“ oder „Twisted-Ring-Zähler“ bezeichnet.
Joint Electron Device Engineering Council
Kurz: JEDEC. Eine Organisation, die offene Standards und Publikationen für die Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie. Die JEDEC ist weltweit anerkannt. Der Zugang ist für jedermann offen.
Joint Test Action Group
Ein Synonym für den IEEE-Standard 1149.1 „Standard Test Access Port and Boundary-Scan Architecture“, der eine Methodik für das Testen und Debuggen integrierter Schaltungen Hardware auf Leiterplatten beschreibt.
Joule
Joule ist die SI-Einheit für Energie und Arbeit (SI = frz. Système international d’unités, Internationales Einheitensystem). Ein Joule entspricht einer Arbeit, die von einer Kraft von 1 Newton über einen Weg von 1 Meter verrichtet wird (1 Joule [J] = 1 Newton Meter [N m]).
Joystick
Ein Joystick ist ein Zeigergerät, das für Computerspiele und in der Unterstützungstechnologie verwendet wird. Der Joystick wandelt physische Bewegungen in elektrische Signale um, die durch Rechenbausteine wiederum zu einer aus 1en und 0en bestehenden logischen Binärfolge umgewandelt werden.
JTAG
Siehe „Joint Test Action Group“.
Jumper
Eine kleine Steckbrücke mit zwei Anschlüssen und einem kurzen Leiter, die auf Kontakte von Stiftleisten gesteckt werden und so Teile einer elektrischen Schaltung zuschalten oder trennen.
Just-a-Bunch-Of-Disks
„Nur ein Haufen Festplatten“: eine Gruppe von Festplatten, die jedoch nicht zu einer RAID-Konfiguration (Redundant Array of Independent Disks) konfiguriert wurden.

K

Kabel
Ein Leiter oder eine Gruppe von Leitern in einer Isolierung für die Übertragung von elektrischen Signalen (Stromkabel) oder Daten (Netzwerkkabel) oder Lichtwellen (Lichtwellenleiter).
Kabel, Koaxial-
Ein Kabel aus einem physikalischen Kanal, der das Signal leitet und mittig von einem weiteren physikalischen Kanal mit einer Isolierschicht zwischen den beiden Kanälen umgeben ist, wobei beide Kanäle derselben Achse entlang verlaufen.
Kabelbaum
Ein Bündel von Kabeln oder Leitungen zum Verbinden eines Systems mit einem Untersystem.
Kabelbaum
Bündelung von einzelnen Leitungen und Kabeln. Ein solcher Kabelbaum wird als eine einheitliche Baugruppe in ein System ein- und ausgebaut.
Kabelmantel
Eine oder mehrere Schichten von Schutzmaterial über ein Kabel zum Halt und Schutz der Leiter im Inneren.
Kabelmodem
Ein Gerät, das über Koaxialkabel als Schnittstellenbrücke zwischen Computern und dem Internet fungiert.
Kabelrinne
Auch „Kabelpritsche“ oder „Kabelträger“. Auf eine Kabelrinne werden für Stromversorgung und Kommunikation genutzte Elektrokabel abgelegt.
Kabelschelle
Metallschellen, mit denen das Kabel entlang seines Verlaufs befestigt wird. Metallschellen sorgen für die mechanische Sicherung des Kabels und somit für eine bessere Signalübertragung, indem sie mechanische Belastungen des Kabels minimieren, Stöße und Vibrationen dämpfen usw.
Kabelschuh
Ein kleines Metallteil für das Anklemmen von elektrischen Leitungen an einen Anschluss.
Kabelträger
Ein Kabelträger ist eine Vorrichtung zur Unterbringung und zum Schutz von Kabeln an sich bewegenden Teilen. Der Kabelträger sorgt dafür, dass das Kabel bei der Bewegung nur minimalen mechanischen Belastungen ausgesetzt wird und dass Personen in der Nähe nicht durch das Kabel verletzt werden.
Kabelummantelung
Auch „Kabelbewehrung“: ein zusätzliches Schutzmaterial wie z. B. Stahlband oder Stahldraht zur Umhüllung der eigentlichen Leiter.
Kabelummantelung
Eine Schutzumhüllung für das eigentliche Kabel.
Kabelverlust
Signalverlust im Kabel aufgrund eines Defekts in der Abschirmung, eines losen Kontakts an einem Steckverbinder, eines losen Kabelendes usw.
Kabelverteiler
Ein Gerät mit zwei oder mehr Anschlüssen an einer der Seiten. Der Kabelverteiler teilt das elektrische Signal eines Kabels gleichmäßig auf alle seine Ausgangsanschlüsse auf.
Kabelzugentriegelung
Eine an Schnelltrenn-Steckverbindungen angebrachte Vorrichtung, die ein Lösen und Trennen des Steckverbindungspaars durch Ziehen an einem Draht oder Seil ermöglicht.
Kalman-Filter
Das Kalman-Filter ist ein Satz von mathematischen Gleichungen für eine linear-quadratische Abschätzung.
Kapazität
Das Verhältnis zwischen den auf beiden Platten gespeicherten elektrischen Ladungen und dem Potenzialunterschied zwischen den Platten. Die Kapazität bezeichnet einfach die Fähigkeit eines Kondensators, elektrische Ladung zu speichern.
Kapazitive Kopplung
Übertragung von Energie von einer Stufe einer Schaltung zur nächsten oder von einer Schaltung zu einer anderen über einen Kondensator.
Kapazitive Last
Eine Art von Last, bei der der kapazitive Blindwiderstand die anderen Anteile übersteigt und dadurch der Strom der Spannung vorauseilt.
Kapazitiver Blindwiderstand
Der interne Widerstand eines Kondensators, der dem Stromfluss beim Laden und Entladen des Kondensators einen Widerstand entgegensetzt.
Karnaugh-Tafel
Die Karnaugh-Tafel ist ein grafisches Hilfsmittel für ein systematisches und schrittweises Vereinfachen Boolescher Ausdrücke. Dieses Tafel-Verfahren wurde von Veitch vorgeschlagen und von Karnaugh modifiziert und wird daher als Karnaugh-Tafel oder Veitch-Diagramm oder auch als Karnaugh-Veitch-Symmetrie-Diagramm bezeichnet.
Kartenzieher
Ein Kartenzieher wird für das Entnehmen von Kommunikations- und Steuerplatinen aus einem Platinenträger verwendet.
Kaskadenverstärker
Auch „Stufenverstärker“. Ein mehrstufiger Verstärker, bei dem die einzelnen Stufen hintereinander geschaltet sind. Das Ausgangssignal der einen Verstärkerstufe ist gleichzeitig das Eingangssignal der nächstfolgenden Verstärkerstufe.
Kaskadierung
Hintereinanderschaltung von mehreren Stromkreisen in Reihe.
K-Band
Als K-Band ist ein Bereich des elektromagnetischen Frequenzspektrums von 18 GHz bis 26,5 GHz definiert.
KC
Die Einheit „Kilocycle“ entspricht 1.000 Zyklen. KC wird als inoffizielle Einheit für Kilohertz verwendet.
Keep-Out
„Keep-Out“ (deutsch: Freifläche) ist eine Fläche auf der Leiterplatte, die aufgrund des Wärmemanagements, der Kühlung oder aufgrund von Montagebeschränkungen nicht genutzt werden kann.
Kelvin
Kelvin ist eine Maßeinheit für die Temperatur.
Kernel
Der Kernel ist eine Softwarekomponente, die den zentralen Bestandteil des Betriebssystems eines Computers bildet.
Ketten-Spannungsteiler
Eine in Signalgeneratoren und anderen Schaltungen verwendete Anordnung von symmetrischen Abschnitten, um Spannungen und Ströme in vorgegebenen Verhältnissen zueinander aufzuteilen.
Key Clicks
Deutsch: Tastgeräusche. Störungen die durch plötzliches Ein- und Ausschalten der Leistungsstufe mit entsprechenden schnellen Stromspitzen entstehen. Diese Störungen treten als „Klicks“ oder „dumpfe Schläge“ auf.
Key-Click-Filter
Key-Click-Filter werden im Tastsystem eines Continuous-Wave-Senders eingesetzt, um Störungen zu verhindern.
Kilo
„Kilo“ ist ein Präfix vor SI-Einheiten und bedeutet „1.000-faches“ bzw. 10^3.
Kilowattstunde
Die Kilowattstunde ist eine Maßeinheit für die Energie. 1 kWh ist definiert als die Energie, die ein System mit einer Leistung von 1 Kilowatt innerhalb 1 Stunde aufnimmt bzw. abgibt.
Kinetische Energie
Die Energie, die einem Körper aufgrund seiner Bewegung innewohnt. Die kinetische Energie eines Körpers ist im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig: Masse (m) und Geschwindigkeit (v). Die kinetische Energie errechnet sich aus KE = 1/2 * m * v^2.
Kirchhoffsche Sätze
Die beiden Kirchhoffschen Sätze sind ein grundlegendes Werkzeug für das Berechnen elektrischer Stromkreise. Der erste Kirchhoffsche Satz lautet: „In einem Knotenpunkt eines elektrischen Netzwerkes ist die Summe der zufließenden Ströme gleich der Summe der abfließenden Ströme“. Dieser Satz wird auch als „Knotenpunktsatz“ oder „Knotenpunktregel“ bezeichnet. Der zweite Kirchhoffsche Satz lautet: „Alle Teilspannungen eines Umlaufs bzw. einer Masche in einem elektrischen Netzwerk addieren sich zu null.“. Dieser Satz wird auch als „Maschensatz“ oder „Maschenregel“ bezeichnet.
Klemmbrett
Eine Platte oder Tafel aus isolierendem Material, auf die Anschlussblöcke/Anschlüsse montiert sind.
Klemmenbolzen
Ein Anschluss mit einem Gewindebolzen, auf das die Leitung aufgesteckt und mit einer Schraubenmutter befestigt wird.
Klemmenplan
Auch „Verdrahtungsplan“. Eine bildliche Darstellung der Leiterverbindungen eines Geräts / einer Anlage.
Klystron-Leistungsverstärker
Ein Klystron ist ein Leistungsverstärker mit Hochleistungs-Linearstrahl-Elektronenröhren und wird in Hochfrequenzanwendungen wie z. B. Radar, Satelliten- oder Breitband-Hochleistungskommunikation, Medizin und Hochenergiephysik eingesetzt.
Knick (einer Magnetisierungskennlinie)
Der Knick ist der Punkt der größten Krümmung einer Magnetisierungskennlinie. an diesem Punkt tritt Sättigung auf.
Knopfröhre
Auch „Eichelröhre“. Eine sehr kleine Elektronenröhre, die der Form einer Eichel ähnelt und sehr kleine, dicht beieinander angeordnete Elektroden enthält. Dieser Röhrentyp wird typischerweise in Hochfrequenz-Anwendungen genutzt.
Kohlemikrofon
Ein Wandler, der Schall in ein elektrisches Audiosignal umwandelt. Ein Kohlemikrofon besteht aus zwei Metallplatten, zwischen denen sich ein Graphitgranulat befindet. Die nach außen weisende Platte ist sehr dünn und fungiert als Membran. Wenn Schall auf die beweglich Platte trifft, kommt es zu Vibrationen im Graphitgranulat, wodurch sich der elektrische Widerstand des Granulats verändert. Die Widerstandänderung wird durch eine elektrische Schaltung ausgewertet und der Schall wird in ein elektrisches Signal konvertiert.
Kohlewiderstand
Ein Widerstand, dessen Widerstandsschicht aus Kohlepartikeln besteht.
Kollektor
Einer der drei Anschlüsse eines Transistors. Bei einem NPN-Transistor wird die verstärkte Ausgangsgröße vom Kollektor abgegriffen.
Komparator
Ein elektronisches Bauelement oder Gerät, das einfach nur die beiden Eingangssignale miteinander vergleicht. Das Ausgangssignal ist vom Typ des verwendeten Komparators abhängig.
Kondensator
Ein aus zwei leitfähigen, durch ein nichtleitendes Material (Dielektrikum) voneinander getrennten Platten bestehendes Bauelement, das zum Speichern elektrischer Ladung dient.
Kondensatormikrofon
Eine Art Mikrofon, bei dem eine starre Platte fest arretiert ist und eine zweite, flexible Platte als Membran dient. Die beiden Platten bilden einen Kondensator. Da sich die flexible Platte aufgrund der Vibrationen bzw. Schallwellen bewegt, verändert sich die Kapazität des Kondensators, wodurch die Schallenergie in elektrische Energie umgewandelt wird.
Konfektioniertes Kabel
Ein Kabel, dass bereits, installationsfertig und einsatzbereit, an einem oder an beiden Enden mit Anschlüssen versehen ist.
Kontaktplan
Der Schaltplan einer Schaltlogik mit Schaltzeichen der Bauelemente und der zugrunde liegenden Verdrahtung.
Kopfhörer
Ein kleines Gerät, das elektrische Wellen zu Schallwellen umwandelt.
Kreisgüte
Auch: Güte, Gütefaktor. Ein dimensionsloses Maß, definiert als Quotient aus Blindleistung durch Wirkleistung bei Resonanzfrequenz.
Kupferverluste
Auch: Wärmeverluste. Kupferverluste sind Leistungsverluste in elektrischen Geräten und Maschinen wie z. B. Transformatoren aufgrund des Stromflusses durch einen Widerstand R.
KWh
Siehe „Kilowattstunde“.

