Was ist bei der Auswahl einer Sicherung wichtig?
Bei der Auswahl der richtigen Sicherung für eine bestimmte Anwendung sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Hier einige Beispiele:
Nennstrom: Dieser ist definiert als der maximale Strom, der kontinuierlich durch das Sicherungselement fließen kann, ohne die zulässigen Temperaturen zu überschreiten. Bei der Auswahl einer Sicherung wird empfohlen, den Nennstrom so nah wie möglich am Standardbetriebsstrom des Systems auszurichten.
Nennspannung: Dies ist die maximal zulässige Betriebsspannung der Sicherung unter der sichere Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Die Nennspannung der Sicherung muss mindestens der verfügbaren Spannung im Stromkreis entsprechen. Das Überschreiten der Nennspannung oder die Verwendung einer reinen Wechselstromsicherung in einem Gleichstromkreis kann zu einem schwerwiegenden Sicherungsausfall führen.
Umgebungstemperatur: Die Prüfung der Strombelastbarkeit von Sicherungen wird bei 25°°C durchgeführt und hängt von der Umgebungstemperatur ab. Eine höhere Umgebungstemperatur verringert die Stromkapazität und verkürzt die Lebensdauer der Sicherung. Daher kann die Lebensdauer einer Sicherung durch Arbeiten bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen verlängert werden.
Spannungsabfall: Hier wird Bezug auf den Spannungsabfall genommen, der von einer Sicherung erzeugt wird, wenn der Nennstrom durch sie fließt. Er gibt die Kapazität des internen Widerstands der Sicherung wieder. Der Spannungsabfall einer Sicherung sollte so gering wie möglich sein, um Leistungsverluste zu reduzieren.
Abschaltleistung: Die Abschaltleistung liegt bei dem Wert des voraussichtlichen Abschaltstroms, dem ein Sicherungselement bei einer bestimmten Spannung standhalten kann.
I2t-Nennwert: Wird auch als Schmelzintegral einer Sicherung bezeichnet. Dieser Parameter bezieht sich auf die Energie, die von der Sicherung verwendet wird, um dem EOC-Ereignis (Elektrischer Überstrom) entgegenzuwirken. I2T ist die zum Schmelzen eines bestimmten Sicherungselements erforderliche Wärmeenergie und wird durch die Konstruktion, die Materialien und die Querschnittsfläche des Elements bestimmt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Sicherungshalter? Muss unbedingt ein Sicherungshalter zum Einsatz kommen?
Ein Sicherungshalter ist ein Gehäuse, mit dem die Sicherung in elektrische und elektronische Stromkreise eingesetzt wird. Es ist nicht unbedingt immer nötig, einen Sicherungshalter zu verwenden, aber sein Einsatz vereinfacht doch den Einbau der Sicherung. Es ist damit auch einfacher, die Sicherung zu entfernen und den Stromkreis zu isolieren, um Wartungsarbeiten durchzuführen.
Was ist eine eFuse und in welchen Anwendungen werden sie verwendet?
eFuses, oder elektronische Sicherungen, sind ICs, die als Ersatz für herkömmliche Sicherungen oder andere Schutzvorrichtungen wie PPTC-Sicherungen dienen. Sie sind in kleinen Kunststoffgehäusen untergebracht und umfassen einen Steuerstromkreis und einen Netzschalter mit niedrigem Widerstand im eingeschalteten Zustand, der den Eingangsanschluss mit der Last verbindet. eFuses bieten viel schnelleren und präziseren Schutz und müssen nach der Betätigung nicht ausgetauscht werden. Diese Sicherungen werden in Servern, HDD/SSD, Netzwerk-Switches, industriellen Controllern und Haushaltsgeräten verwendet.
Was sind die verschiedenen globalen Standards für Sicherungen?
Sicherungen unterliegen je nach Region und Anwendung verschiedenen Standards. Die Normen UL 248, CSA22 und NEC werden hauptsächlich in den USA verwendet. IEC 60127 ist der Sicherheitsstandard für Sicherungen, die für den internationalen Einsatz bestimmt sind. Außerdem gibt es einige anwendungsspezifische Standards wie ISO 8820, SAE J554 und JASO D612 für die Automobilindustrie, IEC 60269-4 für den Halbleiterschutz, UL 248-19 und IEC 60269-6 für Photovoltaikanlagen.
Was sind Sicherungen der Klasse CC?
Sicherungen der Klasse CC sind gemäß den nordamerikanischen Standards UL 248-4 und CSA 22.2 für den Schutz von Abzweigstromkreisen ausgelegt. Diese zylindrischen Sicherungen messen 10 x 38 mm und verfügen über ein hohes Ausschaltvermögen von 200 kA bei 600 V AC mit Nennströmen von bis zu 30 A. Sicherungen der Klasse CC sind ideal zum Schutz relativ kleiner Abzweigstromkreise in Hochleistungseinspeisungen. Diese Sicherungen verfügen über eine Abstoßspitze mit kleinerem Durchmesser an der Kontaktkappe, wodurch sie sich optisch von zylindrischen Sicherungen unterscheiden.
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