Kurzfassung

Diese Umfrage bietet eine umfassende Analyse der Ansichten und Einkaufsstrategien von Einkäufern auf dem Markt für elektronische Bauelemente, die E-Commerce-Plattformen nutzen. Die Befragten werden nach dem primären Zweck ihrer Einkäufe – ob für Wartung, Forschung und Entwicklung (F&E) oder Produktion – sowie nach Unternehmensgröße kategorisiert. Diese Unterteilung bietet wertvolle Einblicke in die Frage, wie unterschiedliche Unternehmensanforderungen das Kaufverhalten beeinflussen.

Die Studie zeigt einige wichtige Erkenntnisse darüber, was für die heutigen B2B-Einkäufer am wichtigsten ist, wie z. B.:

  • Das hohe Maß an Autonomie, das den Einkäufern zukommt, signalisiert eine Verlagerung hin zu mehr selbstgesteuerten Beschaffungsprozessen.
  • Der begrenzte Einsatz von Automatisierung bei den Einkaufsabläufen lässt erhebliche Möglichkeiten für eine höhere Effizienz durch die Einführung entsprechender Technologien erkennen.
  • Die Befragten betonten die entscheidende Bedeutung von Preis und Produktverfügbarkeit als Hauptfaktoren, die ihre Distributorwahl beeinflussen, und unterstreichen den Wettbewerbscharakter des Marktes.

Die Studie basiert auf einer Stichprobe von 941 Einkäufern aus ganz Europa, die eine Vielzahl von Branchen und Unternehmensgrößen repräsentieren. Die Umfrage wurde zwischen Mai und Juli 2024 durchgeführt und gewährleistet somit, dass die Ergebnisse mit der aktuellen Marktdynamik übereinstimmen.

Dies ermöglicht ein Benchmarking von Einkaufsprozessen, indem der aktuelle Stand von E-Commerce-Einkäufen im Bereich elektronische Bauelement aufgezeigt wird. Die Umfrage ist zudem eine wertvolle Ressource für Hersteller und Vertriebspartner, die ihre Strategien an den Erwartungen von Einkäufern und an neuen Trends ausrichten möchten.

Preis und Verfügbarkeit: Wichtige Faktoren bei der Auswahl des Distributors

Die Umfrage unterstreicht die Bedeutung von Preis und Verfügbarkeit bei der Auswahl des Distributors. Einkäufer legen großen Wert auf Erschwinglichkeit und zuverlässiger Verfügbarkeit von Bauelementen, wodurch Kosteneffizienz und Lagerbestände zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen werden. Obwohl die Umfrage in einer Phase mit Herausforderungen für Lieferketten durchgeführt wurde, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Distributoren, die einen starken Bestand und wettbewerbsfähige Preise aufrechterhalten, sich grundsätzlich von der Konkurrenz absetzen können.

Einkäufer suchen nach den besten Angeboten

Vergleichende Einkäufe sind weit verbreitet: 59 % der Einkäufer holen Angebote von drei oder mehr Distributoren ein, bevor sie einen Kauf tätigen. Im Gegensatz dazu verlassen sich nur 10 % auf ein einziges Angebot, was deutlich macht, dass Markentreue selten ist, es sei denn, ein Distributor bietet durchweg die besten Preise und optimale Verfügbarkeit.

Anzahl der für jeden Einkauf recherchierten Hersteller

Einkäufer bestimmen die Auswahl des Distributors

Einkäufer haben bei der Auswahl von Distributoren eine beträchtliche Autonomie, was die unterschiedlichen Genehmigungsverfahren in Unternehmen unterschiedlicher Größe deutlich macht. Dies unterstreicht den dezentralen Charakter des Beschaffungswesens, insbesondere in kleineren Unternehmen, und weist auf Bereiche mit Standardisierungs- und Effizienzpotenzial hin.

Autonomie des Einkäufers bei der Auswahl des Distributors

Die meisten Kaufentscheidungen werden von den Einkäufern selbst getroffen, wobei 65 % der Unternehmen ein persönliches Ermessen zulassen. Nur 18 % der Einkäufer müssen sich an eine Liste mit genehmigten Herstellern halten, was darauf hinweist, dass strenge Beschaffungsrichtlinien nicht üblich sind.

Ingenieure beeinflussen die Auswahl von Distributoren in nur 11 % der Unternehmen, obwohl sie technische Anforderungen definieren und Bauelemente auswählen. Eigentümer kleiner Unternehmen sind nur in 2 % der Fälle an der Lieferantenauswahl beteiligt, was einen Trend zur Delegierung von Einkaufsverantwortlichkeiten widerspiegelt.

Wer wählt den Distributor aus?

Die größten Hürden für Einkäufer: Verfügbarkeit, Preis und mehr

Die Umfrage wurde in einer Zeit durchgeführt, in der die Verfügbarkeit elektronischer Bauelemente eingeschränkt war, was die Beschaffung vieler Produkte oder deren Allokation erschwerte. Sie hebt die erheblichen Herausforderungen hervor, denen sich die Einkäufer in Zeiten schwerer Störungen der Lieferkette gegenübersahen, und zeigt sowohl unmittelbare als auch systemische Probleme bei der Beschaffung elektronischer Bauelemente auf.

Produktverfügbarkeit: Die größte Herausforderung

Mehr als die Hälfte der Befragten nannte die Produktverfügbarkeit als größte Herausforderung. Diese ist hauptsächlich auf den weltweiten Mangel an elektronischen Bauelementen zurückzuführen. Diese Knappheit führte zu Problemen bei der Allokation und zu Verzögerungen, wodurch die Einkäufer gezwungen waren, sich mit Produktions- und Wartungsschwierigkeiten auseinanderzusetzen. Hersteller mit Lagerbestand nutzten die Situation für Preiserhöhungen aus, was die Probleme der Einkäufer noch weiter verschärfte. Es ist davon auszugehen, dass mit der Stabilisierung der Lieferketten die Herausforderungen in Bezug auf Preisgestaltung und Effizienz noch größer werden.

Preisdruck

Der Preis stellte sich als zweitgrößte Herausforderung heraus, denn 21 % der Befragten bezeichneten ihn als ihre größte Sorge. Die Einkäufer sahen sich aufgrund von überhöhten Kosten bei hoher Nachfrage und geringem Angebot finanziell unter Druck, wobei die Hersteller möglicherweise aufgrund begrenzter Lagerbestände ihre Preise erhöhten. Während sich die Verfügbarkeit möglicherweise verbessert, könnten die Preisprobleme weiter bestehen, insbesondere bei anhaltender Inflation.

Die sechs wichtigsten Faktoren bei der Wahl des Distributors