L

Lackleinen
Mit Firnis oder Öl getränktes Leinen- oder Baumwollgewebe. Wird als Isolierband verwendet.
Ladungsspeicherdiode
Eine Ladungsspeicherdiode ist in der Lage, einen Strom in Sperrrichtung deutlich schneller zu unterbinden als andere Dioden.
Laminat
Ein Werkstoff, der aus zwei oder mehr flächig miteinander verbundenen Materialschichten besteht.
Lampe
Ein elektrisches Bauteil, das elektrische Energie zu Licht umwandelt.
Lampentreiber
Eine kleine integrierte Schaltung, die den für eine Lampe erforderlichen Strom liefert. Ein solcher Treiber wandelt die anliegende Spannung und den anliegenden Strom auf die für die Lampe benötigten Werte um.
LAN
Siehe „Local Area Network“.
Large-Scale Integration
Ein Grad der Miniaturisierung von integrierten Schaltungen. Beim Grad „Large Scale Integration“ sind 100 bis 5.000 Gatteräquivalente bzw. 1.000 bis 16.000 Bits an Speicher auf einem Einzelchip (IC) integriert.
Laser
LASER ist ein Akronym von „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“ (Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung). Eine Lichtquelle, die kohärentes Licht einer schmalen Bandbreite des Wellenspektrums abgibt.
Latch
Ein Latch ist ein Logikbaustein zum Speichern von Informationen. Das Latch fragt seine Eingänge ununterbrochen ab und ändert die Ausgänge entsprechend unmittelbar und unabhängig von einem Taktsignal.
Latch-Up
Die Eigenschaft einiger Operationsverstärker, in positiver oder negativer Sättigung zu verbleiben, nachdem die maximale Eingangsspannungsdifferenz erreicht ist.
Latticefilter
Ein Latticefilter ist ein Filter, das aus vier in Reihe geschalteten Zweigen besteht, die eine Gitterstruktur bilden.
Laufzeit
In der Informatik ist die Laufzeit ein Maß für die Zeit zwischen dem Start der Ausführung eines Programms und der Beendigung des Programms.
Layout Versus Schematic
Eine Softwarekomponente zum Vergleichen von Schaltplan und Layout. Ziel dieses Vergleichs ist es sicherzustellen, dass das Layout der integrierten Schaltung dem Schaltplan entspricht.
L-Band
Als L-Band ist ein Bereich des elektromagnetischen Frequenzspektrums von 1 GHz bis 2 GHz definiert.
LCC
Siehe „Leadless Chip Carrier“.
LC-Filter
Ein LC-Filter wird auch als „Induktivitäts-Kapazitäts-Filter“ bezeichnet. Es ist eine Kombination aus Induktivitätsfilter und Kapazitätsfilter, die hauptsächlich in Stromversorgungsgeräten eingesetzt wird, wenn die Spannungsregelung besonders wichtig ist und wenn relativ hohe Ausgangsströme bei sich verändernden Lasten auftreten.
LC-Glied
Wie der Name andeutet, ist ein LC-Glied eine aus einer Leistungsspule (Induktivität L) und einem Kondensator (Kapazität C) bestehende Schaltung. Unter bestimmten Gegebenheiten werden diese Schaltungen auch als „Resonanzkreis“, „Schwingkreis“ oder „abgestimmter Schwingungskreis“ bezeichnet.
Leadless Chip Carrier
Ein Gehäusetyp für SMD-Bauelemente. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff oder Keramik. Der Kontakt zum Sockel bzw. zur Leiterplatte wird über J-förmig nach innen gebogene SMD-Anschlüsse hergestellt.
LED
Siehe „Leuchtdiode“.
Leerlauffrequenz
Die Differenz zwischen der Frequenz des Eingangssignals und der Frequenz des Pumpsignals eines parametrischen Verstärkers. Die Bezeichnung „Leerlauffrequenz“ ergibt sich daraus, dass diese Frequenz, bei herkömmlichen parametrischen Verstärkern, ein mehr oder weniger nutzloses Nebenprodukt des Parameterisierungsvorgangs ist.
Leerlaufstrom
Der durch einen Stromkreis fließende Strom, wenn der Stromkreis keinerlei Last bedient
Leerlaufverlust
Die Leistung, die ein Bauelement oder eine Baugruppe für die Aufrechterhaltung seiner Funktion verbraucht, ohne dass ein Eingangssignal anliegt.
Leerlaufzustand
Der Zustand einer elektrischen Schaltung, wenn an der Schaltung kein Eingangssignal anliegt.
Leistungs-BiMOS
Ein Leistungs-BiMOS (Bipolar Metal Oxide Semiconductor) ist eine integrierte Schaltung, welche die Vorteile von Hochspannungs-MOS-Transistoren und Hochspannungs-Bipolartransistoren auf einem einzelnen, monolithischen Chip vereint. Diese Schaltkreise können höhere Spannungen und höhere Stromstärken als herkömmliche BiMOS-Schaltkreise bewältigen.
Leistungs-MOSFET
Ein Leistungs-MOSFET ist ein Typ von MOSFET (Metal Oxide Semiconductor Field-Effect Transistor) zum Schalten hoher Stromstärken. Aufgrund der niedrigen Ansteuerungsleistung, der hohen Schaltgeschwindigkeit und der hervorragenden Parallelschaltbarkeit sind Leistungs-MOSFETs die am weitesten verbreiteten Bauelemente der Leistungselektronik.
Leistungstransistor
Leistungstransistoren sind Halbleiterbauelemente mit drei Anschlüssen und werden zum Verstärken oder zum Schalten elektronischer Signale und elektrischer Ströme genutzt. Ein Leistungstransistor ist ein Transistor, der auf hohe Stromstärken und Leistungen ausgelegt ist. Leistungstransistoren finden sich in Audiogeräten und in Schaltnetzwerken.
Leiter (elektrischer)
Jedes Material oder Objekt, das die Eigenschaft der elektrischen Leitfähigkeit aufweist, d. h. den Fluss eines elektrischen Stroms durch sich ermöglicht
Leiterplattenverstärkung
Ein starres Objekt, das an eine Leiterplatte befestigt wird. Eine Verstärkung für eine Leiterplatte in Form einer länglichen, elektrisch leitfähigen Leiste aus Metall.
Leiterstruktur
Eine Schaltungsstruktur, bei der die Bauelemente leiterförmig angeordnet sind.
Leitschaufel-Axialventilator
Ein Axialventilator mit Luftleitschaufeln vor oder hinter dem Flügelrad. Durch die Leitschaufeln verbessert sich das Betriebsverhalten von Axialventilatoren, insbesondere wenn diese gegen einen Druck betrieben werden.
Leitungsabschluss
Ein Bauteil, das an ein freies Ende einer Übertragungsleitung oder eines Wellenleiters aufgebracht wird und dafür sorgt, dass die gesamte aus der Signalquelle ankommende Energie absorbiert wird.
Leitungskanal
Umschlossene physische Kanäle oder Bahnen für elektrische oder andere Drähte, Leitungen und Kabel, die die Drähte, Leitungen und Kabel vor allgemeinen Einflüssen und Umwelteinflüssen schützen.
Leuchtdiode
Auch: LED, engl. Light-Emitting Diode. Ein mit einer bestimmten Menge an Verunreinigungen dotiertes Halbmaterial. Die Verunreinigungen erzeugen einen p-n-Übergang, der bei Stromfluss in Durchlassrichtung sichtbares Licht emittiert. Es können nahezu alle Farben realisiert werden.
Lichtwellenleiter
Ein Lichtwellenleiter ist eine dünne, drahtähnliche Struktur, Faser genannt, aus Glas oder bestimmten Kunststoffen für die Übertragung großer Datenmengen in Form von Licht und mit Lichtgeschwindigkeit.
Lichtwellenleiterkabel
Ein Kabel aus superdünnen Fasern aus Glas oder anderen lichtdurchlässigen Materialen für die Datenübertragung in Netzwerken über große Entfernungen und mit sehr hohen Bandbreiten (Gigabit-Netze) in Lichtgeschwindigkeit.
Lineare integrierte Schaltung
Eine integrierte Schaltung, deren Ausgangssignale linear den anliegenden Eingangssignalen folgen.
Local Area Network
Die Abkürzung für „Local Area Network“ ist LAN. Ein LAN ist ein Netzwerk, das sich über relativ kleine räumliche Bereiche (z. B. Bürogebäude, Schulgebäude usw.) erstreckt und aus einer Reihe von Computern und zugehörigen Geräten besteht, die über eine gemeinsame Kommunikationsleitung oder über eine Drahtlosverbindung miteinander kommunizieren.
LOCalized Oxidation Of Silicon
Ein Fertigungsprozess, bei dem auf der ausgewählten Oberfläche des Silizium-Wafers die Bildung von Siliziumdioxid zugelassen wird, um die gewünschte Si-SiO2-Grenzschicht zu erhalten.
Loch (Defektelektron)
Ein Defektelektron ist ein (gedachtes) positiv geladenes Elementarteilchen, das sich um einen Atomkern bewegt. eine elektrische Ladung von ca. 1,602 × 10^-19 Coulomb trägt und eine Masse von 9,1066 × 10^-28 Gramm besitzt. Elektronen werden als Primärladungsträger eines elektrischen Stroms angesehen.
LOCOS
Siehe „LOCalized Oxidation Of Silicon“.
Logik
Eine Logik ist eine Struktur aus Bauelementen, die eine Funktion realisieren, speziell eine Struktur aus digitalen Logikelementen, die Boolesche logische Funktionen ausführen.
Logikanalysator
Ein Logikanalysator ist ein Gerät, das den Zeitverlauf von mehreren logischen Pegeln/Signalen eines digitalen Systems / einer digitalen Schaltung bildlich darstellen kann. Ja nach Ausstattungsgrad können diese Geräte die Daten in Zeitverlaufsdiagramme, Protokollcodes, Prozessorzustände, Assemblersprache oder sogar Assemblersprache mit Quellcode-Software konvertieren.
Logikpegel-MOSFET
Ein MOSFET, der die Logikpegel der Microcontrollereinheit direkt verarbeiten kann, wodurch Puffer entfallen.
Logiksynthese
Die Logiksynthese ist ein Prozess, in dem eine abstrakte Form, typischerweise auf RTL (Register Transfer Level) des gewünschten Verhaltens eines Schaltkreises in ein aus Logikgattern bestehendes Design umgesetzt wird. Für diesen Prozess werden Hardwarebeschreibungssprachen wie z. B. VHDL und Verilog genutzt.
LSI
Siehe „Large-Scale Integration“.
Lüfter
Ein Gerät, das mit einem Elektromotor dünne, starre Blätter/Flügel antreibt und dadurch einen Luftstrom erzeugt, der für Kühlen / Lüften und andere Aufgaben genutzt wird.
LVS
Siehe „Layout Versus Schematic“.
LWL-Steckverbinder
Der Lichtwellenleiter-Steckverbinder wird an das Ende eines Lichtwellenleiters angebracht und ermöglicht das Verbinden von zwei Lichtwellenleitern ohne Spleißen.
LWL-Verbindung
Eine Kommunikationsverbindung, bei der Informationen über Lichtwellenleiter gesendet und empfangen werden.

M

Magic-T-Abzweig
Ein „Magic-T-Abzweig“ ist ein Hohlleiter-Abzweig mit vier Anschlüssen, eine Kombination aus E-Ebenen-T-Abzweig und H-Ebenen-T-Abzweig.
Magnetdraht
Ein Magnetdraht, auch als „Spulendraht“ bezeichnet, ist ein isolierter elektrischer Leiter, normalerweise aus Kupfer oder Aluminium, in Motoren, Transformatoren und anderen elektromagnetischen Geräten und Maschinen. Wenn an einen zu einer Spule gewunden Magnetdraht eine Spannung angelegt wird, erzeugt der Magnetdraht ein elektromagnetisches Feld. Dieses Phänomen wird zur Energiewandlung und auch in einer Vielzahl von Systemen und Produkten der Kommunikationstechnik wie z. B. Computer, Telefone, Mobiltelefone, Spielekonsolen und Fernsehempfängern genutzt.
Magnetenregel
Die Magnetenregel besagt, dass sich gleiche Magnetpole gegenseitig abstoßen und dass sich ungleiche Magnetpole gegenseitig anziehen.
Magnetfeld
Magnetfelder werden durch elektrische Ströme erzeugt. Die SI-Einheit für die magnetische Flussdichte (die „Stärke“ eines Magnetfelds) in einem Magnetfeld ist Tesla.
Magnetische Feldlinien
Magnetische Feldlinien sind gedachte Feldlinien, die die Richtung des magnetischen Flusses darstellen, wobei die Tangente in jedem Punkt der Richtung des Feldvektors in diesem Punkt entspricht.
Magnetische Hystereseschleife
Wenn ein Stoff einem magnetischen Wechselfeld ausgesetzt wird, ändert verläuft die Magnetisierung des Stoffs in Form eines „Magnetische Hystereseschleife“ genannten geschlossenen Kreislaufs. Die magnetische Hystereseschleife stellt die Beziehung zwischen der induzierten magnetischen Flussdichte und der Magnetisierungskraft (magnetische Feldstärke) dar. Diese Schleife wird auch „B-H-Schleife“ genannt.
Magnetische Induktion
Die magnetische Induktion ist ein Prozess, bei dem ein Stoff durch ein externes Magnetfeld magnetisiert wird. Die magnetische Induktion ist eine Vektorgröße, die als Maß für die „Stärke“ des Magnetfelds dient.
Magnetischer Abschaltmechanismus
Ein magnetischer Abschaltmechanismus verwendet einen Elektromagneten. Dieser Mechanismus findet sich in Schutzschaltern. Mit steigender Stromstärke steigt auch die magnetische Anziehungskraft einer Spule. Durch diese Kraft wird ein Abschaltmechanismus betätigt.
Magnetischer Fluss
Der magnetische Fluss ist ein Maß für die „Stärke“ eines Magnetfelds, das eine bestimmte Fläche durchläuft. Die SI-Einheit für den magnetischen Fluss ist Weber. Im CGS-System wird der magnetische Fluss in Maxwell angegeben.
Magnetismus
Der Magnetismus ist ein physikalisches Phänomen, das sich u. a. als Anziehungs- bzw. Abstoßungskraft zwischen verschiedenen Stoffen äußert.
Magnetkopf
Ein Magnetkopf ist ein hochgenau gefertigter Elektromagnet für das Beschreiben/Lesen eines magnetischen Speichermediums durch Umwandlung elektrischer Signale in magnetische Wechsel (Schreibvorgang) und durch Umwandlung magnetischer Wechsel zurück in elektrische Signale (Lesevorgang).
Magnetkreis
Ein Magnetkreis ist ein geschlossener Pfad eines magnetischen Flusses.
Magnetmikrofon
Ein Magnetmikrofon hat eine Membran, auf die Schallwellen einwirken. Diese Membran ist mit einem Magnetanker verbunden, der die Reluktanz eines Magnetfelds um eine Spule herum ändert.
Magnetpole
Die Magnetpole sind Bestandteile eines Magneten an den gegenüberliegenden Enden eines Magneten, in denen sich die Flusslinien verdichten.
Magnetrongenerator
Eine Elektronenröhre, in der Elektronen durch ein elektrisches Radialfeld zwischen der Kathode und einer oder mehreren Anoden und durch ein axiales Magnetfeld beschleunigt werden. Das Ergebnis ist ein Hochenergie-Elektronenstrahl, der den Resonanzkreis, den das Magnetron darstellt, verlassen kann.
Magnetverstärker
Auch: Transduktor. Ein Magnetverstärker ist ein elektromagnetisches Bauteil zum Verstärken elektrischer Signale für die Regelung des Flusses einer Leistung zu einer Last. Die Wirkungsweise beruht auf dem Sättigungseffekt von Magnetkernen.
Make-Before-Break
Bei einem elektrischen Umschalter oder Schütz bedeutet dies, dass der Schließer während des Umschaltvorgangs bereits schließt, bevor der Öffner öffnet. Dadurch hat der Mittelkontakt kurzzeitig Kontakt mit beiden Außenkontakten.
Manchester-Code
Ein in der Datenübertragung verwendeter Leitungscode, bei dem auch das Taktsignal mitcodiert wird.
Mark
Der Standard RS-232 definiert zwei Zustände für Datensignale: „logisch 1“ und „logisch 0“. Der Zustand „Hochpegel“, oder logisch 1“, wird als „Mark“ bezeichnet.
Marking
„Marking“ bezeichnet die Art und Weise der Kennzeichnung von Bauelementen und Baugruppen mit Artikelnummer, Datencode und Herstellungsort.
Maschinensprache
Eine Sprache auf der untersten Ebene, die direkt vom Computer verstanden werden kann. Ein in Maschinensprache notiertes Programm kann schnell und unmittelbar ausgeführt werden, da es nicht erst in Maschinencode übersetzt werden muss.
Maske
Eine Maske sorgt bei logischen Operationen dafür, dass nur erforderliche Daten abgerufen und alle anderen Daten blockiert werden. Diese „Maskierung“ kann durch bitweise Operatoren erfolgen.
Masken-ROM
Ein normaler ROM, der anhand eines üblichen Maskenprozesses hergestellt wurde.
Masse (Elektrotechnik)
Ein gemeinsamer Referenzpunkt in einer elektrischen/elektronischen Schaltung, zu der alle Parameter gemessen werden.
Maßeinheit
Eine anerkannte Vereinbarung, die das Vergleichen von Größen gleichartiger Natur ermöglicht.
Master Oscillator Power Amplifier
Meist: MOPA. Ein Oszillator, dem eine HF-Trennverstärkerstufe nachgeschaltet ist.
Master-Oszillator
Ein Oszillator, der Modulator-Steuerfrequenzen für eine Reihe von Kanälen oder Kanalgruppen bereitstellt oder steuert.
Master-Slave-Flipflop
Ein getaktetes Flipflop, das aus einem Master und einem Slave besteht, die bei gegensätzlichen Taktflanken des Taktsignals getaktet werden.
Master-Slave-Timing
Ein Timing-System in einem Kommunikationssystem oder Computernetzwerk, in dem eine einzige Station oder ein einziger Knoten die Zeitbasis für alle anderen angeschlossenen Stationen bzw. Knoten liefert.
Maximale Taktfrequenz
Die maximale Taktfrequenz ist die höchste Frequenz, die an den Takteingang eines ICs angelegt werden darf, bei der der IC noch ordnungsgemäß funktioniert. Sie wird als „fmax“ angegeben.
Maximale Verlustleistung
Die höchste zulässige Verlustleistung, die ein Bauteil oder ein Gerät abführen kann, ohne dass Überhitzung eintritt. Verlustleistungen werden in Watt angegeben.
Maximum Safe Operating Area
Deutsch: maximaler sicherer Arbeitsbereich. Gibt bei Bauelementen der Leistungselektronik den maximal zulässigen Bereich bezüglich Spannung-Strom-Verhältnis bei einer Gate-Spannung gleich oder kurz über dem Schwellwert an.
Maximum Usable Frequency
Kurz: MUF. Die bei Funkübertragung durch Reflexionen an der Ionosphäre (d. h. Kurzwellenfunk) höchste Frequenz, die durch Reflexion an einer der Ionosphärenschichten übertragen werden kann.
Maximum-Length-Sequence
Eine Maximum-Length-Sequence (kurz: MLS, deutsch: Folge maximaler Länge oder Maximalfolge) ist eine pseudozufällige Folge der Länge P = 2N - 1, wobei N eine natürliche Zahl und P die Periodizität angibt.
Maxterm
Ein Maxterm in einem Booleschen Ausdruck ist eine Summe von Literalen, in denen jede Eingangsvariable einmal und nur einmal auftritt.
Maxwell
Im CGS-System die Maßeinheit für den magnetischen Fluss, entspricht 1 Gauß pro Quadratzentimeter.
Maxwell-Brücke
Eine Art der Wheatstone-Brücke aus Kondensatoren und Widerständen zum Bestimmen einer unbekannten Induktivität und eines niedrigen Gütefaktors einer Schaltung.
MCT
Siehe „MC-Thyristor“.
MC-Thyristor
Engl. MOS-Controlled Thyristor. Ein spannungsgesteuerter Thyristor mit einer sehr dünnen, in MOS-Technologie (Metal Oxide Semiconductor) integrierten Schaltung oder Oberseite der Hochleistungsthyristor-Elemente. Dadurch kann ein MC-Thyristor schon mit einem sehr kleinen Gate-Strom auf Durchgang geschaltet/gesperrt werden.
MCU
Siehe „Mikrocontroller“.
MDO
Siehe „Mixed-Domain-Oszilloskop“.
Medium-Scale Integration
Ein Grad der Miniaturisierung von integrierten Schaltungen. Beim diesem Grad sind 10 bis 1.000 Gatteräquivalente bzw. 1.024 Bits an Speicher auf einem Einzelchip (IC) integriert.
MegaFET
Ein von Intersil verwendeter Begriff für die von dieser Firma hergestellte neueste Generation an Leistungs-MOSFETs mit einer Zellendichte von 1.9 Millionen Zellen je Quadratzoll. MegaFETs gibt es für Spannungen hinauf bis zu 1.200 V und mit Durchlasswiderständen hinab bis zu 10 Milliohm.
Mehrschichtvaristor
Ein Varistor aus wechselnden Schichten aus Halbleiter- (Keramik) und Elektrodenmaterial. Diese Art von Varistoren verfügen über hervorragende Eigenschaften bezüglich des Bewältigens von elektrischen Strömen.
MESFET
Siehe „Metall-Halbleiter-Feldeffekttransistor“.
Messerschalter
Ein Messerschalter besteht aus einem in einem Scharnier gelagerten Metallhebel, der zwischen spaltförmige oder backenförmige Kontakte eingeführt bzw. aus ihnen herausgezogen werden kann.
Messgrößen-Aufnehmer
Auch: Messaufnehmer, Messfühler. Eine beliebige Vorrichtung für das Herstellen einer Verbindung zwischen der zu messenden Größe und der Messeinrichtung.
Metall-Halbleiter-Feldeffekttransistor
Engl. Metal Semiconductor Field Effect Transistor, MeSFET. Eine Bauform von Feldeffekttransistoren, bei der sich der Kanal direkt neben einem Gate aus Metall befindet, das den Halbleiter berührt.
Metalloxid-Halbleiter
Eine Technologie der Mikroelektronik, bei der ein Metalloxid (Siliziumdioxid) als Isolierschicht verwendet wird.
Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor
Engl. Metal Oxide Semiconductor Field Effect Transistor, MOSFET. Ein spannungsgesteuertes Bauelement, das einen Stromfluss in Abhängigkeit von einer anliegenden Spannung steuert.
Metalloxid-Varistor
Ein Varistor, ein spannungsabhängiger Widerstand, ist ein Halbleiterbauelement mit zwei Anschlüssen, das eine nichtlineare, von der anliegenden Spannung abhängige Widerstandskennlinie aufweist. Er wird häufig zum Schutz von elektrischen Schaltungen durch Ableiten vor sehr kurzzeitigen Überspannungen verwendet.
Mikrocomputer
Ein System aus E/A-Bausteinen, CPU, Speicher und allen notwendigen Peripheriebausteinen für den vollen Funktionsumfang eines Computers.
Mikrocontroller
Ein hochintegrierter Schaltkreis, bei dem ein Prozessor, Speicher, E/A-Peripheriebausteine, Timer/Counter, Kommunikationsports usw. auf einem einzigen Chip integriert sind.
Mikroprozessor
Ein Prozessor bzw. eine CPU mit allen für das Ausführen von logischen und arithmetischen Operationen und von Steuerungsaufgaben benötigten Bausteinen, integriert auf einem einzigen Chip. Peripheriebausteine müssen über entsprechende Schnittstellen extern angeschlossen werden.
Mil
Eine Maßeinheit für die Länge, entspricht einem Tausendstel (10-3) Zoll (0,0254 Millimeter). Das Mil wird oft für die Angabe von Dicken von Metallblechen, Durchmessern von Drähten usw. verwendet.
Mixed-Domain-Oszilloskop
Kurz: MDO. Ein digitales Oszilloskop mit drei Arten von Eingängen: eine kleine Anzahl von Analogkanälen, eine große Anzahl von Digitalkanälen und einem einzelnen HF-Kanal. Ein MDO stellt eine Kombination aus HF-Spektrumanalysator mit einem MSO (Mixed-Signal-Oszilloskop) dar und ermöglicht zeitkorrelierte Darstellungen von Signalen aus dem Digital-, Analog- und HF-Bereich.
Mixed-Signal-Oszilloskop
Eine Bauart von digitalen Oszilloskopen mit größeren Anzeigekanälen, die analoge und digitale Signale gleichzeitig anzeigen kann
Monostabiler Multivibrator
Ein Multivibrator mit nur einem stabilen Zustand.
MOPA
Siehe „Master Oscillator Power Amplifier“.
MOS
Siehe „Metalloxid-Halbleiter“.
MOSFET
Siehe „Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor“.
MOS-Transistor
MOSFET-Transistoren werden gelegentlich auch als „MOS-Transistoren“ bezeichnet. Ein MOSFET ist ein spannungsgesteuertes Bauelement, das einen Stromfluss in Abhängigkeit von einer anliegenden Spannung steuert.
MOV
Siehe „Metaloxid-Varistor“.
MPU
Siehe „Mikroprozessor“.
MSI
Siehe „Medium-Scale Integration“.
MSO
Siehe „Mixed-Signal-Oszilloskop“.
Multiplexer
Ein Halbleiterbauelement, das mehrere Eingangssignale zu einem einzigen Signal zusammenfassen und mit höherer Geschwindigkeit über einen einzelnen Kanal senden kann. Das zusammengefasste Signal kann anschließend wieder durch einen Demultiplexer in die einzelnen Signale zerlegt werden.
Multiplexing
Ein Prozess, der mehrere Analogsignale oder digitale Datenströme zu einem einzigen Signal zusammengefasst und mit deutlich höherer Geschwindigkeit über einen einzelnen Kanal gesendet werden.
Multiplizierer
Eine analoge Schaltung, die das mathematische Produkt zweier Eingangssignale erzeugt und als Ausgangssignal ausgibt.
Mux
Siehe „Multiplexer“.

N

Nacheilende Last
Eine überwiegend induktive Last, eine Last, bei der der Strom der Spannung nacheilt.
Nacheilender Strom
Ein Wechselstrom, der seinen Spitzenwert in der Periode zeitlich nach dem Spitzen wert der den Strom verursachenden Wechselspannung erreicht.
Nahes Ende
Nahes Ende (engl. Near End) ist die Senderseite eines Übertragungskanals.
Nahübersprechen
Das Nahübersprechen (engl. Near End Crosstalk, NEXT) ist eine Art von Störung zwischen zwei Leiterpaaren in einem Kabel, die am nahe Ende (auf Senderseite) empfangen wird.
NAND
NAND ist eine logische Funktion, bei der der Ausgang FALSE („0“ bzw. LOW) ist, wenn beide, und nur beide, Eingänge FALSE („0“ bzw. LOW) sind.
NAND-Gatter
Ein NAND-Gatter der Digitalelektronik ist ein Logik-Gatter, bei dem Ausgang FALSE („0“ bzw. LOW) ist, wenn beide, und nur beide, Eingänge FALSE („0“ bzw. LOW) sind.
NAND-Schaltung
Eine Binärbaugruppe NAND ist eine Kombination aus den Funktionen NOT und AND. Bei der Funktion NAND ist der Ausgang FALSE („0“ bzw. LOW), wenn beide, und nur beide, Eingänge FALSE („0“ bzw. LOW) sind.
Nano
„Nano“ ist ein Präfix von SI-Einheiten und bedeutet „ein Billionstel“ bzw. 10 e-9. Das Symbol für Nano ist das „n“.
N-ary-Code
Der N-ary-Code ist ein Code mit n signifikanten Zuständen; n ist eine positive Ganzzahl größer als Eins.
Negation
Die Negation ist das Komplement eines logischen Ausdrucks.
Negative Elektrode
In einer elektrolytischen Zelle wird die negativ geladene Elektrode als „Kathode“ bezeichnet.
Negative Logik
Als „Negative Logik“ werden logische Schaltungen bezeichnet, bei denen der höhere Spannungspegel den Zustand LOW („0“ bzw. FALSE) und der niedrigere Spannungspegel den Zustand HIGH („1“ bzw. TRUE) repräsentiert.
Negative Rückkopplung
Bei der negativen Rückkopplung, auch als „Gegenkopplung“ bezeichnet, ist das rückgekoppelte Signal gegenüber dem Eingangssignal phasenverschoben.
Negative Vorspannung
Eine negative Vorspannung ist eine an einer Elektrode eines elektronischen Bauteils anliegende, bezüglich Masse negative Spannung.
Negativer Temperaturkoeffizient
Ein negativer Temperaturkoeffizient bedeutet, dass der elektrische Widerstand bei steigender Temperatur sinkt.
Negativer Wechsel
Ein negativer Wechsel tritt in der negativen Halbwelle einer Sinuswelle auf.
Negativer Widerstand
Einige Bauelemente und Schaltungen besitzen die Eigenschaft eines negativen Widerstands, d. h. bei einem Erhöhen der anliegenden Spannung nimmt der Widerstand zu, wodurch die Stromstärke entsprechend sinkt.
Negativ-Klemmschaltung
Eine Schaltung, die nur während der positiven Halbwelle leitet.
Negativ-Widerstandselement
Negativ-Widerstandselemente sind Bauelemente oder Schaltungen, die eine Kennlinie mit einem Teilbereich aufweisen, in dem der Widerstand negativ ist, d. h. bei einem Erhöhen der anliegenden Spannung nimmt der Widerstand zu, wodurch die Stromstärke entsprechend sinkt.
Negieren
In der Booleschen Algebra bedeutet „Negieren“ die Komplementbildung.
Nennleistung
Die Nennleistung eines Bauelements/Geräts gibt die Maximalleistung an, mit der das Bauelement/Gerät problemlos betrieben werden kann.
Neon
Neon ist ein farbloses, geruchloses und chemisch inaktives gasförmiges Element. Es wird in elektrischen Lampen, elektronischen Röhren und in Anzeigeelementen verwendet.
Neonlampe
Eine Neonlampe besteht aus einer Glasbirne oder einem Glasrohr, gefüllt mit Neon unter niedrigem Druck. Bei einer an den Elektroden der Lampe anliegender Spannung leuchtet das Neon.
Netzliste
Eine ASCII-Datei, in der die Bauelemente einer entworfenen Schaltung und die elektrischen Verbindungen zwischen diesen Bauelementen aufgeführt sind. Die Datei kann auch Attributinformationen enthalten.
Netzspannung
Die in einem Stromversorgungsnetz (Niederspannungsnetz) verwendete elektrische Spannung für das Übertragen von Elektroenergie zum (Normal)-Verbraucher. Die Netzspannung bewegt sich normalerweise in einem bestimmten Bereich, der in den einzelnen Ländern durch Normen vorgegeben ist. In den USA gibt es die zwei Stromnetze mit 117 V bzw. 234 V, im Vereinigten Königreich und in Deutschland beträgt dieser Wert 230 V. Diese Werte können sich jedoch ändern.
Netzstecker
Ein mechanisches Bauteil (Steckverbinder), das als elektrische Schnittstelle/Brücke zwischen einem elektrischen/elektronischen Gerät (oder einer sonstigen elektrisch betriebenen Einrichtung) und der Stromversorgungsquelle dient.
Netzwerk
Ein Verbund von Computersystemen, Endgeräten und/oder Datenkommunikationseinrichtungen.
Netzwerkarchitektur
Als „Netzwerkarchitektur“ wird das logische und das strukturelle Layout eines aus Übertragungseinrichtungen, Software und Kommunikationsprotokollen und Infrastruktur (verkabelt oder kabellos) für die Übertragung von Daten und zur Verbindung zwischen den Komponenten bestehendes Netzwerks bezeichnet.
Netzwerkkarte
Engl. Network Interface Card, NIC. Eine Schnittstellenkarte, die eine Hardwareverbindung eines Computers mit einem lokalen Netzwerk (z. B. Ethernet) bereitstellt.
Neunerkomplement
Im Zahlensystem der Dezimalzahlen wird das Neunerkompliment gebildet, indem jede Ziffer in der Zahl einzeln von Neun subtrahiert wird.
Neutral
Weder positiv noch negativ.
Neutralisierung
Der Vorgang des Entgegenwirkens bzw. „Neutralisierens“ der Auswirkungen von Kapazitäten zwischen Elektroden.
Neutralitätsgesetz
In der Booleschen Algebra besagt das Neutralitätsgesetz, dass die Summe aus 0 und einer beliebigen Zahl oder Variablen gleich der beliebigen Zahl oder Variablen ist und dass das Produkt aus 1 und einer beliebigen Zahl oder Variablen gleich der beliebigen Zahl oder Variablen ist (also: A + 0 = A, A * 1 = A).
N-Halbleiter
Ein Halbleiter, der mit Donatoratomen dotiert wurde und dadurch zu einem Störstellenleiter vom Typ N wird. Bei einem Störstellenleiter vom Typ N ist die Elektronenkonzentration deutlich höher als die Konzentration der Löcher. Da die Elektronen die Majoritätsladungsträger sind, erfolgt die Stromleitung durch Elektronen. Die Löcher bilden die Minoritätsladungsträger.
Nibble
Ein Nibble ist eine Gruppe von 4 Bits (ein Halbbyte), die als einheitliches Ganzes behandelt wird. Ein Nibble wird üblicherweise als einzelne Hexadezimalziffer dargestellt.
NIC
Siehe „Netzwerkkarte“.
Nichtflüchtiger Speicher
Ein Halbleiter-Speicherbaustein, der die in ihm gespeicherten Daten auch bei ausgeschalteter Stromversorgung beibehält. Das bekannteste Beispiel für nichtflüchtigen Speicher ist der ROM.
Nickelchromdraht
Ein Nickelchromdraht besteht aus einer Nickel-Chrom-Legierung und weist einen hohen elektrischen Widerstand auf. Wenn ein ausreichend hoher Strom durch einen Nickelchromdraht fließt, erwärmt sich der Draht.
Nixie-Röhre
Eine mit Neongas gefüllte Elektronenröhre, die Drähte in der Form von Ziffern und/oder sonstigen Symbolen enthält. Die Drähte, an denen eine Spannung anliegt, glühen auf.
N-Kanal-FET
Ein N-Kanal-FET ist ein spannungsgesteuertes Bauelement, bei dem nur eine einzige Art von Ladungsträgern (Elektronen) für den Stromfluss sorgt.
NMOS
NMOS ist die Abkürzung für „N-type Metal Oxide Semiconductor (N-dotierter Metalloxid-Halbleiter). Ein NMOS ist ein MOSFET-Typ, bei dem die vorherrschenden Ladungsträger im Halbleiterkanal die Elektronen sind.
NPN-Transistor
Ein Bipolartransistor, bei sich die Basis aus einem p-dotierten Material (Material mit positiven Ladungsträgern) zwischen zwei n-dotierten Materialien (Material mit negativen Ladungsträgern) befindet. Die n-dotieren Materialien sind dann Emitter bzw. Kollektor.
Nullabgleich
Ein geringfügiger Abgleich an einem Messinstrument, um im unbelasteten Zustand eine Ausgangsgröße von null zu erreichen.
Nullauffüllen
Das Zurücksetzen aller Positionen auf null, indem die Inhalte geändert oder gelöscht werden.
Nullauffüllung
Das Auffüllen aller Speicherspuren mit Nullen.
Nullbit-Stopfen
Ein Bitstopfverfahren in der Datenübertragung, bei dem nach einer Folgen von 1-Bits ein 0-Bit eingefügt wird, um sicherzustellen, dass die Daten nicht als Steuersignal missverstanden werden.
Nulldurchgangsdetektor
Eine elektrische Schaltung, die einen Ausgangsimpuls erzeugt, wenn das Eingangssignal einen Nulldurchgang ausführt. Wird zum Triggern anderer Schaltungen genutzt.
Nullen
Das Abgleichen eines Geräts oder Instruments auf seine elektrische Nullposition.
Nullkraftsockel
Engl. Zero Insertion Force Socket. Eine Bauform einer Fassung für ICs/Bauelemente, bei der beim Einsetzen/Entnehmen des Bauelements anhand eines Hebels oder einer Schraube nahezu keine Kraft aufgewendet werden muss.
Nullpotenzial
Das Potenzial am Masseanschluss einer elektrischen Schaltung.

O

Obere Frequenzgrenze
Die maximale Frequenz, die eine Schaltung ohne Eliminierungen oder Abschneideffekte passieren kann.
Oberes Seitenband
Der Frequenzanteil mit den Frequenzen die höher als die Frequenz des Trägers sind.
Obergrenze
Der höchste zulässige Wert einer Größe.
Objektcode
Der Objektcode wird von einem Compiler oder Interpreter durch Übersetzen des Quellcodes erzeugt. Er wird in Objektdateien abgelegt und stellt die Eingabedaten für den Linker dar.
Offline
„Offline“ sind Computer, die physikalisch, jedoch nicht elektrisch mit einem Computernetzwerk oder mit anderen Geräten verbunden sind und daher nicht von diesen direkt kontrolliert werden können.
Offline-Test- und Messgeräte
Geräte für das Testen und Eingrenzen von Störungen in Modulen und anderen Baugruppen, die vom System isoliert wurden.
Offset
Die Offset-Spannung eines Operationsverstärkers ist die Spannung, die zwischen den beiden Eingängen anliegen muss, damit am Ausgang eine Spannung von 0 Volt anliegt.
Off-Set Null
Zwei als „Off-Set Null“ markierte Pins (am 8-Pin-Gehäuse Pin 1 und Pin 5). Wenn diese beiden Eingänge auf dieselbe Spannung gelegt werden, muss am Ausgang 0 Volt anliegen.
Off-The-Shelf
Ein nicht weiter angepasstes Produkt, das gebrauchsfertig auf Lager oder im Einzelhandel verfügbar ist.
Ohm
Die SI-Einheit für den elektrischen Widerstand. Wenn bei einer Spannung von 1 Volt ein Strom von 1 Ampere fließt, beträgt der Widerstand des Leiters zwischen diesem Spannungsabfall 1 Ohm.
Ohmmeter
Ein Ohmmeter ist ein Messgerät mit einer Ohm-Skala bzw. mit einer Skala mit Bruchteilen und Vielfachen von Ohm, das zum Messen und Anzeigen der Größe des elektrischen Widerstands von Leitern, Isolatoren und sonstigen Materialien genutzt wird.
Ohm'sches Gesetz
Das Ohm'sche Gesetz besagt, dass die Stromstärke durch einen elektrischen Leiter zwischen zwei Punkten direkt proportional zum Potenzialunterschied zwischen diesen zwei Punkten ist. Als Formel ausgedrückt, lautet das Ohm'sche Gesetz V = I * R, mit V als Potenzialunterschied, I als Stromstärke und R als Widerstand des Leiters.
Ohm-Wert
Der Ohm-Wert gibt den elektrischen Widerstand in Ohm an.
Oktalzahlensystem
Das Oktalzahlensystem verwendet Oktalziffern (0 bis 7) und die Basis Acht.
Oktave
Der Abstand zwischen zwei Frequenzen, die sich wie 2 zu 1 verhalten.
Oktett
Eine Zusammenstellung von 8 Bit; ähnlich, jedoch nicht identisch mit 1 Byte.
One Time Programmable
Ein OTP ist ein Halbleiterbauelement, das nur ein einziges Mal programmiert und nach dieser „Initialisierung“ nicht mehr umprogrammiert werden kann. Beispiel für OTPs sind PROM und PAL.
Operationsverstärker
Ein direkt gekoppelter Verstärker mit sehr hoher Verstärkung und zwei differenzierenden Eingängen. Operationsverstärker bilden den Grundbaustein vieler linearer Schaltungen.
Optoelektronisches Bauelement
Ein Halbleiterbauelement, das auf Lichtwellen reagiert.
Optokoppler
Ein Bauelement, bestehend aus einer Kombination aus einer LED und einem Fotosensor, für die Übertragung von Signalen zwischen zwei galvanisch getrennten Systemen oder Schaltungen in Form von Licht.
OpVer
Siehe „Operationsverstärker“.
Oszilloskop
Ein Oszilloskop ist ein Messgerät, mit dem ständig stattfindende Änderungen bei einem elektrischen Vorgang wie z. B. bei einem elektrischen Strom oder bei einem elektrischen Signal für das menschliche Auge sichtbar gemacht werden können. Die sich ergebenden Größen werden als eine Wellenform in einem zweiachsigen Diagramm dargestellt. Die X-Achse stellt die Zeit dar, und die Y-Achse die elektrische Spannung. Außerdem wird die Helligkeit der Wellenform selbst häufig als „Z-Achse“ bezeichnet. Diese „Z-Achse“ ist ein Maß für die Intensität des gemessenen Vorgangs.
OTP
Siehe „One Time Programmable“.

P

Paarverseiltes Kabel
Bei einem paarverseilten Kabel sind jeweils zwei Leiter im Kabel zu einem Paar zusammengefasst. Paarverseilte Kabel weisen ein geringeres Übersprechen auf und sind unempfindlicher gegenüber elektromagnetischer Induktion.
Packet Switching
Deutsch: Paketvermittlung. Eine Methode der Datenübertragung, bei der Nachrichten in kleinere, „Pakete“ genannte Einheiten aufgeteilt und anschließend über das Netzwerk übertragen werden. Durch Packet Switching werden die Auswirkungen von Fehlern bei der Datenübertragung minimiert.
Pad
Damit der Chip das Lot besser annehmen kann, werden metallisierte Flächen auf die Leiterplatte aufgebracht, so genannte Lötpads bzw. Lötflächen.
Pad-Layout
Für die Montage von ICs und anderen Komponenten auf die Leiterplatte werden Lötpads benötigt. Das Pad-Layout gibt die Lage, die Größe und den Abstand der aus Kupfer bestehenden Lötpads auf der Leiterplatte vor.
Paket
Für die Datenübertragung kann die Nachricht in kleinere, „Pakete“ genannte Einheiten unterteilt werden. Pakete enthalten Gruppen aus Datenbits.
Paketformat
Ein Format in der Datenübertragung, das die Struktur von Daten, Adressen und Steuerinformationen in einem Paket vorgibt.
Papierkondensator
Ein nicht-verstellbarer Kondensator. Er besteht aus zwei dünnen Streifen Metallfolie (Meist Aluminium) entsprechender Breite, die durch einen weiteren, als Dielektrikum fungierenden Papierstreifen getrennt sind. Die Streifen sind zu einem Wickel aufgerollt. Papierkondensatoren werden als Leistungskondensatoren mit einer Kapazität von 1 nF bis 1 µF in Systemen mit Netzfrequenz eingesetzt.
Parabolspiegel
Ein Parabolspiegel, auch Parabolreflektor genannt, ist ein parabelförmiger Konkavspiegel. Die Strahlen einer im Brennpunkt platzierten Strahlungsquelle werden von diesem Spiegel als Parallelstrahlen reflektiert. Umgekehrt werden parallel auf den Spiegel auftreffende Strahlen im Brennpunkt gebündelt. Parabolspiegel finden sich z. B. in astronomischen Fernrohren, Bühnenscheinwerfern und KFZ-Scheinwerfern. auch „Satellitenschüsseln“ sind Parabolspiegel.
Parallaxenfehler
Eine scheinbare Verschiebung der Position eines Objekts bei Veränderung des Blickwinkels von einem zum Objekt senkrechten Blickwinkel weg.
Parallele Datenübertragung
Bei der parallelen Datenübertragung werden mehrere Datenbits gleichzeitig und über mehrere Leitungen übertragen.
Parallel-Negativ-Begrenzer
Eine Begrenzerschaltung mit parallel zum Ausgang geschalteter Diode, die den negativen Anteil des an der Schaltung anliegenden Eingangssignals abschneidet.
Parallelport
Ein Port, über den gleichzeitig mehrere Datenbits gesendet bzw. empfangen werden. Meist als DB-Steckverbinder realisiert.
Parallel-Positiv-Begrenzer
Eine Begrenzerschaltung mit parallel zum Ausgang geschalteter Diode, die den positiven Anteil des an der Schaltung anliegenden Eingangssignals abschneidet.
Parallel-Resonanzkreis
Eine Parallelschaltung aus Spule und Kondensator, in der bei ihrer Resonanzfrequenz die induktive Blindkomponente und die kapazitive Blindkomponente gleich sind und die Schaltung ihren maximalen Scheinwiderstand aufweist.
Parallelschaltung
Ein in sich geschlossener Stromkreis, in dem der in einen Knoten hineinfließende Strom auf mehrere Pfade aufgeteilt wird.
Parallelschwingkreis
Eine elektrische Schaltung, in der eine Spule mit oder ohne in Reihe geschalteten Widerstand und ein Kondensator mit oder ohne in Reihe geschalteten Widerstand parallel zueinander angeschlossen sind.
Parallel-Seriell-Umsetzer
Ein Gerät, das den parallel empfangenen Strom an Datenelementen konvertiert und als bitweisen, seriellen Datenstream weitersendet.
Parametrischer Verstärker
Ein empfindlicher, rauscharmer HF-Verstärker, dessen Reaktanz von der Eingangsfrequenz abhängig ist.
Parasitärkapazität
Eine unvermeidliche und unerwünschte Kapazität zwischen den Anschlusspins eines Bauelements oder zwischen Leiterbahnen, die zu einer Verfälschung der Ausgangssignale der Schaltung bzw. des Geräts führen kann.
Parität
Zur Fehlererkennung in Binärdaten wird die Bedingung aufrechterhalten, dass die Anzahl der 1-Bits oder 0-Bits immer gerade oder ungerade ist. Beim Empfänger wird anhand dieser Bedingung überprüft, ob bei der Datenübertragung Fehler aufgetreten sind.
Paritätsfehler
Der Fall, dass die Anzahl von 1-Bits bzw. 0-Bits in den empfangenen Daten nicht mit der Anzahl von 1-Bits bzw. 0-Bits in den gesendeten Daten übereinstimmt. Ein Fehlerzustand, bei dem ein ungerade (oder gerade) Anzahl von 1-Bits (oder 0-Bits) gesendet, jedoch eine gerade (bzw. ungerade) Anzahl von 1-Bits (oder 0-Bits) empfangen wurde.
Paritätskontrollbit
An das Ende der Binärdaten wird ein Bit (1 oder 0), das Paritätskontrollbit, Paritätsbit oder Parity Bit, angehängt, das dafür sorgt, dass die Anzahl von 1-Bits oder 0-Bits im Codewort immer gerade (even) bzw. ungerade (odd) ist.
Paritätsprüfung
Eine Methode der Fehlererkennung bei der Übertragung von Binärdaten. Bei der Paritätsprüfung wird anhand des Paritätskontrollbits überprüft, ob die Daten fehlerfrei empfangen wurden.
Pascal
Die SI-Maßeinheit für den Druck und für die mechanische Spannung. Pascal ist auch der Name einer strukturierten höheren Programmiersprache.
Passive Serial Interface
Ein Begriff der FPGA-Programmierung, der bedeutet, dass die FPGA-Konfiguration durch einen internen Host gesteuert wird.
Passiver Satellit
Ein passiver Satellit ist ein Satellit, der die Signale von einer Bodenstation lediglich zu einer oder mehreren anderen Bodenstationen reflektiert, ohne das Signal zu verstärken oder auf andere Weise aufzubereiten und erneut zu senden.
Passiver Tastkopf
Ein passiver Tastkopf ist ein Tastkopf, der keine aktiven Bauelemente enthält und daher keine externe Stromversorgung benötigt.
Passives Bauelement
Ein elektrisches/elektronisches Bauelement, dem zum Erfüllen seiner Funktion keine Energie zugeführt werden muss.
Passives Filter
Eine Filterschaltung, die ausschließlich aus passiven Bauelementen wie Widerständen, Kondensatoren und Spulen besteht und keinerlei aktive Bauelemente wie z. B. Transistoren enthält.
Passivierung
Ein Prozess, bei dem ein Metall / eine Metalloberfläche weniger anfällig für Umwelteinflüsse wie Luft, Feuchtigkeit usw. gemacht wird. Ein Beispiel für eine solche Passivierung ist das Beschichten einer Metalloberfläche mit einer Farbe.
Patch
Ein Begriff für eine temporäre Verbindung in einer Schaltung.
Patchkabel
Ein Kabel mit Steckverbindern an beiden Enden, mit dem unterschiedliche Netzwerkgeräte miteinander verbunden werden können.
Patronensicherung
Ein Bauelement in einer Patrone, das für den Schutz elektrischer Stromkreise genutzt wird. Wenn der von der Last gezogene Strom die Stromstärke, auf die die Sicherung ausgelegt ist, übersteigt, unterbricht die Sicherung den Stromfluss.
Pfadverlust
Abschwächung von elektromagnetischen Wellen bei ihrer Ausbreitung im Raum, die zu einem Abnehmen der Leistungsdichte führt.
PFMEA oder FMEA
Siehe „Potential Failure Mode and Effects Analysis“.
PGA
Siehe „Pin-Grid Array“.
P-Halbleiter
Ein Halbleiter, der mit Akzeptoratomen dotiert wurde und dadurch zu einem Störstellenleiter vom Typ P wird. Bei einem Störstellenleiter vom Typ P ist die Löcherkonzentration deutlich höher als die Konzentration an Elektronen. Da die Löcher die Majoritätsladungsträger sind, erfolgt die Stromleitung durch die Löcher. Die Elektronen stellen die Minoritätsladungsträger.
Pin-Grid Array
Deutsch: Kontaktstift-Rasterfeld. Ein Gehäusetyp für integrierte Schaltkreise. Das Gehäuse ist quadratisch oder rechteckig. An der Unterseite des Gehäuses befindet sich ein Feld von rasterförmig angeordneten Pins.
P-Kanal-MOS
Ein Metalloxidhalbleiter, dessen Gate mit Akzeptoratomen dotiert ist, wodurch ein p-Halbleiter entsteht. Bei einem P-Kanal-MOS muss die Gate-Spannung negativ sein, um den MOS auf DURCHGANG zu schalten.
Plastic Leaded Chip Carrier
Kurz: PLCC. Ein Gehäusetyp für SMD-Bauelemente. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff. Der Kontakt zum Sockel bzw. zur Leiterplatte wird über J-förmig nach innen gebogene SMD-Anschlüsse hergestellt.
Plastic Quad Flat Pack
Ein Gehäusetyp für integrierte Schaltungen, bei dem alle vier Seiten des Gehäuses über (geschwungene) Anschlusspins verfügen.
Platinenträger
Ein Platinenträger (oder Platinengehäuse) ist ein Rahmen für die Aufnahme von Leiterplatinen eines Computersystems.
PLCC
Siehe „Plastic Leaded Chip Carrier“.
PMOS
Siehe „P-Kanal-MOS“.
PNP-Transistor
Ein Bipolartransistor, bei sich die Basis aus einem n-dotierten Material (Material mit negativen Ladungsträgern) zwischen zwei p-dotierten Materialien (Material mit positiven Ladungsträgern) befindet. Die p-dotieren Materialien sind dann Emitter bzw. Kollektor.
p-n-Übergang
Ein Bereich in einem Halbleiterbauelement, in dem das p-dotierte Material und das n-dotierte Material in Kontakt miteinander stehen.
Potential Failure Mode and Effects Analysis
Deutsch: Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse. Eine Methode zum Auffinden möglicher Ursachen und Mechanismen für das Eintreten von Fehlerzuständen. Anhand der FMEA werden außerdem Häufigkeit und Folgen des Problems ermittelt.
PQFP
Siehe „Plastic Quad Flat Pack“.
Praktische Lebensdauer
Eine Phase im Lebenszyklus eines Objekts, in der ausschließlich zufällige Fehler auftreten.
Programmable Read-Only Memory
Kurz: PROM. Ein Typ eines Nur-Lese-Speichers, der vom Benutzer mit Hilfe eines als „PROM-Programmiergerät“ bezeichneten Geräts einmalig programmiert werden kann. Die Programmierung erfolgt durch Verdampfen von Metallverbindungen. Im Gegensatz zu einem RAM behält ein PROM seinen Inhalt auch nach Ausschalten der Stromversorgung bei.
PROM oder OTP ROM
Siehe „Programmable Read-Only Memory“.
Puffer
Ein temporärer Speicherbereich, in den zu sendende/empfangene Daten gespeichert werden. Aufgabe des Puffers ist es, die Synchronisation zwischen dem Mikrocontroller und seiner Peripherie zu gewährleisten.
Pulsweitenmodulation
Eine Modulationsart, bei der die Weite (Breite, Dauer) der Impulse eines Pulses in Abhängigkeit von der Amplitude des aufmodulierten Signals geändert wird.
PWM
Siehe „Pulsweitenmodulation“.

Q

QAM
Siehe „Quadraturamplitudenmodulation“.
Q-Band
Als Q-Band ist ein Bereich des elektromagnetischen Frequenzspektrums von 33 GHz bis 50 GHz definiert.
Q-Faktor-Messgerät
Ein Gerät für das Messen des Q-Faktors (Q) von HF-Schaltungen.
QPSK
Siehe „Quadraturphasenumtastung“.
Quadratur
Ein Zustand, in dem zwei Wellen derselben Frequenz eine Phasenverschiebung von 90 Grad zueinander aufweisen.
Quadraturamplitudenmodulation
Ein Verfahren zum Kombinieren von zwei AM-Wellen in einem einzigen Kanal. Dadurch verdoppelt sich die Nutzbandbreite.
Quadraturphasenumtastung
Ein digitales Modulationsverfahren, bei dem die Daten durch Modulieren der Phasen zweier Trägerwellen derselben Frequenz übertragen werden. Die Phasenverschiebung zwischen den Trägerwellen beträgt immer 90 Grad.
Qualität (von Audio)
Das charakteristische Klangbild eines Audioeindrucks, ausgenommen die Tonhöhe.
Quantenmechanischer Tunneleffekt
Ein quantenmechanischer Effekt, bei dem die Elektronen die Potenzialbarriere (p-n-Übergang) durch „Tunneln“ überwinden können
Quantisieren
Der Vorgang des Unterteilen eines kontinuierlichen Signals in diskrete Werte.
Quantisierte Welle
Eine Welle, die als Ergebnis einer Quantisierung entsteht. Oder eine Welle aus diskreten Werten, die bei einer Quantisierung von einem eigentlich kontinuierlichen Signal abgegriffen wurden.
Quantisierung
Der Vorgang des Beschränkens einer Größe aus einem kontinuierlichen Wertebereich eines analogen Eingangssignals auf sich nicht überschneidende diskrete Werte.
Quantisierungsrauschen
Das dem Quantisierungsvorgang inhärente Verzerren/Rauschen.
Quantisierungsstufen
Die Anzahl der Stufen, mit denen das analoge Signal quantisiert wird.
Quarz
Quarz ist eines der am häufigsten auf der Erde vorkommenden Hartminerale.
Quarzkristall
Ein kleines Stück Quarz, das exakt in bestimmten Richtungen/Achsen geschnitten und sorgfältig eingefasst wurde. Dadurch schwingt der Kristall mit einer konkreten, bekannten Frequenz.
Quarzoszillator
Ein Oszillator, bei dem ein piezoelektrischer Quarz als frequenzbestimmendes Bauelement dient. Die Frequenz der erzeugten Schwingungen wird durch die physikalischen Eigenschaften des Quarzkristalls fest vorgegeben.
Quarzuhr
Eine Uhr mit einem Quarzoszillator als Zeitbasis.
Quint
Eine Reihe von fünf einzelnen Schaltkreisblöcken innerhalb desselben IC-Pakets.
QWERTY-Tastatur
Eine moderne Computertastatur mit derselben Tastenbelegung wie eine (angloamerikanische) Schreibmaschine.

R

R2R-Netzwerk
Eine für die Digital-Analog-Umsetzung verwendete Schaltung. bei der eine Reihe von je 2 L-förmig angeordneten Widerständen hintereinander geschaltet sind.
Radar
Ein System, das anhand eines Funkwellen aussendenden Senders und eines mit diesem Sender synchronisierten Funkempfängers Anwesenheit, Entfernung und Verhalten von Objekten wie z. B. Flugzeugen erkennt.
Radialanschluss
Ein Gehäusetyp von elektronischen Bauelementen, bei dem alle Anschlussdrähte an derselben Seite herausgeführt sind.
Radiant
Eine Maßeinheit für den ebenen Winkel. Ein Radiant ist die Länge eines Kreisbogens, geteilt durch den Radius des Kreises.. 1 rad entspricht ca. 57,3 Grad.
Radix
Die Basis eines Logarithmus- oder Zahlen-Stellenwertsystems. Beispiel: Die Radix des Dezimalsystems ist „'10“ und die Radix des Binärsystems ist „2“.
Radixpunkt
Eine für alle Zahlensysteme geltende allgemeine Bezeichnung für das Trennzeichen zwischen ganzzahligem Teil und Bruchteilen einer Zahl.
Radom
Eine wetterfeste, geschlossene, jedoch für Funkwellen durchlässige Schutzhülle für Antenne und Auswerteeinrichtungen. Gleichzeitig verbirgt das Radom, in welche Richtung das Radar gerichtet ist.
RAM
Siehe „Random-Access Memory“.
Rändelknopf
Ein Rändelknopf verfügt an den Seiten über kleine Wulste oder Riefen, damit der Knopf besser erfasst werden kann oder eine Textur erhält.
Random-Access Memory
Kurz: RAM. Ein flüchtiger Speicher mit beliebigem Zugriff auf jeden beliebigen Speicherplatz, ohne die anderen Bytes zu beeinflussen. In einem RAM werden temporäre Daten abgelegt, die der Prozessor für das Ausführen seines Programms benötigt.
Randstecker
Auch „Platinenstecker“: ein Steckverbinder mit einer Reihe von Kontakten, die intern an die Leiterbahnen der Leiterplatte angeschlossen sind. Der Randstecker ermöglicht eine Verbindung zwischen der Leiterplatte und anderen Platinen oder externen Schaltungen.
Rangierfeld
An einem Rangierfeld können Bauteile und Baugruppen mit Hilfe von Kabeln des gleichen Typs miteinander verbunden werden. Dadurch können Schaltungen und Stromkreise auf flexible Weise aufgebaut und überwacht und überprüft werden.
RDS(on)
Der Drain-Source-Widerstand eines in Durchlassrichtung vorgespannten MOSFET bei einem bestimmten Drain-Strom und einer bestimmten Gate-Spannung.
Read-Only Memory
Ein nichtflüchtiger Speicher, dessen Speicherinhalt bereits fertig vorprogrammiert geliefert wird und vom Benutzer nicht verändert werden kann.
Reduced Instruction Set Computer
Kurz: RISC. Eine Art von Prozessorarchitektur, die nur eine relativ begrenzte Anzahl von Befehlen kennt.
Regal
Ein senkrecht stehendes Gestell aus Stäben, Haken, Schienen und/oder Haltestiften und mit waagerechten Böden, in das verschiedensten Artikel zur Aufbewahrung oder Ausstellung abgelegt werden.
Regelbarer Kondensator
Bei einem regelbaren Kondensator kann die Kapazität, im Gegensatz zu herkömmlichen Kondensatoren, auf mechanische oder elektronische Weise verändert werden.
Regelbarer Widerstand
Ein Widerstand, bei dem der Widerstandswert eingestellt werden kann.
Regelröhre
Eine Elektronenröhre, bei der der Verstärkungsfaktor anhand der Steuergitterspannung auf vorbestimmte Weise verändert werden kann.
Regeltransformator
Ein Regeltransformator, auch „Wandler“ genannt, kommt in Stromkreisen zum Einsatz, in denen eine konstante Spannung oder ein konstanter Strom bei niedriger Anschlussleistung benötigt wird. Er ist mit einer Sicherung oder mit einer anderen Schutzmaßnahme vor Überstrom ausgestattet.
RHA
Siehe „Strahlungsresistenzzertifikat“.
RISC
Siehe „Reduced Instruction Set Computer“.
Rollfuß
Rad unter einem Gegenstand (üblicherweise mit großem Gewicht), durch das der Gegenstand leichter fortbewegt werden kann.
ROM
Siehe „Read-Only Memory“.
Röntgenemission
Emission einer elektromagnetischen Strahlung eines Röntgengeräts. Die Strahlung zeichnet sich durch relativ energiereiche Protonen und Wellenlängen von 0.01 nm bis 10 nm aus.
Röntgenlithographie
Ein in der Halbleiterindustrie verwendetes Verfahren, bei dem Teile eines Films selektiv entfernt werden.
Rückkopplung
Auch häufig engl. „Feedback“. Die Rückführung der Ausgangsgröße / der modifizierten Ausgangsgröße eines Systems auf den Eingang desselben Systems, um die nächste Aktion zu ermitteln.
Ruhezustand
Der Zustand einer elektrischen Schaltung, in dem keines der Elemente in der Schaltung seine Funktion ausübt.

S

S/H
Siehe „Sample and Hold“.
Safe Operating Area
Deutsch: sicherer Arbeitsbereich. Spannungs- und Stromverhältnisse, unter denen ein Halbleiterbauelement normal und ohne Gefahr von Beschädigungen betrieben werden kann.
Sägezahn
Auch: Kippschwingung. Eine Form einer nicht-sinusförmigen Schwingung, deren Amplitude sich im Zeitverlauf linear zwischen zwei Werten ändert und so die Zähne einer Säge nachbildet.
Sägezahngenerator
Ein elektronischer Generator wie z. B. ein Kippgenerator, der ein nicht-sinusförmiges Ausgangssignal wie z. B. eine Sägezahnschwingung erzeugt.
Sallen-Key-Filter
Eine häufig verwendete Topologie für die Realisierung eines aktiven Filters zweiter Ordnung hohe Güte unmittelbar vor dem A/D-Wandler.
Sample and Hold
Deutsch auch: Abtast-Halte-Schaltung. Eine Schaltung, die den Spannungswert eines sich kontinuierlich verändernden Analogsignals erfasst und für eine bestimmte Zeit auf konstant auf diesen Wert hält.
Sampling-Oszilloskop
Ein Gerät, das aus den erfassten Abtastungen eines Signals eine visuelle Darstellung des Signals anzeigt.
SAR
Siehe „Successive Approximation Register“.
Satellit
Ein künstlicher Himmelskörper, der einen Planeten in einem Orbit umkreist und dort Informationen gewinnt oder für Kommunikationszwecke genutzt wird.
Satelliten-Eklipse
Eine Phase, in der ein Satellit kein Sonnenlicht empfängt und daher seine Akkumulatoren nicht über seine Solarzellen aufladen kann. Dadurch wiederum steht dem Satelliten weniger Leistung für das Empfangen/Zurücksenden von Signalen von bzw. zu Bodenstationen zur Verfügung.
Satellit-Sonne-Konjunktion
Ein Zeitraum, in dem sich, von der Bodenstation aus gesehen, Sonne und Satellit konjugieren, d .h. (scheinbar) zu nahe sind. In diesem Zeitraum kann die Kommunikation aufgrund des von der Sonne ausgehenden Rauschens gestört bzw. unmöglich sein.
Sättigung
Ein Betriebspunkt einer elektrischen Schaltung, an dem ein weiteres Erhöhen des Eingangssignals keine weiteren Auswirkungen auf das Ausgangssignal hervorruft.
Sättigungsdrossel
Eine spezielle Form einer Drossel, bei der der induktive Blindanteil zwecks Erhöhens des Stromflusses verringert wird. Die Verringerung des Blindanteils erfolgt durch eine gewollte Sättigung des Magnetkerns durch einen Strom durch die Regelwicklung.
S-Band
Als S-Band ist ein Bereich des elektromagnetischen Frequenzspektrums von 2 GHz bis 4 GHz definiert. Das S-Band wird von Radarsystemen genutzt.
Scannen
Vorgehensweise bei der Suche nach einem Ziel, indem der Radarstrahl auf systematische Weise durch das Suchgebiet geführt wird.
Schadhafter Block / Schadhafter Sektor
Ein in Kilobyte angegebener Teil eines Speichermediums, der vom Betriebssystem bzw. vom Hardware-Controller als „unlesbar“ angesehen wird.
Schalter
Eine Baugruppe, die eine elektrische Verbindung herstellt oder trennt. Funktioniert nach dem „Alles-oder-Nichts-Prinzip“.
Schaltplan
Eine Darstellung eines Moduls/Systems durch Linien und Symbole anstatt durch realistische Abbildungen.
Schaltplansymbol
Piktogramme für die Darstellung von elektrischen/elektronischen Bauelementen oder Baugruppen in einem Schaltplan.
Schaltung
ein auf eine festgelegte Weise ausgeführter Verbund elektrischer und elektronischer Bauelemente mit dem Zweck, eine bestimmte Funktion zu erfüllen
Schaltungssimulation
Die Anwendung eines mathematischen Modells auf eine elektrische Schaltung mit Hilfe einer komplizierten Simulationssoftware, bevor die Schaltung in Produktion geht. Im Rahmen dieser Simulation wird das Verhalten der Bauelemente akkurat überprüft, damit sichergestellt ist, dass die Schaltung den vorgesehenen Zweck erfüllt.
Scheibenschalter
Ein Schalter, bei dem sich auf beiden Seiten der Scheiben Kontakte befinden. Die Kontakte sind zwar elektrisch unabhängig voneinander, jedoch mechanisch an der Welle befestigt.
Schering-Brücke
Eine aus vier Zweigen bestehende Wechselspannungsbrücke für das Messen der unbekannten Kapazität eines Kondensators und der Dielektrikumverluste.
Schichttransistor
Ein Schichttransistor verfügt über miteinander agierende p-n-Übergänge. Es gibt zwei Arten von Schichttransistoren: unipolar und bipolar. Unipolartransistor – am elektrischen Strom ist nur ein Ladungstyp beteiligt. Bipolartransistor – am elektrischen Strom sind beide Ladungstypen, Löcher und Elektronen, beteiligt.
Schirmgitter
Ein Gitter bzw. eine Elektrode zwischen Anode und Steuergitter einer Elektronenröhre. Das Schirmgitter wird üblicherweise auf einem festen positiven Potenzial gehalten und dient dem Abschwächen der Auswirkungen von Schwankungen im Anodenpotenzial auf das Steuergitter.
Schleifenwicklung
Eine Form einer zweischichtigen Wicklung bei elektrischen Maschinen, bei der jede einzelne Spule in Reihe zur benachbarten Spule geschaltet ist. Schleifenwicklungen werden bei hohen Strömen und niedrigen Spannungen verwendet.
Schlüsselschalter
Ein Schalter, der nur bei eingestecktem Schlüssel betätigt werden kann. Diese Schlüssel werden z. B. häufig für das Verriegeln und Entriegeln von manuell betätigten Eisenbahnweichen verwendet.
Schmalband-FM
Ein FM-Signal, das nur einen kleinen Bereich eines normalen FM-Kanals nutzt. Schmalband-FM wird hauptsächlich für den Zweiwegfunk genutzt.
Schmalbandsignal
Ein optisches oder elektrisches Signal, dessen Frequenzspektrum sich auf ein schmales Band beschränkt.
Schmalbandverstärker
Ein Verstärker, der auf ein schmales Frequenzband optimiert ist.
Schmitt-Trigger
Eine Schaltung mit Hystereseverhalten zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Spannungspegel. Wenn die Eingangsspannung über dem oberen Schwellwert liegt, gibt die Schaltung eine konstante Ausgangsspannung aus (High-Pegel). Die Umschaltung auf den Low-Pegel erfolgt jedoch erst, wenn die Eingangsspannung unter den unteren Schwellwert sinkt.
Schneidklemmentechnik
Engl. Insulation-Displacement Connector, IDC. Ein elektrisches Verbindungselement, das bei der Montage die Isolierung des Leiters selbst abstreift und so einen Kontakt mit dem Leiter herstellt. Der Leiter wird mit Hilfe eines Auflegewerkzeug bzw. Anlegewerkzeug in eine Schneidklemme gepresst.
Schnellalterungstest
Ein Prozess, in dem die Zuverlässigkeit/Lebensdauer eines Produkts oder die maximale Belastung, die ein Produkt aushalten kann, ermittelt wird.
Schnellanschluss
Schnellanschlüsse wie z. B. Anschlussblöcke oder Buchsen dienen zum schnellen Herstellen einer elektrischen Verbindung.
Schnelltrennanschluss
Eine Anschlussart, die dann verwendet wird, wenn elektrische Verbindungen schnell hergestellt und getrennt werden müssen.
Schottky-Diode
Eine Diode, bei der der Übergang aus einem n-dotierten Material und einem Metallkontakt besteht. Als p-Material fungiert das Metall. Schottky-Dioden werden eingesetzt, wenn schnelle Umschaltvorgänge erforderlich sind. Diese Dioden lassen schnelle Umschaltzeiten zu und können daher in der Hochfrequenztechnik eingesetzt werden.
Schottky-Transistor
In der Schottky-TTL-Logikfamilie wird mit Hilfe von Schottky-Dioden verhindert, dass die Transistoren in die Sättigung geraten, indem der überschüssige Eingangsstrom aufgeteilt wird.
Schraubspindel
Eine mit einer Spindel versehene Vorrichtung zum Heben, Aufbringen eines Drucks oder zum Abgleichen einer Position. Schraubspindeln werden oft zum Heben schwerer Lasten wie z. B. großen Fahrzeugen oder Bauteilen genutzt.
Schrittmotor
Ein Typ von Elektromotor, der sich in kleinen, einzelnen Schritten dreht.
SCR
Siehe „Silicon-controlled Rectifier“.
Scratchpad Memory
Deutsch: Notizblockspeicher. Dieser sehr schnelle interne Speicher wird für das temporäre Speichern von Daten oder Berechnungsergebnissen oder sonstiger Daten genutzt.
Screening
Prozess des Aufbringens von nicht- oder halbleitenden Materialien auf ein Substrat zum Erzeugen von Dickfilmbauelementen.
Sektor
Eine kleine adressierbare Einheit auf einem magnetischen Speichereinheit oder einer Diskette.
Sekundäremission
Emission von Elektronen aus einer anderen Oberfläche als die der Kathode aufgrund des Beschusses durch von der Kathode emittierten Elektronen.
Sekundärwicklung
Die Wicklung, von der die Ausgangsspannung des Transformators abgegriffen wird.
Sekundärwicklung
Die von der Primärwicklung gespeiste Wicklung eines Transformators. An die Sekundärwicklung wird die zu versorgende Last an den Transformator angeschlossen..
Sekundärzelle
Ein durch einen in entgegengesetzter Richtung zum Entladestrom fließenden Strom wiederaufladbarer Akku.
Semi-Custom-IC
Eine integrierte analoge, digitale oder Mixed-Signal-Schaltung, die aus vorgefertigten, nicht veränderbaren Bausteinen besteht, die in gewissen Grenzen nach den Wünschen des Kunden verschaltet werden können.
Sender mit getastetem Oszillator
Ein Sender, in dem eine Stufe den HF-Impuls erzeugt.
Sensor
Ein technisches Bauteil, dass eine physikalische oder chemische Größe erfasst und in ein elektrisches Signal umwandelt.
SF / FOS
Siehe „Sicherheitsfaktor“.
SFET
Siehe „Sperrschichtfeldeffekttransistor“.
Sicherheitsfaktor
Auch: Sicherheitszahl. Gibt an, um welchen Faktor die Versagensgrenze eines Systems höher ausgelegt wird, als es für die erwartete/vorgesehene Last notwendig wäre.
Sicherheitsspanne
Die Differenz zwischen dem immanenten und dem tatsächlichen Wert.
Signalerfassungsrate
Die Rate, mit der die Anzeige durch eine neue Darstellung des Eingangssignals aktualisiert wird. Die Signalerfassungsrate wird in „Signale pro Sekunde“ (wfms/s) angegeben.
Signalverarbeitung
Ein Teilgebiet der Ingenieurwissenschaften und der Mathematik, das sich mit Analyse und Veränderung von Signalen befasst. Ziel dieses Fachgebiets ist es, die Repräsentation von physikalischen und elektrischen Parametern von Signalen aufzuarbeiten.
Silicon-controlled Rectifier
Deutsch: gesteuerter Silizium-Gleichrichter, kurz: SCR. Ein aus vier Schichten bestehendes Festkörperbauelement zum Steuern und Schalten von Strömen. Die Bezeichnung „Silicon Controlled Rectifier“ oder SCR ist der Handelsname von General Electric für eine Art von Thyristor. SCRs können mit nur geringen Steuerströmen Hunderte von Ampere schalten, ohne Schaden zu nehmen.
Single In-line Package
Deutsch: einreihiges Gehäuse. Ein Gehäusetyp mit einer einzelnen Reihe von Anschlusspins, der senkrecht (Through Hole, Durchsteckmontage) auf die Leiterplatte montiert werden kann.
Sinusschwingung
Die Form der Grundschwingung ist, mathematisch gesehen, die Sinusschwingung.
SIP
Siehe „Single In-line Package“.
Skalierungsfaktor
Der Skalierungsfaktor wird bei Servoantrieben im Zusammenhang mit der Kompensierung von Pegelunterschieden zwischen Eingangs- und Ausgangsignalen mit Hilfe von ungleichen Widerständen verwendet.
Small Outline Integrated Circuit
Ein IC-Gehäusetyp, üblicherweise rechteckig und mit an der Spitze geschwungenen Anschlusspins für die Oberflächenmontage.
Small-Scale Integration
Ein Grad der Miniaturisierung von integrierten Schaltungen. Bei diesem Grad sind nur einige 10 Gatteräquivalente auf einem Einzelchip (IC) integriert.
SMD
Siehe „Standard Military Drawing“.
SMT
Siehe „Surface-Mount Technology“.
SO oder SOIC
Siehe „Small Outline Integrated Circuit“.
SOA
Siehe „Safe Operating Area“.
Software
Ein Satz von Instruktionen an einen Computer für das Ausführen einer konkreten Aufgabe oder zum Festlegen der Funktionen der Hardware. Jede elektronisch speicherbare Sache ist „Software“.
Spannung
Die elektrische Spannung ist die elektrische Potenzialdifferenz zwischen zwei Punkten in einem Stromkreis. (1 Volt ist die Größe einer elektromotorischen Kraft, die an einem Widerstand von 1 Ohm einen elektrischen Strom mit der Stärke 1 Ampere verursacht.)
Spannungsregler
Ein Halbleiterbauelement oder eine elektrische Schaltung, dessen/deren Ausgang eine kleinere Toleranz als der Eingang aufweist. Ein Spannungsregler versorgt einen Prozessor mit der erforderlichen konstanten Spannung (5 V bei IC 7805), wenn die Schwankung der Eingangsspannung in gewissen Grenzen liegt.
Spannungsveränderlicher Kondensator
Ein Halbleiterbauelement mit p-n-Übergang, das eine von der anliegenden Spannung abhängige Kapazität aufweist.
Speicher
Ein Hardwareelement mit der Fähigkeit, Daten zu halten, entweder für einen sofortigen Abruf oder auch für eine langfristige Aufbewahrung.
Speicher-IC
Eine IC mit Speicherzellen für das Speichern von Daten und mit Schaltungen wie z. B. Adressauswahlschaltungen, Verstärkerschaltungen usw. für den Zugriff auf die gespeicherten Daten.
Sperrfilter
Auch „Bandsperre“: verhindert, dass das empfangende Gerät einen bestimmten Frequenzbereich erkennt
Sperrschichtfeldeffekttransistor
Ein einfaches. spannungsgesteuertes Halbleiterbauelement (FET), das bei Anlegen einer Spannung an seinen Gate-Anschluss einen Stromfluss zwischen seinem Source-Anschluss und seinem Gate-Anschluss zulässt.
Sperrwiderstand
Der beim Messen des Widerstands eines Halbleiters ermittelte maximale Widerstand.
SPICE
Ein universeller Simulator für elektronische Schaltungen. Die elektronische Schaltung wird auf Transistorebene modelliert.
Spiegelfrequenz
Die Spiegelfrequenz tritt als unerwünschte Trägerfrequenz in Superhet-Funkempfängern auf. Sie weicht um das Zweifache der Zwischenfrequenz von der Empfangsfrequenz ab, auf die der Empfänger eingestellt ist.
Spiegelfrequenzunterdrückung
Ein Maß für die Fähigkeit eines Überlagerungsempfängers, Signale auf der Spiegelfrequenz zu unterdrücken. Die Spiegelfrequenz ist die Summe bzw. die Differenz aus der eingestellten Abstimmoszillatorfrequenz und der Zwischenfrequenz.
Spleiß
Ein Spleiß ist eine unlösbare Verbindung von mehreren Leitungen.
SRAM
Siehe „Static Random Access Memory“.
SSI
Siehe „Small-Scale Integration“.
Stabiler Schalter
Ein stabiler Schalter verbleibt nach der Betätigung so lange in seiner gegenwärtigen Position, bis er erneut betätigt wird.
Standard Military Drawing
Ein Auslegungsstandard für den Bau elektronischer Bauelemente, die direkt auf die Oberfläche einer Leiterplatte montiert werden können. Entwickelt vom Defence Electronic Supply Centre (DESC).
Static Random Access Memory
Ein flüchtiger Speicher, der die Daten in statischer Form speichert.
Steckernetzteil
Ein Netzadapter oder ein Gleichrichter, der an eine Netzsteckdose angeschlossen wird und ein batteriebetriebenes elektronisches Gerät mit Strom versorgt.
Steckfeld
Ein Steckfeld (auch: Patchbay, Patchpanel) ist eine Hardwarekomponente mit Netzwerkanschlüssen, auf dem eingehende und ausgehende Leitungen unterschiedlicher Kommunikationssysteme mit Hilfe von Patchkabeln miteinander verbunden werden können.
Stelltransformator
Ein aus einer einzigen Wicklung bestehender, einstellbarer Spartransformator. Wird üblicherweise für Prüf und Kalibrierungszwecke genutzt..
Störschwingungen
Unvermeidliche und unerwünschte Schwingungen in einem digitalen elektronischen Bauelement. Treten oft bei Rückkopplungsverstärkerschaltkreisen wie z. B. HF-Verstärker, Audioverstärker und anderen Digitalschaltkreisen auf.
Störungsanzeige
Ein Bauelement oder eine Baugruppe zum Anzeigen aller im überwachten System auftretenden Störungen. Die Anzeige kann auf vielfältige Weise erfolgen, z. B. visuell oder durch ein Signal.
Stoß
Ein kurzzeitiger Anstieg einer elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Energie.
Stoßwelle
Eine Stoßwelle entsteht durch unregelmäßige „starke“ Impulse kurzer Dauer.
Strahlenresistenz
Die Eigenschaft eines Bauelements, Bauteils oder Systems, gegen Beschädigungen durch kosmische Strahlung, ionisierende Strahlung und andere elektromagnetische Strahlungen beständig zu sein.
Strahlung
In der Form von elektromagnetischen Wellen von einer Quelle abgestrahlte Energie, die sich weiter im Raum oder in einem Medium ausbreitet.
Strahlung, kosmische
Die von einer beliebigen Quelle in Form von sich durch den Kosmos bewegenden elektromagnetischen Wellen ausgestrahlte Energie.
Strahlungsenergie
In Form von elektromagnetischen Welle abgestrahlte Energie.
Strahlungsfeld
Ein Feld, das die Gesamtheit der von einer Quelle in den Raum abgegebenen Energie repräsentiert.
Strahlungsresistenzzertifikat
Ein Bestandteil der Abnahmeprüfung, in dem nachgewiesen wird, dass das Bauelement, die Baugruppe bzw. das System die im Pflichtenheft geforderte Reaktion auf Strahlungen zeigt.
Strahlungsverluste
Die auftretenden Verluste, wenn die von einer Oberfläche ausgehenden Kraftlinien nicht in einem geschlossenen Umlauf zur Quelle zurückkehren.
Strahlungswiderstand
Der Anteil am Fußpunktwiderstand einer Antenne, der durch die Abstrahlung elektromagnetischer Energie verursacht wird.
Streifen-Dämpfungsglied
Ein verstellbares Widerstands-Dämpfungsglied für Wellenleiter.
Strom (elektrischer)
Die durch ein elektrisches Potenzial verursachte Bewegung von Elektronen oder so genannten „Löchern“ durch einen leitfähigen Körper. Maßeinheit für die Stromstärke ist Ampere.
Stromtastkopf
Ein Stromtastkopf (meist als Strommesszange ausgeführt) ist eine elektrische Baugruppe, die die Stromstärke eines durch einen Leiter fließenden Stroms misst und in einen entsprechenden Spannungswert umwandelt, der von einem Oszilloskop gemessen werden kann.
Stromzähler
Ein elektrisches Messgerät für das Messen der „verbrauchten“ Elektroenergie.
Successive Approximation Register
Ein Verfahren für die Analog-Digital-Umwandlung, bei dem der Wert einer unbekannten Größe durch wiederholten Vergleich mit den bekannten Werten abgeschätzt wird.
Suchzeit
Die vom Schreib-/Lesekopf eines Festplatten-/Diskettenlaufwerks benötigte Zeit, sich auf die die gewünschten Daten enthaltende Spur zu positionieren.
Surface-Mount Technology
Ein Auslegungsstandard für den Bau elektronischer Bauelemente, die direkt auf die Oberfläche einer Leiterplatte montiert werden können. Kommt ohne die für eine Durchsteckmontage benötigten langen Anschlüsse aus.
Symmetriephasendetektor
Eine Schaltung zur Steuerung der Oszillatorfrequenz.
Symmetrische Leitung
Symmetrische Leitungen werden in der Audiotechnik für Übertragungen über lange Kabel verwendet. Derartige Leitungen enthalten zwei Signalleiter des gleichen Typs, die über ihre gesamte Länge hinweg und zu Masse und zu anderen Schaltungen dieselben Impedanzen aufweisen.
Symmetrischer Code
In der Kodierungstheorie ist dies ein symmetrischer Binärcode mit Vorwärtsfehlerkorrektur, bei dem jedes Codewort eine gleich Anzahl von Null-Bits und Eins-Bits enthält. Symmetrische Codes ermöglichen eine besonders effiziente Decodierung, die parallel vorgenommen werden kann.
Symmetrischer Mischer
Eine nichtlineare elektrische Schaltung, die aus zwei Signalfrequenzen an den Eingängen zwei neue Frequenzen ausgibt – die Summe und die Differenz der Eingangsfrequenzen.
Symmetrischer Stromkreis
Ein elektrischer oder elektronischer Stromkreis, bei dem beide Seiten in Bezug zu einem gemeinsamen Referenzpunkt, normalerweise Masse, elektrisch gleich und symmetrisch sind. Ein symmetrischer Stromkreis wird zur Hochspannungsübertragung oder bei notwendiger hoher Sicherheit gegen elektromagnetische Störungen verwendet.
Symmetrisches Dämpfungsglied
Ein Dämpfungsglied, bei dem die gleiche Anzahl von Widerstandselementen gleichmäßig an beiden Seiten der Übertragungsleitung angeschlossen ist und sich die Masse am durch die symmetrischen parallelen Widerstände gebildeten Mittelpunkt befindet.
System-Level-Integration
Das Hinzufügen von immer mehr Bausteinen zu einer einzelnen IC oder das Zusammenfügen eines Systems und seiner Subsysteme zu einem einzigen, funktionstüchtigen System.

T

TAB
Siehe „Tape Automated Bonding“.
Takten
Das Anlegen eines Rechteckimpulses an ein Gatter oder an die Kathode einer Kathodenstrahlröhre, damit das Bauelement nur während der Abtastzeit aktiviert ist.
Tandem
Hintereinanderanordnung/-ausführung zweier gleichartiger Dinge/Vorgänge.
Tankkreis
Eine Kombination aus Spule und Kondensator, der als Resonanzkreis (Tankkreis) fungiert und in dem die gespeicherte Energie mit der Resonanzfrequenz der Schaltung schwingt.
Tantal-Kondensator
Ein Kondensator mit einem Kügelchen aus Tantal als Anode, auf die eine dielektrische Oxidschicht aufgebracht wurde. Ein fester oder flüssiger Elektrolyt bildet die Kathode. Sehen Sie sich unser Sortiment an Tantal-Kondensatoren an.
Tape and Reel
Deutsch: Gurt und Spule. Ein Konfektionierungstyp für elektronische Bauelemente. Die einzelnen Bauelemente befinden sich auf Kunststoffstückchen, die auf einen Gurt befestigt sind. Der Gurt wird zu einer Spule aufgewickelt. Testen Sie unseren Reel Finder.
Tape Automated Bonding
Tape Automated Bonding (TAB) ist ein Kontaktierungsverfahren, bei dem rohe Halbleiterchips (ICs) direkt auf die Leiterplatte montiert werden. Als Träger dient ein Polyamid- oder Polymidfilm mit Leiterbahnen für die Anschlüsse. TAB hat den Vorteil, dass ein Schaltkreis bei hohen Frequenzen getestet und als „Gut“ bestätigt werden kann, ohne den Schaltkreis erst kostspielig in ein Modul montieren und anschließend das Modul überarbeiten zu müssen.
Tastatur
Ein Peripheriegerät für das Eingeben von Daten in einen Computer.
Tastenkappe
Eine kleine Kunststoffkappe, die über dem Schaltelement angebracht wird. Das Schaltelement wird durch Drücken auf die Tastenkappe betätigt.
Taster
Ein Taster ist ein flüchtiger Schalter, der nur solange eingeschaltet ist, solange der Taster gedrückt wird. Nach dem Loslassen geht ein Taster wieder auf AUS.
Tastgerät
Engl. Keyer. Ein Tastgerät ist ein Gerät, mit dem eine elektronische Schaltung ein- bzw. ausgeschaltet wird.
Tastkopf mit niedriger Kapazität
Ein Tastkopf mit sehr kleiner Eingangskapazität, wird normalerweise für Hochfrequenzsignale verwendet, die diese keine bedeutende kapazitive Last darstellen.
Tastrelais
Tastrelais werden aus Sicherheitsgründen und zur Bewältigung des Strombedarfs von Hochleistungssendern eingesetzt.
T-Carrier
Ein digitales Übertragungsverfahren, bei dem das digitalisierte Sprachsignal mittels PCM und TDM (Time-Devision-Multiplexing) übertragen wird.
T-CXR
Siehe „T-Carrier“.
TDL
Siehe „Angezapfte Verzögerungsleitung“.
Telekommunikation
Ein elektronisches Verfahren für die Nachrichtenübertragung, bei dem der Informationsaustausch mit Hilfe von optischen Signalen, Funkwellen, Übertragungsleitungen usw. über große Entfernungen möglich ist.
Telemetrie
Telemetrie ist ein hochautomatisiertes Verfahren, bei dem Messwerte drahtlos gesendet und empfangen werden. Die Telemetrie dient der Fernüberwachung von Umgebungszuständen oder Systemparametern. Der Begriff wird auch auf die derartige Daten enthaltenden Signale angewendet.
Temperature, Military
Ein in der US-Militärnorm „MIL-STD-810“ definierter Temperaturbereich von -55 °C bis 125 °C (gelegentlich auch -65 °C bis 175 °C).
Temperaturinversion
Eine Schicht der Atmosphäre, in der die Temperatur mit der Höhe ansteigt, wodurch sich eine kühlere Luftschicht unter einer wärmeren Luftschicht bildet.
Temperaturkoeffizient
Ein Temperaturkoeffizient beschreibt die relative Veränderung einer physikalischen Eigenschaft bei einer sich um 1 Kelvin ändernden Temperatur, z. B. die Änderung des elektrischen Widerstands eines Materials bei sich um eine bestimmte Temperatureinheit ändernder Temperatur.
Temperaturkompensation
Die Möglichkeit, unerwünschte Auswirkungen auf den Betrieb eines Geräts aufgrund von Temperaturänderungen abzuwenden.
Temperaturschock
Eine unerwartete und plötzliche Änderung der Temperatur.
Temperatursensor
Ein Temperatursensor ist so gestaltet, dass sich bestimmte seiner Eigenschaften in Abhängigkeit von der Temperatur seiner Umgebung verändern. Meist erfolgt die Temperaturmessung anhand eines Thermoelements oder RTDs (Resistance Temperature Detector, Widerstandsthermometer).
Temperaturstabilisator
Eine Schaltung, die die Temperatur eines anderen Geräts überwacht und bei Über- bzw. Unterschreiten der vorgegebenen Temperaturwerte die erforderlichen Maßnahmen auslöst.
Temperaturwechselbeanspruchung
Ein sehr schnelles Verändern der Temperatur zwischen zwei extremen Temperaturgrenzen (-65º C bis 150ºC) zwecks Bewertung der Zuverlässigkeit des Produkts innerhalb dieser Temperaturgrenzen.
Tempest
Ein Begriff bezüglich der Emissionen von elektromagnetischen Wellen von für die Telekommunikation usw. verwendeten Geräten, von denen angenommen wird, dass sie zum Ausspähen der übertragenen Daten genutzt werden können.
Tented Via
Eine Lötmaske oder ein Trockenfilmpolymer für die Abdeckung von Durchkontaktierungs-Pad und Pad-Loch, um zu verhindern, dass Verunreinigungen in das Loch gelangen.
Ternärsignal
Ein Signal, das zu jedem beliebigen Zeitpunkt einen Leistungspegel, eine Phasenposition, eine Impulslänge oder eine Frequenz einnehmen kann.
Tertiärwicklung
Eine zusätzliche Wicklung zur Primär- und zur Sekundärwicklung eines Transformators zur Kompensation von entstehenden Harmonischen. Derartige Transformatoren werden auch „Tertiärtransformatoren“ oder „Dreiwicklungstransformatoren“ genannt.
Thyristor
Ein aus vier wechselseitigen Schichten aus p-dotierten und n-dotierten Materialien bestehendes Festkörper-Halbleiterbauelement mit drei Anschlüssen (Anode, Kathode und Gate). Der Thyristor geht auf Durchlass, wenn am Thyristor eine Spannung in Durchlassrichtung anliegt und an das Gate die so genannte Zündspannung angelegt wird.
T-Koppler
Ein Optokoppler-Verteiler mit drei Anschlüssen (entweder ein Eingang und zwei Ausgänge oder zwei Eingänge und ein Ausgang), der das Eingangssignal auf zwei Kanäle aufteilt oder zwei Eingangssignale auf einen einzigen Ausgang zusammenführt.
Torimpuls
Dieser Impuls wird an ein Logikgatter angelegt und verursacht, dass das Signal auf den Ausgang gelegt wird.
Tote Zone
Ein Gebiet, indem zwischen der ersten Reflexion der Funkwelle und der nächsten Reflexion der Funkwelle kein Signal empfangen werden kann.
Träger
Eine elektromagnetische Welle, der durch Amplitudenmodulation, Frequenzmodulation oder Phasenmodulation ein Signal aufmoduliert wird.
Trägerfrequenz
Abgestrahlte elektromagnetische Welle mit einer charakteristischen Grundfrequenz, auf die durch Erhöhen der Amplitude, Veränderung der Phase, Veränderung der Grundfrequenz usw. eine Information aufgeprägt wird.
Trägerfrequenzhub
In einem FSK-System (FSK = Frequency Shift Keying, Frequenzumtastung) erzeugt der Sender eine bestimmte Funkfrequenz. In modernen Systemen ist der Signalgeber (Tastgerät) in den Sender eingebaut. Der Signalgeber verschiebt die Funkfrequenz über oder unter die zugewiesene Frequenz. Diese Verschiebungen entsprechen den für das Übertragen von Zeichen benötigten Zuständen „Zeichen“ bzw. „Zwischenraum“. Der Abstand zwischen den beiden Frequenzwerten wird als „Frequenzhub“ bezeichnet.
Trägerwelle
Beim Modulationsvorgang ändert das Basisbandsignal wie z. B. Schall, Video usw. ein anderes, sinusförmiges Hochfrequenzsignal. Dieses Hochfrequenzsignal wird als „Trägerwelle“ bezeichnet.
Transistor
Ein aktives, stromgesteuertes Halbleiterbauelement mit drei Anschlüssen (Emitter, Kollektor und Basis), das Verstärker- und Schaltfunktionen ausführen kann.
Transistor-Transistor-Logik
Eine Logikfamilie aus digitalen Schaltungen, bestehend aus Transistoren und Widerständen. In derartigen Schaltungen werden Verstärkung und Logikfunktionen ausschließlich durch Transistoren realisiert. Daraus ergibt sich die Bezeichnung „Transistor-Transistor-Logik“.
Treiber
Eine elektronische Schaltung oder ein elektronisches Bauelement, das verstärkte Ausgänge zur Bedienung hoher Stromlasten bereitstellt oder als Eingang für eine andere Schaltung oder ein anderes Bauelement dient.
Trigger
Ein Zeitsteuerungsimpuls, der die Übertragung von Signalen durch die entsprechenden Signalwege der Schaltung auslöst.
Trigger-Modus
Ein Modus, der bestimmt, ob das Oszilloskop ein Signal aufnimmt oder nicht, wenn es keinen Trigger erkennt. Übliche Triggermodi sind „Normal“ und „Auto“.
T-Stück
Ein „T“-förmiger Koaxialverbinder, an dem drei unterschiedliche Kabel an ihren zugehörigen Anschluss angeschlossen werden.
TTL
Siehe „Transistor-Transistor-Logik“.
TVS
Siehe „Überspannungssuppressor“.
Twisted-Ring-Zähler
Siehe „Johnson-Zähler“.

U

Übergang
Stelle, an der zwei Materialien, die sich in bestimmten elektrischen Eigenschaften unterscheiden, in Kontakt sind. Beispiele: p-n-Übergang und Metall-Halbleiter-Übergang.
Überspannung
Der Zustand einer Schaltung, wenn die Eingangsspannung den maximalen Auslegungswert überschritten hat.
Überspannungsschutz
Die Fähigkeit einer Schaltung, sich gegen eine gefährliche Situation aufgrund eines plötzlichen unerwarteten und nicht vorgesehenen Anstiegs der Eingangsspannung für einige Mikrosekunden bis Millisekunden über den Auslegungswert zu schützen.
Überspannungsschutz
Eine Methode zum Schutz der elektrischen Schaltung eines Geräts vor plötzlichen und unerwarteten Spannungsimpulsen am Eingang.
Überspannungsstoß
Eine für jede elektrische Schaltung gefährliche Situation, in der ein für einige Mikrosekunden bis Millisekunden andauernder plötzlicher, unerwarteter und unerwünschter Anstieg der Eingangsspannung über dem zulässigen Grenzwert anliegt.
Überspannungssuppressor
Ein Halbleiterbauelement, das auf von der Quelle ausgehende Überspannungsimpulse reagiert und so die Schaltung vor Überspannungen schützt.
Übersprechen
Bei einem mehrspurigen Band, der unerwünschte Übergang des Signals einer Spur auf eine andere.
Überstrom
Überstrom ist der anomale Strom in einer defekten Schaltung. Ein solcher Überstrom kann um ein Vielfaches höher sein als der Strom im Normalzustand.
UDIMM
Siehe „UnBuffered Dual In-Line Memory Module“.
UHF
Siehe „Ultra High Frequency“.
UJT
Siehe „Unipolartransistor“.
U-LAW
Ein vom CCITT entwickelter Standard-Codec-Algorithmus für PWM zur Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses, ohne zusätzliche Daten hinzufügen zu müssen.
ULP
Abkürzung für: Upper Layer Protocol. In einem ISO-OSI-Modell bezieht sich der Begriff „ULP“ immer auf das nächsthöhere als das zurzeit abgehandelte Protokoll.
Ultra Extended Graphics Array
Ein Grafikmodus mit einer Anzeigeauflösung von 1.600 x 1., also ca. 1.920.000 Pixel.
Ultra High Frequency
Ein Teil des elektromagnetischen Spektrums bzw. eine Funkfrequenz von 300 MHz bis 3 GHz und mit Wellenlängen von 1 Meter bis 10 Zentimeter.
Ultraschall
Schallwellen mit einer Frequenz über dem menschlichen Hörvermögen, d. h. über 20 KHz.
Ultraviolett
Eine von der Sonne ausgehende Strahlung mit Wellenlängen von 4 nm bis 380 nm.
Ummanteltes Kabel
Ein ummanteltes Kabel besteht aus einem Bündel von Leitern, die von Isoliermaterialien wie Kunststoff, PVC usw. umhüllt sind.
Ummantelung
Die äußerste Umhüllung eines Kabels, die das Kabelinnere mit den Leitern vor äußeren Einflüssen wie z. B. mechanischen Kräften und chemischer Zersetzung schützt.
UMOS
Abkürzung für „U-Shape Metal Oxide Semiconductor“.
Unangezapfte Verzögerungsleitung
Eine Verzögerungsleitung ohne jegliche Anzapfungen. Auch eine Schaltung mit einer fest eingestellten Verzögerung, die nicht eingestellt oder programmiert werden kann.
UnBuffered Dual In-Line Memory Module
Ein Typ von Speichermodulen, der schneller und kostengünstiger als DIMM-Sticks mit Registern ist. Bei einem UDIMM sind die vorderen Pins der Platine nicht mit den Pins der Rückseite verbunden und werden stattdessen für andere Funktionen genutzt.
Ungerade Parität
Die Anzahl der 1-Bits muss ungerade sein.
Ungeradzahlige Harmonische
Eine „Ungeradzahlige Harmonische“ ist per Definition ein ungerades Vielfaches (1f, 3f, 5f, 7f…) der Grundfrequenz.
Ungerichtet
Ungerichtetes Senden bzw. ungerichteter Empfang liegt vor, wenn Signale in alle Richtungen gleichsam gesendet bzw. aus allen Richtungen gleichsam empfangen werden, ohne eine bestimmte Richtung zu bevorzugen.
Ungültigkeitszeichen
Das Ungültigkeitszeichen (Cancel Character) ist ein in einigen Standards definiertes Zeichen, das anzeigt, dass die zugehörigen Daten fehlerhaft sind, verworfen werden müssen oder auf einem bestimmten Gerät nicht dargestellt werden können.
Unidirektional
Ein Pfad, der einen Fluss nur in eine einzige Richtung zulässt, d. h. was gegangen ist, kann nicht zurückkommen.
Unipolar
Ein aktives Festkörperbauelement, in dem die Ladungen nur durch eine einzige von Ladungsträgern, positive oder negative, transportiert wird, nicht jedoch durch beide Arten.
Unipolares Signal
Ein in einem Datenkommunikationssystem verwendetes Basisbandverfahren für das Senden binärer Daten, die lediglich zwei logische Zustände, „0“ oder „1“, einnehmen können.
Unipolartransistor
Ein spannungsgeregeltes Halbleiter-Schaltelement zum Steuern des Stromflusses, bei dem nur eine der Ladungsträgerarten am Ladungstransport beteiligt ist.
Unipolartransistor
Ein Feldeffekttransistor, bei dem der Ladungstransport vom Drain zur Source nur durch eine einzige Art von Ladungsträgern erfolgt, entweder durch Elektronen (n-Kanal-FET) oder durch Löcher (p-Kanal-FET).
Universal Serial Bus
Kurz: USB. Ein standardisierter Datenbus für das Anschließen von Peripheriegeräten an Computer und das Austauschen von Informationen über ein 4-adriges Anschlusskabel.
Universal Test and Operations Physical Interface for ATM
Ein Bus-Standard für das Testen von physikalischen Schnittstellen in ATMs.
 
Universalmotor
Ein Elektromotor, der sowohl mit Wechselspannung als auch mit Gleichspannung betrieben werden kann.
Universaltransformator
Ein Transformator mit einer Vielzahl von Anzapfungen sowohl in der Primärwicklung als auch in der Sekundärwicklung, wodurch der Benutzer aus einer Vielzahl von Übersetzungsverhältnissen wählen kann.
Universelles Zeitkonstantendiagramm
Ein Diagramm, aus dem die Zeitkonstante einer Schaltung anhand der Spannung und der Werte für R und L bzw. R und C abgelesen werden kann.
UNIX
UNIX ist ein weltbekanntes, von Bell Labs entwickeltes Multitasking- und Multi-User-Betriebssystem. UNIX ist das erste Betriebssystem, das in einer höheren Programmiersprache (d. h. C) geschrieben wurde. Da UNIX in Quelltextform verbreitet wurde, kann jeder eine eigene Variante von Unix wie z. B. Solaris (SUN-Systems), Linux usw. entwickeln. Unix kann auf nahezu jeden PC installiert werden, der über einen Compiler verfügt (natürliche Portierbarkeit).
Unschärfe
Der Zustand von Unklarheit oder Zweifel.
Unsymmetrische Leitung
Eine Übertragungsleitung, üblicherweise ein Koaxialkabel, bei der die Signalübertragung anhand der Spannungsdifferenz zu einem Bezugspotenzial, in der Regel Massepotenzial, erfolgt.
Unsymmetrischer Kristallmischer
Ein unsymmetrischer Kristallmischer ist die einfachste Art eines Radarmischers. Eine aus einem abgestimmten Abschnitt einer koaxialen Übertragungsleitung mit halber Wellenlänge bestehender Kreis, der auf die Differenzfrequenz (Zwischenfrequenz) zwischen Oszillator der Anlage und den hochfrequenten Echosignalen abgestimmt ist.
Unsymmetrisches Dämpfungsglied
Ein Dämpfungsglied, in dem alle ohmschen Elemente an eine Seite der Übertragungsleitung angeschlossen sind und die andere Seite auf Masse liegt, um Verluste bei höheren Frequenzen zu vermeiden.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Ein mit Akkumulatoren ausgestattetes elektrisches Gerät, das zum Schutz von elektronischen Geräten vor kurzzeitigen Anomalien oder vorübergehenden Stromausfällen zwischen die zu schützenden Geräte und das Stromversorgungsnetz geschaltet wird.
Unterkritisch gedämpft
Ein System, das mit einer niedrigeren Frequenz als die Resonanzfrequenz schwingt, wobei sich die Amplitude langsam gegen null bewegt.
Unterlauf (Fließkomma)
Ein Zustand bei der Datenverarbeitung, der auftritt, wenn die berechnete von null verschiedene Größe kleiner ist als die kleinste von null verschiedene Größe, die im System gespeichert werden kann.
Unterschwingen
Ein Zustand, der beim Übergang eines Parameters von einem Wert auf einen anderen oder von einem Zustand zu einem anderen auftritt, wenn der vorübergehende Wert kleiner als der Zielwert ist.
Uplink
Bei der Signalübertragung der Teil der Übertragungsstrecke, über den die Signale von der Bodenstation an den Satelliten gesendet werden.
USB
Siehe „Universal Serial Bus“.
USV
Siehe „Unterbrechungsfreie Stromversorgung“.
UTOPIA-Bus
Siehe „Universal Test and Operations Physical Interface for ATM“.
UV
Siehe „Ultraviolett“.
UV-löschbar
Benennt Speicherbausteine wie z. B. EPROMs, deren Daten gelöscht werden können, indem die Bausteine einer CV-Strahlung ausgesetzt werden.
UXGA
Siehe „Ultra Extended Graphics Array“.

V

Vakuum
Ein umhüllter Teil des Raumes, indem sich nahezu keine Stoffe befinden.
Vakuumbedampfung
Ein im Vakuum ausgeführter Fertigungsprozess, bei dem eine dünne Schicht von Metall durch die Öffnungen in der Maske auf das Substrat aufgedampft wird.
Vakuumröhre
Eine Elektronenröhre, in der sich nahezu kein Stoff befindet, damit sich die Elektronen ungestört bewegen können. Der Einfluss von Gasresten ist vernachlässigbar.
Vakuumschalter
Schalter, deren Schaltkontakte sich im Vakuum befinden. Dadurch entsteht nahezu kein Lichtbogen, da außer dem Material der Kontakte keine ionisierbaren Stoffe vorhanden sind.
VAR
Siehe „Volt-Ampere Reaktiv“.
Varaktor
Ein Halbleiterbauelement mit von der anliegenden Spannung abhängiger Kapazität.
Varaktor-FM-Modulator
Ein Frequenzmodulator, der anhand einer Varaktor-Diode die Oszillatorfrequenz gemäß einer aufzumodulierenden Spannung ändert.
Variable
Elemente oder Faktoren, die keinen festen Wert besitzen und sich entsprechend ändern können.
Varistor
Ein Halbleiterbauelement mit von der anliegenden Spannung abhängigem Widerstand. Schauen Sie sich unser Sortiment an Varistoren an.
VAR-Stunde
Formelzeichen: kvarh. Ein Integral der Blindleistung über die Zeit (eine Stunde).
VDD
„VDD“ ist die Bezeichnung für eine Versorgungsspannung, die sich an vielen Bauelementen und Schaltungen findet.
Veraltet
Ein Produkt gilt als „veraltet“, wenn es nicht mehr hergestellt oder im Vertrieb weitergeführt wird, da es durch neue Produkte mit breiterem Funktionsumfang usw. ersetzt wurde.
Verarmungs-FET
Schalt-MOSFET, der sich im Status „LEITEND“ befindet, wenn die anliegende Gate-Spannung null ist und der in den Status „GESPERRT“ gebracht werden kann, indem die Schwellenspannung bei NMOS-FETs auf einen positiven Wert (eine höhere +Ve als die Source) bzw. einen negativen Wert bei PMOS-FETs (eine höhere -Ve als die Source) gebracht wird.
Verhaltenssimulation
Ein Mittel zur Simulation des Verhaltens der Funktion mit Hilfe einer Hardwarebeschreibungssprache (engl. Hardware Description Language, HDL) vor der Synthese der Schaltung. Eine Verhaltenssimulation kann schnell ausgeführt werden, liefert jedoch die wenigsten Designaussagen.
Verilog
Eine in IEEE 1364 standardisierte Hardwarebeschreibungssprache für Entwurf und Verifizierung von analogen, digitalen und Mixed-Signal-Schaltungen
Verjüngung
Eine Verjüngung ist eine geometrische Form, die in eine Richtung allmählich schmaler wird.
Versagen
Die Fehlfunktion eines Geräts oder eines Bauteils, die dazu führt, dass das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wird.
Verschachtelung
Ein gängiges Element der Programmierung, bei dem ein Objekt immer wieder innerhalb eines anderen Objekt des gleichen Typs vorkommt.
Verstärkerblock
Eine einzelne Verstärkerstufe oder eine Kaskade von Verstärkerstufen.
Verstärkung
Die Verstärkung ist die Fähigkeit einer elektrischen Schaltung, die Stärke des Eingangssignals zu erhöhen. Die Verstärkung wird als Verhältnis der Ausgangsgröße zur Eingangsgröße angegeben.
Verstärkungs-Bandbreite-Produkt
Das Verstärkungs-Bandbreite-Produkt (engl. Gain-Bandwidth Product, GBP) einer Schaltung (für gewöhnlich eines Verstärkers) ist das Produkt aus der Bandbreite und der Verstärkung bei einer bestimmten Bandbreite. Bei einem Operationsverstärker ist das Verstärkungs-Bandbreite-Produkt einer bestimmten Konfiguration immer gleich dem Verstärkungs-Bandbreite-Produkt jeder beliebigen anderen Konfiguration desselben Operationsverstärkers.
Verstärkungsfaktor Eins
Bei einem Verstärkungsfaktor Eins hat das Ausgangssignal eines Verstärkers denselben Pegel wie das Eingangssignal.
Verstümmelte Informationen
Ein Fehler, der beim Senden oder Empfangen auftritt und zu falschen Daten führt.
Vertikalauflösung
Die in Bits angegebene Auflösung eines A/D-Wandlers. Ein Maß für die Genauigkeit, mit der ein A/D-Wandler Eingangsspannungen in digitale Werte umwandeln kann.
Vertikale Empfindlichkeit
Die vertikale Empfindlichkeit eines Oszilloskops gibt an, wie stark der Vertikalverstärker ein schwaches Signal verstärken kann. Die vertikale Empfindlichkeit wird gewöhnlich in Millivolt (mV) pro Skalenteil angegeben. Die kleinste von einem Universalteleskop messbare Spannung liegt für gewöhnlich bei ca. 2 mV pro vertikale Skalenteilung.
Very High Frequency
Meist: VHF. Ein kleiner Bereich des elektromagnetischen Frequenzspektrums von 30 MHz bis 300 MHz.
Very High Speed Integrated Circuit Program
Ein vom US-Verteidigungsministerium initiiertes Forschungsprogramm mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit handelsüblicher ICs zu steigern. Das erwähnenswerteste Ergebnis ist die allseits bekannte Hardwarebeschreibungssprache (HDL, Hardware Description Language).
Verzögerung
Der Zeitunterschied zwischen dem Auftreten von zwei Ereignissen.
VHDL
Siehe „VHSIC Hardware Description Language“.
VHF
Siehe „Very High Frequency“.
VHSIC Hardware Description Language
Eine unter Federführung des US-Verteidigungsministeriums im Rahmen des VHSIC-Programms entwickelte Hardwarebeschreibungssprache zur Automatisierung des Elektronikentwurfs. Mit Hilfe dieser Sprache können digitale und Mixed-Signal-Funktionen in FPGAs und anderen ICs beschrieben werden. Diese Sprache kann außerdem als universelle Programmiersprache für parallele Prozesse genutzt werden.
VHSIC-Programm
Siehe „Very High Speed Integrated Circuit Program
Virtuelle Integration
Ein Schlagwort für die Nutzung des Internets durch Unternehmen zum Speichern physischer Objekte (wie z. B. Dokumente usw.) auf eine Weise, die den Zugang für jeden berechtigten Benutzer gestattet.
Vollkommene Kopplung
Eine ideale Kopplung zwischen zwei Spulen, bei der das gesamte Magnetfeld der einen Spule die zweite Spule vollständig durchdringt.
Volt-Ampere Reaktiv
Eine Maßeinheit für die Blindleistung in Wechselstromschaltungen. Die Blindleistung ergibt sich aus dem Produkt aus Effektivwert der Spannung, Effektivwert der Stromstärke und Sinus des Phasenwinkels zwischen Spannung und Strom.
Vorschaltgerät
Ein Gerät zur Begrenzung des Stromflusses in einem elektrischen Stromkreis.
Vorschaltwiderstand
Ein fester oder veränderbarer, in Reihe geschalteter Widerstand zur Begrenzung des Stromflusses.
Vorspannung
Eine Gleichspannung zur Aufrechterhaltung einer kleinen Glühentladung im Inneren einer Hilfselektrode oder der Röhre. Dadurch kann die Röhre bei Auslösen des Senders schneller zünden, wodurch Beschädigungen des Empfängers vermieden werden.
Vorspannung in Durchlassrichtung
Das Anlegen einer Gleichspannung an ein Bauelement mit p-n-Übergang, wodurch ein höherer Strom in Durchlassrichtung durch das Bauelement fließen kann. Das Bauelement ist mit einer Vorspannung in Durchlassrichtung versehen, wenn die Anode an den Pluspol und die Kathode an den Minuspol der Gleichspannungsquelle angeschlossen ist.

W

Wafer
Dünne Scheiben aus Halbleitermaterial wie z. B. Silizium oder Germanium, aus denen integrierte Schaltungen hergestellt werden.
Wait State
Ein Zustand eines Prozessors oder Softwareprogramms, in dem die Abarbeitung weiterer Operatoren/Befehle erst nach Auftreten eines Ereignisses fortgesetzt werden kann. Aus diesem Grund werden Wait-Zyklen (Wartezyklen) bis zum Eintreten dieses Ereignisses ausgeführt.
Wandler
Ein Halbleiterbauelement oder eine Schaltung, das ein Eingangssignal zu einem Ausgangssignal in einer anderen Form konvertiert.
Wasserdicht
Ein Gehäuse ist wasserdicht, wenn es kein Eindringen und kein Ausdringen von Wasser zulässt.
Watchdog-Timer
Eine Timer-Platine, die nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne eine spezielle Aufgabe ausführt. Watchdog-Timer werden häufig zum eigenständigen Zurücksetzen von Mikroprozessoren im Fall eines Fehlers genutzt, wenn sich der Prozessor nicht eigenständig aus der Situation befreien kann. Im Normalbetrieb muss der WDT regelmäßig vom Prozessor zurückgesetzt werden.
Watt
Die SI-Einheit der Leistung. Ein Watt entspricht 1 Joule je Sekunde und ist definiert als Stromfluss von 1 Ampere bei einer Spannung von 1 Volt.
Wattmeter
Ein in Watt kalibriertes Messgerät für das Messen der elektrischen Leistung.
Wattstunde
Eine für den Gebrauch im SI zugelassene Einheit, die in der Praxis für ein Maß der elektrischen Energie verwendet wird. Eine Wattstunde entspricht der Energie, die ein System mit einer Leistung von 1 Watt in einem Zeitraum von 1 Stunde aufnimmt bzw. abgibt.
Wechselstromgenerator
Eine Maschine, die mechanische Energie in Elektroenergie umwandelt, wobei sich die Polarität der erzeugten Spannung mehrfach pro Sekunde ändert.
Wechselstromwiderstand
Häufiger als „Impedanz“ bezeichnet. Bei einem Stromfluss durch eine Schaltung sind für die Beziehung zwischen Stromstärke und Spannung auch das Amplitudenverhältnis und die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung zu berücksichtigen.
Welle
Eine sich räumlich ausbreitende Veränderung (Störung) durch eine sich von einem Punkt zu einem anderen Punkt durch ein Medium fortbewegende Energie.
Wellenbewegung
Der Prozess der Fortbewegung der sich periodisch wiederholenden Veränderung (Störung) von einem Punkt zu einem anderen Punkt durch den Raum. Die Fortbewegung kann durch ein physikalisches Medium oder auch ohne Medium erfolgen.
Wellenform
Die grafische Darstellung eine Welle durch Auftragen der Momentanwerte über der Zeit.
Wellenformanalyse
Die Darstellung von Amplitude und Phase einer Welle, entweder mathematisch oder durch ein elektronisches Gerät.
Wellenfront
Eine Oberfläche oder ein kleiner Abschnitt, bestehend aus allen Punkten im Raum, die von einer Welle erreicht werden.
Wellenlänge
Die innerhalb einer Periode von der Welle zurückgelegte Strecke.
Wellenmesser
Auch: Frequenzmesser. Ein Messinstrument zum Messen der Frequenz oder der Wellenlänge von elektromagnetischen oder Funkwellen.
Wellenwicklung
Eine Bauform einer Ankerwicklung, bei der zwei Spulen in Reihe geschaltet sind und wellenförmig nebeneinander auf der Oberfläche des Ankers verlaufen. Daher gibt es lediglich zwei Wege für den Stromfluss, unabhängig von der Anzahl der Pole im Stromkreis.
Wellenzug
Auch: Wellengruppe, Wellenfolge. Eine Gruppe aus Wellen gleicher Amplitude und Intervalle, die sich in dieselbe Richtung bewegen.
Wettlaufsituation
Engl. Race Condition. Eine Situation in einem System oder in einer Software, in der die Ausgangsgröße eines Subsystems von zwei oder mehreren nicht steuerbaren, gleichzeitig stattfindenden Abläufen am Eingang des Subsystems abhängig ist. Wettlaufsituationen sind unbedingt zu vermeiden.
Winkelgeschwindigkeit
Die Winkelgeschwindigkeit gibt die Schnelligkeit einer Winkelveränderung an. Das Symbol für die Winkelgeschwindigkeit ist das Omega (ω, selten und falsch: Ω), die SI-Einheit lautet „Radiant pro Sekunde“.
Wirbelstrom
Elektrischer Strom, der aufgrund der Veränderungen des magnetischen Felds im Inneren des Leiters induziert wird.
Wirbelstromverluste
Wirbelstromverluste sind Verluste aufgrund der im Inneren von Magnetkernen indizierten Wirbelströme. Wirbelströme sind elektrische Ströme, die aufgrund der Veränderungen des magnetischen Felds im Inneren des Leiters induziert werden.

X

Xenon (Edelgas)
Ein in sehr geringer Konzentration in der Atmosphäre vorkommendes Edelgas. Xenon ist chemisch äußerst passiv, farblos und geruchslos. Es wird in Entkeimungslampen und als Lasermedium in Gaslasern genutzt.
Xenon-Gasentladungslampe
Eine spezielle Form einer Gasentladungslampe, in der das Xenongas durch einen Lichtbogen hoher Intensität zwischen zwei Elektroden zum Leuchten angeregt wird.
XL
Symbol für den induktiven Blindwiderstand einer Schaltung. Berechnet sich aus XL = (2 x π x F x L).
XLR-Stecker
Auch: Cannon-Stecker. Eine runde Bauform einer elektrischen Steckverbindung mit 3 oder 7 Leitern. Wird oft für Audio, Video und Beleuchtungseinrichtungen eingesetzt.
XNOR
Eine logische Binäroperation, die „True“ ergibt, wenn beide Eingänge denselben Wert (beide „True“„ oder beide „False“) haben, und die „False“ ergibt, wenn einer der Eingänge den Wert „True“ und der andere den Wert „False“ hat.
XOFF
Ein Protokoll für die Steuerung des Datenflusses zwischen einem Computer und seinen Peripheriegeräten. Der Buchstabe „X“ bezieht sich auf den Sender. „XOFF“ bedeutet daher, dass der Sender inaktiv ist.
XON
Ein Protokoll für die Steuerung des Datenflusses zwischen einem Computer und seinen Peripheriegeräten. Der Buchstabe „X“ bezieht sich auf den Sender. „XON“ bedeutet daher, dass der Sender aktiv ist.
XOR
Eine logische Binäroperation, die „False“ ergibt, wenn beide Eingänge denselben Wert (beide „True“„ oder beide „False“) haben, und die „True“ ergibt, wenn einer der Eingänge den Wert „True“ und der andere den Wert „False“ hat.
X-Schnitt-Kristall
Ein Kristall, der so geschnitten ist, dass der sich ergebende Block senkrecht zur elektrischen Achse steht.
XTAL
Eine Abkürzung für „Kristall“. Ein festes Material, dessen Atome, Moleküle oder Ionen, aus denen es besteht, in einem in alle drei Richtungen verlaufenden geordneten Muster (Gitter) angeordnet sind.
XY-Plotter
Ein Drucker, der in der Lage ist, in Richtung zweier Bewegungsachsen (X und Y) kontinuierlich eine Vektorgrafik zu zeichnen.
XY-Schnitt-Kristall
Ein Kristall, der aus dem Quarzblock in XY-Richtung geschnitten wurde und in Frequenzen von 5 bis 100 kHz schwingen kann. Die am häufigsten genutzte Frequenz ist 32,768 kHz.

Y

Y-Achse
Die senkrechte Achse in einem zweidimensionalen Koordinatensystem/Diagramm.
YAG
Siehe „Yttrium-Aluminium-Granat“.
Yagi-Antenne
Eine Antenne mit hoher Richtwirkung, die nur in eine Richtung abstrahlt. Diese Antenne wird meist für Punkt-zu-Punkt-Kommunikation mit Frequenzen über 10 MHz verwendet.
YIG
Siehe „Yttrium-Eisen-Granat“.
YIG Yttrium-Eisen-Granat
Ein synthetisch hergestelltes ferromagnetisches Material mit Granat-Kristallstruktur (chemische Verbindung Y3Fe2(FeO4)3 oder Y3Fe5O12). Verfügt über eine sehr schmale ferromagnetische Resonanzabsorptionslinie und wird in Mikrowellen-Ferrit-Bauelementen eingesetzt.
Y-Kabel
Ein Kabel in der Form eines „Y“, das ein Eingangssignal auf zwei Empfangspunkte aufteilen kann.
Y-Netzwerk
Ein sternförmiges Netzwerk mit drei Zweigen, von denen jeweils ein Ende an einen gemeinsamen Punkt angeschlossen ist, wodurch sich eine „Y“-Form ergibt.
Yoke
Auch: Ablenkjoch. Eine Gruppe von Spulen über dem Hals einer Kathodenstrahlröhre, die für eine der Bildschirmform entsprechende Projektion der Elektronen sorgt, d. h. für ein perfekt quadratisches oder perfekt rechteckiges Bild.
Y-Schnitt
Eine Schnittform des Quarzkristalls, bei der die Fläche der sich ergebenden Scheibe senkrecht zur Y-Achse verläuft.
Yttrium-Aluminium-Granat
Ein synthetischer Edelstein mit einer festen Härte und einem hohen Brechungsindex. Wird am häufigsten in der Lasertechnik und als Edelstein in Schmuckstücken verwendet.
Yttrium-Eisen-Granat
Engl. Yttrium-Iron-Garnet, kurz: YIG. Ein magneto-optisches Material mit sehr hohem Gütefaktor, das bei Einführung in ein Gleichstrom-Magnetfeld mit Frequenzen im Mikrowellenbereich schwingen kann und in Oszillatoren für ein sehr niedriges Phasenrauschen sorgt.
Y-Verstärker
Der Vertikalverstärker eines Oszilloskops wird auch als „Y-Verstärker“ bezeichnet. Die Vertikalverstärker eines Oszilloskops empfangen die Signalspannungen und verstärken diese Signale so hoch, dass sie stark genug für die vertikale Auslenkung des Strahls der Elektronenstrahlröhre sind.

Z

ZB-DDR
Siehe „Zero-Buffer DDR“.
Zeitbasis
Eine spezielle Baugruppe eines Oszilloskops, das die Zeitablenkung steuert. Die Zeitbasis erzeugt ein Steuersignal „Sekunden/Skaleneinheit“.
Zener-Diode
Eine Halbleiterdiode mit p-n-Übergang, die im Gegensatz zu herkömmlichen Dioden nicht nur einen Strom in Durchgangsrichtung sondern auch in Sperrrichtung zulässt, wenn die anliegende Spannung über der Durchbruchspannung (Zener-Spannung) liegt.
Zener-Durchbruch
Auch als „Zener-Effekt“ bezeichnet. Ein Zustand in einer Zener-Diode, bei der es bei einer Vorspannung in Sperrrichtung über der so genannten Durchbruchspannung zu einem Durchbruch kommt, bei dem Elektronen aus dem Valenzband in das Leitungsband tunneln. Dadurch kommt es zu einer großen Anzahl freier Minoritätsladungsträger, wodurch sich der Strom in Sperrrichtung schlagartig erhöht.
Zener-Effekt
Auch als „Zener-Durchbruch“ bezeichnet. Ein Zustand in einer Zener-Diode, bei der es bei einer Vorspannung in Sperrrichtung über der so genannten Durchbruchspannung zu einem Durchbruch kommt, bei dem Elektronen aus dem Valenzband in das Leitungsband tunneln. Dadurch kommt es zu einer großen Anzahl freier Minoritätsladungsträger, wodurch sich der Strom in Sperrrichtung schlagartig erhöht.
Zener-Spannung
Eine für einen Durchbruch in Sperrrichtung ausreichend hohe Spannung, wodurch die Diode in Sperrrichtung leitet.
Zero-Buffer DDR
Eine Technik bei ungepufferten Speichermodulen, bei der verzögerungslos getaktete Puffer verwendet werden. Dadurch können die Robustheit von servertauglichen Speichermodulen mit der kurzen Latenz ungepufferter Module kombiniert werden. Dies führt zu einer verbesserten Datenintegrität, weniger Rauschen und zu einer geringeren Anfälligkeit gegenüber Störungen.
ZF-Bandbreite
Die ZF-Bandbreite ist der 3-dB-Frequenzbereich um die Zwischenfrequenz (ZF).
ZF-Trennschärfe
Die ZF-Trennschärfe beschreibt die Fähigkeit der ZF-Stufen, das in der jeweils vorgelagerten Stufe erzeugte gewünschte Signal zu übernehmen und unerwünschte Signale zu blockieren. Sie wird in Dezibel (dB) angegeben.
ZF-Verstärker
Ein ZF-Verstärker (ZF = Zwischenfrequenz) ist ein selektiver Verstärker mit hohem Verstärkungsfaktor in Überlagerungsempfängern (auch: Superhet). Nach der Umsetzung des Signals auf die fest vorgegebene Zwischenfrequenz im Mischer wird das Signal von einem oder mehreren ZF-Verstärkern verstärkt.
ZIF
Zero Insertion Force, siehe „Nullkraftsockel“.
Zig Zag Package
Ein IC-Gehäusetyp, bei dem die Pins in zwei parallelen Reihen und zueinander versetzt senkrecht zur Montageebene angeordnet sind.
Zink
Ein blauweißes, zu den Metallen gehörendes Element mit der Ordnungszahl 30 und dem Schmelzpunkt bei 419,50 °C. Zink wird häufig als Schutzbeschichtung für Gegenstände aus Eisen oder Stahl genutzt.
Zipcord-Kabel
Kabel aus mehreren Leitern/Lichtwellenleitern in einer gemeinsamen Isolierhülle, die so gestaltet ist, dass die einzelnen Leiter problemlos durch einfaches Auseinanderziehen voneinander getrennt werden können, wodurch sich Installationsarbeiten vereinfachen.
Zone gegenseitiger Sichtbarkeit
Ein Gebiet, in dem der Satellit für beide Bodenstationen (Uplink-Station und Downlink-Station) sichtbar ist.
Z-Parameter
Für die Beschreibung des Verhaltens linearer Schaltungen verwendete Impedanzparameter.
Zubehör
Ein funktionales/nicht-funktionales Teil eines Geräts, das für die Funktionsausübung des Geräts nicht zwingend benötigt wird, jedoch den Leistungsumfang des Geräts erweitert.
Zugfestigkeit
Der maximale Widerstand, den ein Material wie z. B. ein Seil oder ein Draht gegen eine das Material zerreißende Kraft aufbringen kann, also die maximale mechanische Spannung, der das Material widerstehen kann, bevor es zerreißt.
Zugriffszeit
Die Zeit zwischen Anforderung und Empfang von Daten.
Zulu-Zeit
Die „Koordinierte Weltzeit“, auch als „Coordinated Universal Time“ oder „Universal Coordinated Time“ oder „Universal Time Coordinated“ bezeichnet, ist einer der eng miteinander verwandten Nachfolger der früheren „Greenwich Mean Time“ und die primäre Standardzeit, nach der weltweit Uhren und Uhrzeiten aufeinander abgestimmt werden.
Zweites Newtonsches Gesetz
Das zweite Newtonsche Gesetz lautet: „Die Änderung der Bewegung ist der Einwirkung der bewegenden Kraft proportional und geschieht nach der Richtung derjenigen geraden Linie, nach welcher jene Kraft wirkt“, also F = ma.
Zwischenfrequenz
Die Zwischenfrequenz (ZF) ist eine Frequenz, auf die ein Träger in einem Zwischenschritt bei Übertragung oder Empfang verschoben wird. Die Zwischenfrequenz wird im Mischer durch Mischen der Trägerfrequenz mit der Frequenz des Abstimmoszillators erzeugt und liegt am Ausgang des Mischers an.